Tests vorbei: Lithiumabbau in deutschen Geothermieanlagen startet
Im Oberrheingraben wird jetzt ganz offiziell Lithium gefördert. Das deutsch-australische Unternehmen Vulcan Energie hat nach längerer Testphase die kommerzielle Gewinnung des Materials aus dem Solewasser, das in Geothermiekraftwerken gefördert wird, gestartet.
Vulcan schaltet im Kern nur noch einen Extraktionsmechanismus in diesen Kreislauf. Durch Anwendung der direkten Lithiumextraktion durch Adsorption (A-DLE) konnte das Unternehmen eine Effizienz von über 90 Prozent bei der Extraktion des Lithiums aus geothermischer Sole erreichen. Ein Ergebnis, das so auch bereits in Vulcans Laboren und Pilotanlagen in Insheim erreicht werden konnte, wo das Extraktionsverfahren über drei Jahre und mehr als 10.000 Stunden getestet wurde.
In Landau ist nun die erste Lithiumextraktionsoptimierungsanlage (LEOP) in Betrieb gegangen, wie die Firma ausführte. Über 40 Millionen Euro wurden hier investiert. Der Hauptzweck des Systems ist es weiterhin, die Betriebsabläufe zu optimieren, Produktqualitätstests durchzuführen und das Produktionsteam im Hinblick auf den Betrieb einer kommenden kommerziellen Anlage zu schulen.
Das abgeschiedene Lithiumchlorid wird dann in einem weiteren Schritt zu batteriefertigem Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) veredelt. Die dafür benötigte Anlage wird aktuell im Industriepark in Frankfurt-Höchst gebaut. Ende 2025 sollen dann die ersten Abnehmer beliefert werden. Wenn die Anlagen unter voller Kapazität laufen, soll genug Lithium für rund 500.000 Autobatterien pro Jahr bereitgestellt werden können.
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Erstes rein europäisches Lithium
"Dies ist das erste Lithium, das vollständig in Europa hergestellt wurde", teilte das Unternehmen mit. Zudem ist die Förderung besonders umweltschonend. Denn das heiße Solewasser wird in den Geothermieanlagen der Region ohnehin an die Oberfläche geholt und zur Energiegewinnung genutzt, bevor man es in die Tiefe zurückpumpt.Vulcan schaltet im Kern nur noch einen Extraktionsmechanismus in diesen Kreislauf. Durch Anwendung der direkten Lithiumextraktion durch Adsorption (A-DLE) konnte das Unternehmen eine Effizienz von über 90 Prozent bei der Extraktion des Lithiums aus geothermischer Sole erreichen. Ein Ergebnis, das so auch bereits in Vulcans Laboren und Pilotanlagen in Insheim erreicht werden konnte, wo das Extraktionsverfahren über drei Jahre und mehr als 10.000 Stunden getestet wurde.
In Landau ist nun die erste Lithiumextraktionsoptimierungsanlage (LEOP) in Betrieb gegangen, wie die Firma ausführte. Über 40 Millionen Euro wurden hier investiert. Der Hauptzweck des Systems ist es weiterhin, die Betriebsabläufe zu optimieren, Produktqualitätstests durchzuführen und das Produktionsteam im Hinblick auf den Betrieb einer kommenden kommerziellen Anlage zu schulen.
Stoff für 500.000 Autos
Der Oberrheingraben birgt das größte Lithiumvorkommen Europas und ist außerdem eine Quelle für Erneuerbare Wärme, so Vulcan. Man werde beide Ressourcen nutzen, um die Lithiumproduktion für Batterien für Elektroautos in Europa mithilfe der erneuerbaren Energie aus Geothermie zu dekarbonisieren.Das abgeschiedene Lithiumchlorid wird dann in einem weiteren Schritt zu batteriefertigem Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) veredelt. Die dafür benötigte Anlage wird aktuell im Industriepark in Frankfurt-Höchst gebaut. Ende 2025 sollen dann die ersten Abnehmer beliefert werden. Wenn die Anlagen unter voller Kapazität laufen, soll genug Lithium für rund 500.000 Autobatterien pro Jahr bereitgestellt werden können.
Zusammenfassung
- Lithiumgewinnung im Oberrheingraben durch Vulcan Energie begonnen
- Erstes vollständig in Europa hergestelltes Lithium
- Umweltschonende Förderung mittels Geothermiekraftwerken
- Effizienz über 90% bei Lithiumextraktion aus Sole
- Lithiumextraktionsoptimierungsanlage in Landau gestartet
- Investition von über 40 Millionen Euro in LEOP
- Ziel: Dekarbonisierung der Lithiumproduktion für E-Auto-Batterien
- Bau einer Anlage zur Veredelung zu Lithiumhydroxidmonohydrat
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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