Noch mehr Unterseekabel kaputt:
Teile Afrikas sind komplett offline
Vor der Westküste Afrikas sind mehrere unterseeisch verlaufende Datenleitungen beschädigt worden. In mehreren Ländern West- und Zentralafrikas sind die Nutzer dadurch nahezu vollständig offline, in anderen Regionen kommt es zu Engpässen.
Dass es zu Defekten an Unterseekabeln kommt, ist nichts ungewöhnliches. Denn die Leitungen werden im Grunde schlicht auf dem Meeresboden abgelegt und niemand analysiert, welche möglichen Störquellen dort lauern. Allerdings betreffen solche Probleme dann eher einzelne Kabel, im vorliegenden Fall sind jedoch gleich vier Verbindungen unterschiedlicher Betreiber ausgefallen.
Seekabel vor Afrika ...
... und betroffene Regionen laut Cloudflare
Nach Angaben Microsofts, das die Backbone-Infrastruktur für sein globales Cloud-System im Blick behält, sind die Leitungen WACS, MainOne, SAT3 und ACE von den Störungen betroffen. Demnach verschärfe sich das Problem hier dadurch, dass auch mehrere Unterseekabel im Roten Meer noch immer nicht repariert sind, sodass Ausweichrouten über die Ostküste Afrikas auch nicht funktionieren. Die dortigen Kabel wurden durch Sabotage der Huthi-Rebellen im Jemen beschädigt.
Ghana quasi komplett offline (Grafik: Cloudflare)
Vorteilhaft könnte sich auswirken, dass die defekten Stellen offenbar nicht weit von den Anlandestellen an den Küsten entfernt sind. Das dürfte Reparaturarbeiten leichter machen, als wenn man sich auf hoher See auf die Suche machen muss. Ein Zeitrahmen für die Beseitigung der Störung lässt sich derzeit aber nicht nennen.
Siehe auch:
Vier Leitungen betroffen
Der afrikanische Unterseekabelbetreiber Seacom bestätigte bereits, dass die Dienste auf seinem westafrikanischen Kabelsystem ausgefallen sind. Teils seien Kunden auf andere Verbindungen umgeleitet worden, sofern dies möglich war. Dies entspricht ohnehin dem normalen Routing-Verhalten des Internets. Wenn allerdings lokale Netze - wie es in einigen Ländern der Fall ist - komplett an einem der beschädigten Kabel hängen, ist ein Totalausfall die Folge.Dass es zu Defekten an Unterseekabeln kommt, ist nichts ungewöhnliches. Denn die Leitungen werden im Grunde schlicht auf dem Meeresboden abgelegt und niemand analysiert, welche möglichen Störquellen dort lauern. Allerdings betreffen solche Probleme dann eher einzelne Kabel, im vorliegenden Fall sind jedoch gleich vier Verbindungen unterschiedlicher Betreiber ausgefallen.
Seekabel vor Afrika ...
... und betroffene Regionen laut Cloudflare
Nach Angaben Microsofts, das die Backbone-Infrastruktur für sein globales Cloud-System im Blick behält, sind die Leitungen WACS, MainOne, SAT3 und ACE von den Störungen betroffen. Demnach verschärfe sich das Problem hier dadurch, dass auch mehrere Unterseekabel im Roten Meer noch immer nicht repariert sind, sodass Ausweichrouten über die Ostküste Afrikas auch nicht funktionieren. Die dortigen Kabel wurden durch Sabotage der Huthi-Rebellen im Jemen beschädigt.
Ghana quasi komplett offline (Grafik: Cloudflare)
Dauer ungewiss
Besonders betroffen sind die Staaten Elfenbeinküste, Liberia, Benin, Ghana, Burkina Faso und Togo, wie sich beispielsweise anhand von Cloudflare-Daten sehen lässt. Wie lange die Störungen andauern werden, lässt sich aktuell bislang nicht sagen. Für gewöhnlich müssen erst Spezialschiffe in die entsprechende Region verlegt werden und nach den betroffenen Stellen suchen.Vorteilhaft könnte sich auswirken, dass die defekten Stellen offenbar nicht weit von den Anlandestellen an den Küsten entfernt sind. Das dürfte Reparaturarbeiten leichter machen, als wenn man sich auf hoher See auf die Suche machen muss. Ein Zeitrahmen für die Beseitigung der Störung lässt sich derzeit aber nicht nennen.
Zusammenfassung
- Unterseekabel vor Westafrika beschädigt
- Nutzer in West-/Zentralafrika teils komplett offline
- Seacom bestätigt Ausfall westafrikanischer Dienste
- Umlenkung auf andere Verbindungen teilweise möglich
- Vier Kabel verschiedener Betreiber betroffen
- Staaten wie Elfenbeinküste und Ghana stark betroffen
- Reparaturzeitpunkt der Kabel ungewiss
Siehe auch:
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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