Unerwartete Schwäche: Gen Z scheitert oft an der Computertastatur
Die Generation Z gilt als digital versiert, doch nun wurde eine doch eher überraschende Lücke in ihren Fähigkeiten aufgedeckt: Tippen auf einer Computertastatur. Die Ursache dafür ist allerdings nicht überraschend, denn Jüngere tippen immer häufiger (nur) auf dem Mobilgerät.
Die Zahl der US-Highschools, die Tastaturschreiben unterrichten, ist in den letzten 25 Jahren auch drastisch gesunken. Während im Jahr 2000 noch etwa 44 Prozent der Highschool-Absolventen einen Tastaturkurs belegt hatten, betrug diese Zahl 2019 nur noch 2,5 Prozent. Das US-amerikanische Bildungsministerium führt diese Entwicklung darauf zurück, dass Pädagogen oft fälschlicherweise davon ausgehen, dass die technikaffine Generation Z das Tippen bereits beherrsche.
Die mangelnden Tippfähigkeiten haben weitreichende Konsequenzen: Viele Studenten greifen auf Spracherkennungssoftware zurück, um längere Texte zu verfassen. Doch diese Methode führt oft zu grammatikalischen Fehlern und ist auch verhältnismäßig zeitaufwendig. Jonah Maier (23) sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass er bei seiner 20-seitigen Abschlussarbeit zur Hälfte auf Spracherkennung umstieg, aber aufgrund der vielen Fehler schließlich doch "auf altmodische Weise" weiter tippte.
Einige US-Schulbezirke ergreifen bereits Maßnahmen. In Oklahoma City organisierte Christine Mueller einen "Key Bee", einen Tippwettbewerb im Stil eines Buchstabierwettbewerbs. Der Erfolg war beachtlich: Der schnellste Schüler erreichte 91 Wörter pro Minute, und die durchschnittliche Tippgeschwindigkeit in einer vierten Klasse stieg von 13 auf 25 Wörter pro Minute.
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Siehe auch:
Digital Natives mit analoger Schwäche
Die Generation Z, also Menschen, die zwischen 1997 und 2012 geboren worden sind, wird oft als "Digital Natives" bezeichnet. Sie sind mit Smartphones, Tablets und Laptops aufgewachsen und verbringen laut einer Studie des Pew Research Centers fast die Hälfte ihrer wachen Zeit online. Doch wie das Wall Street Journal berichtet, haben viele dieser vermeintlich technikaffinen jungen Menschen eine überraschende Schwäche: Sie können nicht effizient mit einer Computertastatur umgehen.Die Zahl der US-Highschools, die Tastaturschreiben unterrichten, ist in den letzten 25 Jahren auch drastisch gesunken. Während im Jahr 2000 noch etwa 44 Prozent der Highschool-Absolventen einen Tastaturkurs belegt hatten, betrug diese Zahl 2019 nur noch 2,5 Prozent. Das US-amerikanische Bildungsministerium führt diese Entwicklung darauf zurück, dass Pädagogen oft fälschlicherweise davon ausgehen, dass die technikaffine Generation Z das Tippen bereits beherrsche.
Die mangelnden Tippfähigkeiten haben weitreichende Konsequenzen: Viele Studenten greifen auf Spracherkennungssoftware zurück, um längere Texte zu verfassen. Doch diese Methode führt oft zu grammatikalischen Fehlern und ist auch verhältnismäßig zeitaufwendig. Jonah Maier (23) sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass er bei seiner 20-seitigen Abschlussarbeit zur Hälfte auf Spracherkennung umstieg, aber aufgrund der vielen Fehler schließlich doch "auf altmodische Weise" weiter tippte.
Tablets statt Tastaturen
Ein weiterer Trend zeigt sich in der Vorliebe für Tablets. die 18-jährige Paige DeChaney schrieb eine achtseitige Arbeit komplett auf ihrem iPad. Sie kennt das Layout der Bildschirmtastatur gut und nutzt alle Finger zum schnellen Tippen. Laut der Online-Lernplattform Canvas wurden zwischen März und Mai 39 Prozent aller Schüleraufgaben von mobilen Geräten hochgeladen.Auswirkungen auf Prüfungen
Tim Dikun, Chief Operating Officer der Lernplattform Teaching.com, sieht einen Zusammenhang zwischen Tippfähigkeiten und Prüfungsergebnissen: "Schüler werden höhere Testergebnisse erzielen, wenn sie nicht darüber nachdenken müssen, wie sie tippen, sondern sich auf den Inhalt konzentrieren können." Mit der zunehmenden Digitalisierung von Prüfungen erwarten Experten eine Rückbesinnung auf den Tastaturunterricht.Einige US-Schulbezirke ergreifen bereits Maßnahmen. In Oklahoma City organisierte Christine Mueller einen "Key Bee", einen Tippwettbewerb im Stil eines Buchstabierwettbewerbs. Der Erfolg war beachtlich: Der schnellste Schüler erreichte 91 Wörter pro Minute, und die durchschnittliche Tippgeschwindigkeit in einer vierten Klasse stieg von 13 auf 25 Wörter pro Minute.
Historischer Kontext
Interessanterweise ist die Debatte um Tippfähigkeiten nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren, als Personal Computer in Schulen und Büros Einzug hielten, gab es Diskussionen über die Notwendigkeit von Tippkursen. Damals setzte sich die Ansicht durch, dass Tastaturschreiben eine grundlegende Fähigkeit für die moderne Arbeitswelt sei. Heute scheint diese Erkenntnis in Vergessenheit geraten zu sein.Download TIPP10 - Zehnfingersystem erlernen Wie tippt Ihr eigentlich? Ist für Euch eine klassische Tastatur unverzichtbar oder könnt Ihr genauso gut bzw. einfach auf Touchscreen-basierte Eingabemethoden ausweichen?
Zusammenfassung
- Generation Z hat Schwächen im Umgang mit Computertastaturen
- Viele nutzen Spracherkennung für das Verfassen langer Texte
- Tablets und mobile Geräte bevorzugt für Schularbeiten
- Rückgang der Tastaturkurse in US-Highschools seit 2000
- Zusammenhang zwischen Tippfähigkeiten und Prüfungsergebnissen
- Einige Schulbezirke fördern Tippfähigkeiten aktiv
- Debatte um Tippfähigkeiten besteht seit den 1980er Jahren
Siehe auch:
- Neues Windows 11-Feature: Xbox-Controller wird zur Tastatur
- OnePlus Pad 2 mit Tastatur für 500 Euro: Wer braucht da ein Surface?
- GPD Duo: Dual-Screen-Laptop mit zwei Scharnieren & voller Tastatur?
- Corsair K100 Air im Test: Auf der Suche nach der perfekten Tastatur
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