Windows 10: Kumulative Updates werden ab jetzt deutlich kleiner

Mit einem Verfahren, dass Microsoft schon seit Längerem bei Windows 11 ein­setzt, werden nun auch Updates für Windows 10 22H2 deutlich kleiner. Besonders bei schlechter Internetanbindung verringern sich die Downloadzeiten damit deutlich.
22h2, Windows 10 22H2

Windows-10-Updates werden kleiner

Kumulative Updates von Windows können zuweilen beträchtliche Größen erreichen. So war die Aktualisierung KB5036892 für Windows 10 22H2 vom 9. April um die 833 Megabyte groß. In Zukunft sollen die Software-Pakete für die 22H2-Version aber deutlich kleiner ausfallen. Microsoft verwendet dazu ab jetzt ein Verfahren, das schon seit Langem auch bei Windows-11-Updates zur Reduzierung der Größe eingesetzt werden.

Umcodierung macht Komponenten überflüssig

Die kumulativen Updates für Windows 11 sind schon lange effizienter als die für Windows 10. Denn Windows-10-Updates verwendeten bisher noch sogenannte gepaarte Vorwärts- und Rückwärts-Differentialkompression. Durch die Verwendung der Vorwärts- und Rückwärtsdifferentiale kann das Betriebssystem bei einem Update zunächst zu seiner Basisversion als Zwischenzustand zurückkehren, um von dort aus aktualisiert zu werden.


Aufgrund einer bestimmte Umcodierung der Teile des Updates, die die Unterschiede der alten und neuen Version des Betriebssystems enthalten, ist es aber ab jetzt möglich auf das Rückwärtsdifferential komplett zu verzichten.

Ab sofort kleinere Downloads

Auf diesem Weg konnten schon bei Windows 11 die kumulativen Updates um bis zu 40 Prozent in ihrer Größe reduziert werden. Für Windows 10 22H2 wird dieses Verfahren ab sofort beziehungsweise seit der monatlichen Version vom 23. April 2024 (KB5036979) eingesetzt. Um davon zu profitieren, müssen Nutzer nichts weiter tun, als die Aktualisierung über den Windows-Update-Dialog unter dem entsprechenden Reiter in den Einstellungen anzustoßen.

Bei Geräten mit Windows 10 22H2 sinkt die Größe des Updates auf diese Weise von 833 Megabyte in der Version vom 9. April auf etwa 650 Megabyte in der Version vom 23. April um gut ein Fünftel.

Alle Anwender können sich also ab sofort auf entsprechend schnellere Downloads und eine bessere Leistung bei langsamen Verbindungen zum Internet freuen. Auch Firmen, bei denen die Windows-10-Updates über das Netzwerk verteilt werden, sollten von einer deutlich geringeren Bandbreitennutzung profitieren können.

Wer sich für die genauen technischen Einzelheiten des neuen Update-Verfahrens interessiert, kann diese im Windows IT Pro Blog der Microsoft Tech Community nachlesen.

Zusammenfassung
  • Windows-Update sind teilweise recht groß
  • Zukünftige Updates für Windows 10 22H2 werden kleiner sein
  • Microsoft setzt neue Technik zur Reduzierung der Update-Größe ein
  • Windows 11 nutzt diese Technik bereits erfolgreich
  • Neues Update-Verfahren verzichtet auf Rückwärtsdifferential
  • Aktuelles Update KB5036979 für Windows 10 22H2 ist ein Fünftel kleiner
  • Nutzen profitieren von schnellere Downloads, weniger Bandbreitennutzung

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