Boeing 787: Inspektionen wurden ausgelassen, Prüfberichte gefälscht
Die Probleme bei Boeing sind und bleiben gewaltig, der Flugzeugbauer schafft es irgendwie, dass die Krise immer tiefer wird. Denn nach dem Vorfall an Bord einer Alaska Airlines-Maschine vom Anfang des Jahres vergeht kaum eine Woche ohne pikante oder skandalöse Enthüllung.
Denn nun hat die US-amerikanische Flugaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) mitgeteilt, dass sie untersuchen werde, ob Boeing vorgeschriebene Inspektionen durchgeführt hat "und ob Mitarbeiter des Unternehmens möglicherweise Flugzeugunterlagen gefälscht haben". Konkret hat die FAA den Verdacht, dass einige Inspektionsschritte bei der Boeing 787 Dreamliner hinsichtlich der elektrischen Sicherheitsvorkehrungen in den Verbindungsstellen zwischen den Flügeln und dem Rumpf schlichtweg ausgelassen wurden.
Laut Wall Street Journal ist es nicht klar, ob das zur Folge hat, dass Boeing-Maschinen, die derzeit im Dienst sind, nachträglich zur Kontrolle müssen. Laut der FAA werde Boeing umgehend alle 787, die in Produktion sind, neu prüfen, für bereits fliegende Maschinen hat das Unternehmen den Auftrag bekommen, einen Plan zu formulieren, wie man das nachholen kann.
Siehe auch:
Boeing: Schlimmer geht immer
Es ist kaum noch möglich, neue Negativ-Superlative zu finden, um das Ausmaß der Probleme bei Boeing zu beschreiben. Denn immer dann, wenn man denkt, dass es eigentlich nicht schlimmer geht, belehrt einen der Flugzeugbauer aus Seattle eines Besseren oder wohl eher Schlechteren.Denn nun hat die US-amerikanische Flugaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) mitgeteilt, dass sie untersuchen werde, ob Boeing vorgeschriebene Inspektionen durchgeführt hat "und ob Mitarbeiter des Unternehmens möglicherweise Flugzeugunterlagen gefälscht haben". Konkret hat die FAA den Verdacht, dass einige Inspektionsschritte bei der Boeing 787 Dreamliner hinsichtlich der elektrischen Sicherheitsvorkehrungen in den Verbindungsstellen zwischen den Flügeln und dem Rumpf schlichtweg ausgelassen wurden.
Laut Wall Street Journal ist es nicht klar, ob das zur Folge hat, dass Boeing-Maschinen, die derzeit im Dienst sind, nachträglich zur Kontrolle müssen. Laut der FAA werde Boeing umgehend alle 787, die in Produktion sind, neu prüfen, für bereits fliegende Maschinen hat das Unternehmen den Auftrag bekommen, einen Plan zu formulieren, wie man das nachholen kann.
"Kein Flugsicherheitsproblem"
Der für das Boeing-787-Programm hauptverantwortliche Manager Scott Stocker teilte allerdings in einer internen Nachricht mit, dass man hier keine unmittelbaren Probleme gefunden habe: "Glücklicherweise hat unser Ingenieursteam festgestellt, dass dieses Fehlverhalten kein unmittelbares Flugsicherheitsproblem verursacht hat". Allerdings kann und muss man zu diesem Zeitpunkt wohl jedes Statement von Boeing mit großer Skepsis sehen.
Zusammenfassung
- Boeing steckt in einer tiefen und sich weiter vertiefenden Krise
- Alaska Airlines-Vorfall löst Serie von Enthüllungen aus
- FAA untersucht mögliche Fälschungen bei Boeing-Inspektionen
- Verdacht auf ausgelassene Sicherheitschecks am 787 Dreamliner
- Boeing muss alle 787 in Produktion neu prüfen
- Bestehende 787 Flugzeuge benötigen eventuell Nachkontrollen
- Boeing-Management versichert, keine unmittelbare Gefahr festgestellt zu haben
Siehe auch:
- Wieder nix: Erster bemannter Boeing Starliner-Flug vorerst abgesagt
- Countdown läuft: Boeing bestätigt letzte Startvorbereitung für Starliner
- Nächster Schock: Boeing 767 verliert Notrutsche mitten im Flug über NY
- Boeing Starliner: Erster bemannter Flug hat einen Termin, und zwar bald
- Insider wirft Boeing "kriminelle Vertuschung" beim 737 Max-Vorfall vor
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