Überraschung: Vulkan in den USA könnte Lithium-Welthandel verändern
Die größten bekannten Lithium-Vorkommen liegen in Bolivien und Argentinien. Eine neue Analyse liefert jetzt eine große Überraschung. Mitten in den USA könnte eine bisher unentdeckte Lagerstätte des wertvollen Rohstoffes liegen, die noch einmal deutlich größer ist.
Wie Chemistry World berichtet, wollen Wissenschaftler an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Oregon eine Lithium-Lagerstätte entdeckt haben, welche die bisherigen Rekordhalter deutlich in den Schatten stellen könnte. Nach ersten Schätzungen könnten hier in einem Gebiet bis zu 40 Millionen Tonnen des Rohstoffs lagern.
Wie die Entdecker beschreiben, geht das Vorkommen wohl auf ungewöhnliche vulkanische Aktivitäten zurück. Das Lithium findet sich in der sogenannten McDermitt-Caldera, einem Krater, der vor etwa 16,4 Millionen Jahre bei einem Ausbruch entstanden war. Über Millionen Jahre soll sich dann eine Schicht aus sogenanntem Illit im Krater eingelagert haben.
Wie die Analyse der Forscher zeigt, bietet das entdeckte Vorkommen noch einen weiteren großen Vorteil. Der "ungewöhnliche Tonstein" enthält demnach rund 1,3 bis 2,4 % Lithium, ein deutlich höherer Wert als bei den bisher wichtigsten lithiumhaltigen Vorkommen. Damit könnte der Abbau deutlich ressourcenschonender erfolgen.
Siehe auch:
USA entdeckt Lithium-Schatz: Neues größtes Vorkommen
Bei der Herstellung von modernen Batterien und Akkumulatoren und für viele weitere Technologien ist Lithium unverzichtbar. Nach aktuellen Schätzungen wird sich der weltweite Bedarf zwischen 2019 und 2030 verdoppeln. Das größte bekannte Vorkommen liegt in Bolivien und umfasst rund 21 Millionen Tonnen des Rohstoffs, gefolgt von Argentinien mit 20 Millionen Tonnen. Jetzt kommt es in den USA zu einem überraschenden Fund.Wie Chemistry World berichtet, wollen Wissenschaftler an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Oregon eine Lithium-Lagerstätte entdeckt haben, welche die bisherigen Rekordhalter deutlich in den Schatten stellen könnte. Nach ersten Schätzungen könnten hier in einem Gebiet bis zu 40 Millionen Tonnen des Rohstoffs lagern.
Spannende Geschichte
"Wenn man ihren Schätzungen Glauben schenkt, handelt es sich um ein sehr, sehr bedeutendes Lithium-Vorkommen", so Anouk Borst, Geologie-Expertin aus Dänemark zu dem Fund. Eine solch große Entdeckung könnte demnach die Dynamik des Lithiummarktes weltweit verändern - und Versorgungssicherheit sowie Preise deutlich beeinflussen.Wie die Entdecker beschreiben, geht das Vorkommen wohl auf ungewöhnliche vulkanische Aktivitäten zurück. Das Lithium findet sich in der sogenannten McDermitt-Caldera, einem Krater, der vor etwa 16,4 Millionen Jahre bei einem Ausbruch entstanden war. Über Millionen Jahre soll sich dann eine Schicht aus sogenanntem Illit im Krater eingelagert haben.
Wie die Analyse der Forscher zeigt, bietet das entdeckte Vorkommen noch einen weiteren großen Vorteil. Der "ungewöhnliche Tonstein" enthält demnach rund 1,3 bis 2,4 % Lithium, ein deutlich höherer Wert als bei den bisher wichtigsten lithiumhaltigen Vorkommen. Damit könnte der Abbau deutlich ressourcenschonender erfolgen.
Zusammenfassung
- Lithium: größte bisher bekannte Reserven in Bolivien (21 Mio. Tonnen)
- Mögliche neue, größere Lagerstätte in USA entdeckt
- Geschätzte Menge in neuer Lagerstätte: bis zu 40 Millionen Tonnen
- Fund könnte weltweiten Lithiummarkt beeinflussen
- Lithiumgehalt in neuer Lagerstätte höher als in bisherigen Fundstellen
Siehe auch:
- Geothermie kann Deutschland über Jahrzehnte Lithium liefern
- Wichtige Landmarke: NASA will Lithiumabbau in Salzsee verhindern
- Lithium: Rohstoffbranche kommt zunehmend in Lieferprobleme
- Lithium-Ionen-Akkus: Stärker durch Silizium, aber auch Probleme
- KIT: Lithium-Recycling aus Akkus ohne viel Chemie und Energie
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