Highlight

Corsair K100 Air im Test:
Auf der Suche nach der perfekten Tastatur

Das durchaus Erstaunliche daran: Nachdem ich mich an dieses Knarzen gewöhnt habe, registrierte ich es gar nicht mehr und stellte eines Tages fest, dass es nahezu weg ist. Wenn man ganz genau hinhört, ist dieses Geräusch zwar gelegentlich noch da bzw. hörbar, aber es ist in der Tat kaum noch zu hören. In dieser Hinsicht ist die Tastatur also durchaus "besser" geworden.

Caps nicht ablösbar

Für so manchen ist dieses Geräusch allerdings unerträglich. An sich ist bei einer mechanischen Tastatur ein großer Vorteil, dass man die Caps herunterziehen und selbst Hand anlegen kann. Das geht bei der Corsair K100 Air aber nicht und so findet man online teils abenteuerliche Versuche, wie man dieses Quietschen beheben kann. Corsair K100 AirDas Design der K100 Air ist edel und passt sowohl auf den Gamer-Tisch als auch ins Büro Ein weiterer Punkt für einen chronisch unverbesserlichen Am-Computer-Esser: Krümmel kann und muss man mühsam herausschütteln und dann hoffen, dass die tendenziell eher empfindlichen, an Apples Butterfly-Lösung erinnernden Schalter die Snacks ohne Schaden und die folgende Säuberung überstehen.

iCue: Ein Gigabyte an Features

An dieser Stelle muss man auch die iCue-Software von Corsair erwähnen: Diese hat bei vielen den Ruf, wesentlich besser zu sein als beispielsweise Razers Synapse. Und auch wenn ich durchaus zugebe, dass letztere so manche Eigenheit hat, die nervt: Wirklich besser empfinde ich iCue nicht, da die Software einigermaßen frickelig ist.


Ein weiterer Grund dafür ist, dass ein Deaktivieren der beispielsweise Feststelltaste zwar einfach vor sich geht, diese aber irgendwann einmal aus heiterem Himmel virtuell im aktivierten Caps-Lock hängenbleibt - und man Schwierigkeiten hat, das wieder wegzubekommen. Vielleicht liegt das alles daran, dass man sich da erst einmal einarbeiten müsste und dann sogar etliche Möglichkeiten hat - aber die Zeit will ich nicht investieren, um eine einzige Taste deaktivieren zu können. Dazu kommt: Die Software ist rund ein Gigabyte groß. Ein Gigabyte! Das kann und muss man als Overkill bezeichnen. Corsair K100 Air Aber zurück zur Hardware: Die Corsair K100 Air ist voller Features und bietet fast alles, was man sich von einer modernen Tastatur wünscht, darunter 2,4-GHz-Wireless-Verbindung, Bluetooth (dreifach), vier über dem Num-Pad platzierte Makro-Tasten und acht Megabyte interner Speicher. Auf letzterem können bis zu 50 Profile gespeichert werden.

Auch eine RGB-Beleuchtung für einzelne Keys darf nicht fehlen, diese bietet aber einen nicht ganz so kräftigen Farbton, wie er etwa bei den Gaming-Tastaturen von Razer oder Logitech üblich ist. Dadurch wirkt die Tastatur zwar etwas "blasser", allerdings ist die regelrecht grelle Beleuchtung der Konkurrenz auch nicht jedermanns Sache. Mit aktivierter Beleuchtung hält der Akku übrigens laut Corsair etwa 50 Stunden, ohne sind es laut Hersteller rund 200 Stunden. Gemessen habe ich das nicht, aber gefühlt hält sie tatsächlich lange (genug). Corsair K100 AirBeleuchtung: Die Farben sind nicht ganz so grell wie bei der Konkurrenz Auch Gamer werden nicht allesamt von der K100 Air begeistert sein. Denn die Tastatur ist nur mit taktilen Switches erhältlich. Das ist zwar für jemanden, der das Schreibgefühl einer Laptop-Tastatur sucht, eine gute Sache und reicht auch für ganz normales Nebenbei-Spielen. In Games, in denen besonders schnelle Tastenaktionen erforderlich sind, könnte so mancher jedoch an Grenzen stoßen. Allerdings haben Gamer, die darauf großen Wert legen, wohl ohnehin andere Peripherie vor dem Monitor liegen.

Fazit

Wie anfangs erwähnt, habe ich mir die Corsair K100 Air aus einem speziellen Anlass besorgt: Um mein katastrophal schlampiges Tippen zu minimieren. Gelungen ist mir das ehrlicherweise nicht wirklich. Vermutlich muss ich tatsächlich einmal ein paar Wochen Urlaub nehmen, nichts schnell, also beruflich tippen müssen und den "Zehnfinger-Intensivkurs für Idioten" absolvieren.

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Denn ich bin immer noch ein schneller, aber extrem schlampiger Tipper. Ein wenig besser ist es mit der K100 Air zwar geworden - eine Wunderheilung war aber nicht möglich. Dennoch habe ich die K100 Air mehr als nur zu schätzen gelernt, denn die Tastatur fühlt sich einfach klasse an und macht sich insgesamt optisch bestens auf dem Schreibtisch.

Das letzte und vielleicht größte Aber kann allerdings nicht unerwähnt bleiben: Mit einer UVP von 299 Euro und einem Straßenpreis von rund 260 Euro ist die K100 Air Wireless alles andere als ein Schnäppchen. Die Qualität stimmt hier sicherlich, aber ob man tatsächlich so viel für ein Keyboard investieren soll und will, das bleibt jedem selbst überlassen. Ich jedenfalls werde bei der K100 Air bleiben und weiter die Backspace-Taste im Dauereinsatz haben - das aber mit einem guten Gefühl, die vielen Fehler auf einer edlen und besonderen Tastatur zu korrigieren. Siehe auch:
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