Trotz oder wegen des Embargos:
Chinas Chipindustrie wächst rasant
China nimmt enorme Anstrengungen auf sich, um die eigene Halbleiter-Industrie trotz der laufenden Embargo-Maßnahmen voranzubringen. Wie aktuell Daten aus der Branche zeigen, hat man damit durchaus auch einigen Erfolg.
Allein im März stieg die Zahl um 28,4 Prozent auf 36,2 Milliarden Stück, was ein neues Allzeithoch für einen einzelnen Monat bedeutet. Es gibt dabei einen direkten Zusammenhang zu der Entwicklung der nachgelagerten Produktion, die immer größere Bestellungen aufgibt, um die Montage diverser Hightech-Produkte voranzubringen.
Nach Angaben der Behörde sei im ersten Quartal unter anderem die Fertigung von Elektroautos um 29,2 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge gestiegen, was einen entsprechend höheren Bedarf an Chips, Sensoren und anderen Halbleiterprodukten nach sich zog. Und auch die Herstellungszahlen von Smartphones kletterten um weitere 16,7 Prozent.
Einzig bei den modernsten Chips kann China aktuell nicht mithalten. Das liegt vor allem auch daran, dass man kaum an die benötigten Produktions-Anlagen kommt. So werden die marktführenden EUV-Lithografie-Maschinen, die man für Strukturen im einstelligen Nanometerbereich benötigt, schlicht nicht nach China geliefert.
Siehe auch:
Nachfrage steigt schnell
Zumindest bei den Produktionsmengen legte die chinesische Chipindustrie zuletzt deutlich zu. Im ersten Quartal haben die Fabriken des Landes 98,1 Milliarden integrierte Schaltkreise produziert. Das sind rund 40 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die chinesische Statistikbehörde laut eines Berichtes der South China Morning Post mitteilte.Allein im März stieg die Zahl um 28,4 Prozent auf 36,2 Milliarden Stück, was ein neues Allzeithoch für einen einzelnen Monat bedeutet. Es gibt dabei einen direkten Zusammenhang zu der Entwicklung der nachgelagerten Produktion, die immer größere Bestellungen aufgibt, um die Montage diverser Hightech-Produkte voranzubringen.
Nach Angaben der Behörde sei im ersten Quartal unter anderem die Fertigung von Elektroautos um 29,2 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge gestiegen, was einen entsprechend höheren Bedarf an Chips, Sensoren und anderen Halbleiterprodukten nach sich zog. Und auch die Herstellungszahlen von Smartphones kletterten um weitere 16,7 Prozent.
Verdreifachung binnen 5 Jahren
China hat in den letzten Jahren seine Produktionskapazitäten für integrierte Schaltkreise ausgeweitet. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat sich die Produktion gegenüber dem gleichen Quartal im Jahr 2019 fast verdreifacht, da im ganzen Land Halbleiterfertigungsanlagen wie Pilze aus dem Boden schießen. Einer der Gründe hierfür sind die Bestrebungen, angesichts der westlichen Embargos möglichst weitgehend ohne Importe auskommen zu können.Einzig bei den modernsten Chips kann China aktuell nicht mithalten. Das liegt vor allem auch daran, dass man kaum an die benötigten Produktions-Anlagen kommt. So werden die marktführenden EUV-Lithografie-Maschinen, die man für Strukturen im einstelligen Nanometerbereich benötigt, schlicht nicht nach China geliefert.
Zusammenfassung
- China steigert Chipproduktion trotz Embargos deutlich
- Im ersten Quartal 98,1 Milliarden Schaltkreise hergestellt
- März-Produktion erreicht mit 36,2 Milliarden Allzeithoch
- Wachsende Nachfrage durch Elektroauto- und Smartphone-Fertigung
- Produktionskapazität für Schaltkreise fast verdreifacht seit 2019
- Ziel: Unabhängigkeit von Importen durch eigene Fertigungsanlagen
- Modernste Chips fehlen, da EUV-Lithografie-Maschinen nicht geliefert werden
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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