Insider wirft Boeing "kriminelle Vertuschung" beim 737 Max-Vorfall vor
Der US-Flugzeugbauer Boeing steckt seit Jahren in einer Dauerkrise, doch mittlerweile reagiert in Seattle das Motto "Schlimmer geht's immer". Denn bei einer Untersuchung des US-Senats zum Alaska Airlines-Vorfall machte ein Insider dem Unternehmen schwere Vorwürfe.
Derzeit befasst sich eine Untersuchungskommission des US-Senats mit den Vorfällen und dabei sagte auch Ed Pierson aus. Dieser war bis 2018 Senior Manager in einer 737-Fabrik und hat bereits zuvor die Sicherheit der Maschinen kritisiert. Im Fall des Alaska-Airlines-Vorfalls machte er Boeing schwere Vorwürfe und sagte gegenüber dem Ausschuss aus: "Ich werde das nicht beschönigen, das ist eine kriminelle Vertuschung."
Wie Business Insider berichtet, stehen im Mittelpunkt der Untersuchung die entfernten bzw. fehlenden Bolzen beim an sich versiegelten Türelement, das später herausgerissen wurde. Hier verwies Boeing aber darauf, dass es hierzu keine Dokumente gebe, die man weitergeben könnte.
Dem widerspricht Pierce und sagte: "Es gibt tatsächlich Aufzeichnungen. Ich weiß das, weil ich sie persönlich an das FBI weitergegeben habe." Auf Nachfrage, wie er diese Dokumente bekommen habe, sagte der ehemalige Boeing-Manager, dass sie von einem "internen Whistleblower" stammen.
Es ist unklar, welche Dokumente Pierce bekommen bzw. weitergegeben hat. Dabei könnte es sich um eine Datenbank handeln, die zur Verfolgung von Problemen in der 737 Max-Fabrik verwendet wird, dem sogenannten "Shipside Action Tracker". Diese Informationen hat die Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board aber eigenen Angaben nach bereits und es sind womöglich auch nicht die Dokumente, die man sucht.
Siehe auch:
Tür-Panel einer Boeing 737 Max 9 flog heraus
Im Januar dieses Jahres mussten die Passagiere an Bord eines Fluges von Alaska Airlines einen dramatischen Vorfall erleben, denn bei einer Boeing 737 Max 9 wurde in der Luft ein Seitenpanel herausgerissen. Glücklicherweise kamen alle mit dem Schrecken davon. Das gilt nicht für den Flugzeugbauer, denn zum bereits schwer angeschlagenen Hersteller aus Seattle werden fast jede Woche neue brisante Details bekannt, die man am besten mit "Pfusch, Pleiten, Pech und Pannen" zusammenfassen kann.Derzeit befasst sich eine Untersuchungskommission des US-Senats mit den Vorfällen und dabei sagte auch Ed Pierson aus. Dieser war bis 2018 Senior Manager in einer 737-Fabrik und hat bereits zuvor die Sicherheit der Maschinen kritisiert. Im Fall des Alaska-Airlines-Vorfalls machte er Boeing schwere Vorwürfe und sagte gegenüber dem Ausschuss aus: "Ich werde das nicht beschönigen, das ist eine kriminelle Vertuschung."
Wie Business Insider berichtet, stehen im Mittelpunkt der Untersuchung die entfernten bzw. fehlenden Bolzen beim an sich versiegelten Türelement, das später herausgerissen wurde. Hier verwies Boeing aber darauf, dass es hierzu keine Dokumente gebe, die man weitergeben könnte.
Dem widerspricht Pierce und sagte: "Es gibt tatsächlich Aufzeichnungen. Ich weiß das, weil ich sie persönlich an das FBI weitergegeben habe." Auf Nachfrage, wie er diese Dokumente bekommen habe, sagte der ehemalige Boeing-Manager, dass sie von einem "internen Whistleblower" stammen.
Es ist unklar, welche Dokumente Pierce bekommen bzw. weitergegeben hat. Dabei könnte es sich um eine Datenbank handeln, die zur Verfolgung von Problemen in der 737 Max-Fabrik verwendet wird, dem sogenannten "Shipside Action Tracker". Diese Informationen hat die Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board aber eigenen Angaben nach bereits und es sind womöglich auch nicht die Dokumente, die man sucht.
Zusammenfassung
- Boeing steckt in einer schweren, lang anhaltenden Krise
- Insider macht schwere Vorwürfe nach Alaska Airlines-Vorfall
- Seitenpanel einer Boeing 737 Max 9 wurde in der Luft herausgerissen
- US-Senatsuntersuchung befasst sich mit den Vorfällen
- Ed Pierson kritisiert Sicherheitsmängel und spricht von Vertuschung
- Fehlende Bolzen bei versiegeltem Türelement im Fokus
- Pierson hat Beweisdokumente an das FBI übergeben
Siehe auch:
- Whistleblower sagt, dass auch Boeing 787 Dreamliner Probleme hat
- Social Media-Nutzer überziehen Boeing mit Spott - dort lacht man nicht
- Ryanair-Chef: "Finden ständig Pannen und Fehler in Boeing-Maschinen"
- NASA & Boeing trauen sich, Astronauten an Bord des Starliner zu lassen
- Neue Probleme, neuer Pfusch: Boeing schlittert in Jahrhundertkrise
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