Sabotage wahrscheinlich: Wichtige Unterseekabel in der Ostsee gekappt
Zwei wichtige Unterseekabel in der Ostsee sind ausgefallen. Das weckt Befürchtungen über mögliche Sabotage. Die Vorfälle erinnern an frühere Zwischenfälle in der Region und haben Auswirkungen auf die Kommunikationsinfrastruktur mehrerer Länder.
Das zweite betroffene Kabel, bekannt als C-Lion, verbindet Finnland und Deutschland über eine Strecke von fast 1200 Kilometern. Es ist die einzige direkte Verbindung dieser Art zwischen Finnland und Zentraleuropa. Der Ausfall wurde von Cinia, dem staatlich kontrollierten finnischen Unternehmen, das die Verbindung betreibt, bestätigt. Die genaue Ursache für diesen Ausfall ist noch unklar, aber die Umstände lassen eine vorsätzliche Beschädigung vermuten. Infrastruktur: Diese Seekabel verbinden Deutschland mit dem Internet
Diese Vorfälle wecken Erinnerungen an frühere Zwischenfälle in der Ostsee, darunter die Beschädigung einer Gaspipeline und mehrerer Unterseekabel im letzten Jahr sowie die Explosionen an den Nord-Stream-Gaspipelines im Jahr 2022. Der Hauptverdächtige ist hier natürlich Russland. Die Vorfälle kommen auch nicht ohne Vorwarnung: Erst im September warnte die US-Regierung vor einem erhöhten Risiko russischer Sabotage.
Die Auswirkungen der Kabelausfälle waren zunächst beträchtlich. Das litauisch-schwedische Kabel ist in der Regel für etwa ein Drittel der Internetkapazität Litauens verantwortlich. Die gute Nachricht: Die Kapazität konnte inzwischen wiederhergestellt werden, da wichtige Datenströme in der Regel über mehrere Kabel geleitet werden, um die Abhängigkeit von einer einzelnen Verbindung zu vermeiden.
Die Reparatur der beschädigten Kabel wird einige Zeit in Anspruch nehmen: Beim C-Lion-Kabel zwischen Deutschland und Finnland rechnet Cinia - abhängig von den Wetterbedingungen - mit einer Reparaturdauer von 5 bis 15 Tagen. Die Reparatur des litauisch-schwedischen Kabels wird hingegen voraussichtlich mehrere Wochen dauern.
Siehe auch:
Kommunikationsadern der Ostsee unterbrochen
In der Ostsee sind zwei bedeutende Unterseekabel für Internetkommunikation ohne ersichtlichen Grund ausgefallen. Das erste Kabel, das Litauen und Schweden verbindet, wurde am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr Ortszeit unterbrochen. Audrius Stasiulaitis, Sprecher des litauischen Telekommunikationsunternehmens Telia, teilte mit, dass man bestätigen könne, "dass die Unterbrechung des Internetverkehrs nicht durch einen Geräteausfall verursacht wurde, sondern durch physische Beschädigung des Glasfaserkabels."Das zweite betroffene Kabel, bekannt als C-Lion, verbindet Finnland und Deutschland über eine Strecke von fast 1200 Kilometern. Es ist die einzige direkte Verbindung dieser Art zwischen Finnland und Zentraleuropa. Der Ausfall wurde von Cinia, dem staatlich kontrollierten finnischen Unternehmen, das die Verbindung betreibt, bestätigt. Die genaue Ursache für diesen Ausfall ist noch unklar, aber die Umstände lassen eine vorsätzliche Beschädigung vermuten. Infrastruktur: Diese Seekabel verbinden Deutschland mit dem Internet
Verdacht auf koordinierte Aktion
Wie CNN berichtet, liegen die Störungsstellen der beiden Kabel etwa 100 bis 105 Kilometer voneinander entfernt. Das hat natürlich umgehend Spekulationen über einen möglichen Zusammenhang zwischen den Vorfällen ausgelöst. Die Außenminister Finnlands und Deutschlands äußerten in einer gemeinsamen Erklärung ihre tiefe Besorgnis über die Situation und wiesen auf die Möglichkeit "hybrider Kriegsführung" hin.Diese Vorfälle wecken Erinnerungen an frühere Zwischenfälle in der Ostsee, darunter die Beschädigung einer Gaspipeline und mehrerer Unterseekabel im letzten Jahr sowie die Explosionen an den Nord-Stream-Gaspipelines im Jahr 2022. Der Hauptverdächtige ist hier natürlich Russland. Die Vorfälle kommen auch nicht ohne Vorwarnung: Erst im September warnte die US-Regierung vor einem erhöhten Risiko russischer Sabotage.
Die Auswirkungen der Kabelausfälle waren zunächst beträchtlich. Das litauisch-schwedische Kabel ist in der Regel für etwa ein Drittel der Internetkapazität Litauens verantwortlich. Die gute Nachricht: Die Kapazität konnte inzwischen wiederhergestellt werden, da wichtige Datenströme in der Regel über mehrere Kabel geleitet werden, um die Abhängigkeit von einer einzelnen Verbindung zu vermeiden.
Die Reparatur der beschädigten Kabel wird einige Zeit in Anspruch nehmen: Beim C-Lion-Kabel zwischen Deutschland und Finnland rechnet Cinia - abhängig von den Wetterbedingungen - mit einer Reparaturdauer von 5 bis 15 Tagen. Die Reparatur des litauisch-schwedischen Kabels wird hingegen voraussichtlich mehrere Wochen dauern.
Zusammenfassung
- Zwei wichtige Unterseekabel in der Ostsee sind ohne erkennbaren Grund ausgefallen
- Litauisch-schwedisches Kabel und C-Lion zwischen Finnland und Deutschland betroffen
- Physische Beschädigung vermutet, Spekulationen über mögliche Sabotage kursieren
- Erinnerungen an frühere Zwischenfälle in der Ostsee werden wach
- Auswirkungen auf Internetkapazität, aber alternative Routen vorhanden
- Reparatur der Kabel wird voraussichtlich mehrere Tage bis Wochen dauern
- Außenminister äußern Besorgnis und verweisen auf mögliche 'hybride Kriegsführung'
Siehe auch:
- Lange Verhandlungen: Unterseekabel-Reparatur im Roten Meer läuft
- NATO arbeitet sicherheitshalber an Alternativrouten zu Unterseekabeln
- Google: 1 Mrd. Dollar für strategische Unterseekabel gegen China
- Noch mehr Unterseekabel kaputt: Teile Afrikas sind komplett offline
- USA und China führen einen neuen Kalten Krieg um Unterseekabel
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