Microsoft: Hunderte Mitarbeiter könnten China verlassen
Inmitten der erneuten Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China legt Microsoft etlichen chinesischen Mitarbeitern aus den Bereichen Cloud und Machine Learning einen Wohnortwechsel nahe. Das sei "ein Teil des üblichen globalen Geschäfts"
Amerikanische Unternehmen sind zudem schon lange angehalten, ihre Technologien nicht nach China zu exportieren. Zum Teil ist es ihnen sogar juristisch verboten. Zudem ziehen sich immer mehr Unternehmen aus China zurück. Apple hatte zuletzt einen Teil seiner iPhone-Produktion aus einem Werk in Nanning nach Indien und Vietnam verlegt und dabei eine Geisterstadt zurückgelassen.
Dennoch erklärte ein Microsoft-Sprecher, dass sich das Unternehmen weiterhin in der Region engagieren und in China tätig bleiben werde. Dieser Vorgang sei lediglich ein Teil des üblichen globalen Geschäfts von Microsoft, um Mitarbeitern interne Transfermöglichkeiten zu bieten.
Siehe auch:
Handelsstreit zwischen USA und China
Gerade brodelt es wieder heftig im Handelsstreit zwischen den USA und China. Erst vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Joe Biden neue Zölle auf eine ganze Reihe von Produkten wie Computer-Chips, Solarzellen und Elektroautos angekündigt. Die neuen Einfuhrgebühren erhöhten sich zum Teil auf bis zu 100 Prozent. Damit wird versucht, "Chinas unfaire Praktiken und Subventionen auszugleichen".Amerikanische Unternehmen sind zudem schon lange angehalten, ihre Technologien nicht nach China zu exportieren. Zum Teil ist es ihnen sogar juristisch verboten. Zudem ziehen sich immer mehr Unternehmen aus China zurück. Apple hatte zuletzt einen Teil seiner iPhone-Produktion aus einem Werk in Nanning nach Indien und Vietnam verlegt und dabei eine Geisterstadt zurückgelassen.
Microsoft möchte Mitarbeiter verlegen
Auch Microsoft könnte versuchen, seine Geschäftsaktivitäten in China herunterzuschrauben. Einem Bericht des Wall Street Journal (über Neowin) zufolge hat das Unternehmen aus Redmond 700 bis 800 seiner chinesischen Arbeitnehmer aus den Bereichen Cloud und Machine Learning einen Wohnortwechsel nach Amerika, Irland, Australien oder Neuseeland nahegelegt.Dennoch erklärte ein Microsoft-Sprecher, dass sich das Unternehmen weiterhin in der Region engagieren und in China tätig bleiben werde. Dieser Vorgang sei lediglich ein Teil des üblichen globalen Geschäfts von Microsoft, um Mitarbeitern interne Transfermöglichkeiten zu bieten.
US-Regierung arbeitet an neuen Gesetzen
Eventuell spielen aber auch geplante neue Regeln für US-Unternehmen eine Rolle. So könnte das Weiße Haus in Zukunft verlangen, dass Lizenzen eingeholt werden müssen, bevor Produkte in China an Kunden geliefert werden. Dadurch müssten Microsoft und andere Unternehmen erhebliche Änderungen in der Art und Weise vornehmen, wie sie in China tätig sind, insbesondere in den Bereichen Cloud und künstliche Intelligenz.
Zusammenfassung
- Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert erneut
- 700 bis 800 chinesische Microsoft-Mitarbeiter sollen umziehen
- Wohnortwechsel nach Amerika, Irland, Australien oder Neuseeland nahegelegt
- Microsoft bleibt weiterhin in China engagiert und tätig
- Vorgang als Teil des üblichen globalen Geschäfts von Microsoft erklärt
- Neue US-Regeln könnten Lizenzanforderungen für Produkte in China einführen
Siehe auch:
- Experte: Zoll auf China-E-Autos ist Katastrophe für deutsche Industrie
- USA: Massive Zölle gegen China-Importe - 100% Aufschlag auf E-Autos
- Erschreckende Bilder aus China: Geisterstadt nach iPhone-Fabrik-Umzug
- Trotz oder wegen des Embargos: Chinas Chipindustrie wächst rasant
- China: 'Wenn ihr Huawei rauswerft, verbieten wir Intel, AMD & Co'
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