Wieder die Huthi-Rebellen? - Vier Unterseekabel im Roten Meer defekt

Im Roten Meer sind mehrere Unterseekabel beschädigt worden. Es be­steht der Verdacht, dass die jemenitischen Huthi-Rebellen dafür verant­wortlich sein könnten - denn diese hatten bereits mit Angriffen auf die Datenleitungen gedroht.
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Wichtiger Engpass

Die Region ist nicht nur ein wichtiges Nadelöhr für Schifffahrtswege von Asien nach Europa, sondern auch für die Datenbackbones, mit denen die Kontinente verbunden sind. Durch die Straße von Bab al-Mandab, eine Meerenge am südlichen Ende des Roten Meeres, liegen gerade einmal 26 Kilometer zwischen der arabischen Halbinsel und Afrika. 15 Unterseekabel verlaufen hier entlang des Meeresgrundes.

Laut eines Berichtes des israelischen Globes sind an dieser Stelle seit Montag vier Datenverbindungen unterbrochen. Es betrifft die Kabel EIG, AAE-1, Seacom und TGN-EA, die von verschiedenen Betreibern verlegt wurden. Seacom hat bereits offiziell bestätigt, dass ein von ihnen betriebenes Kabel auf einer Strecke zwischen Kenia und Ägypten beschädigt wurde.


Aktuell ist unklar, wie schnell die Leitungen repariert werden können. "Die Lage des Kabelbruchs ist aufgrund der geopolitischen Sensibilität und der anhaltenden Spannungen von Bedeutung und stellt eine Herausforderung für Wartungs- und Reparaturarbeiten dar", so Seacom. "Das Team arbeitet derzeit an Zeitplänen für die Wiederherstellung und wird diese Pläne auch mit unseren Kunden kommunizieren."

Schutz für die Arbeit

Natürlich muss dafür gesorgt werden, dass das Reparaturschiff nicht vom Jemen aus beschossen wird, während es die defekte Stelle sucht und notwendige Arbeiten vornimmt. Denkbar daher, dass nicht nur das Spezialschiff selbst organisiert, sondern auch ein militärischer Schutz sichergestellt werden muss.

Die jüngsten Aktivitäten der Huthi-Rebellen stehen in Verbindung mit den Angriffen der palästinensischen Terror-Organisation Hamas auf Israel und die darauffolgenden Gegenaktionen. Die jemenitischen Rebellen stehen in enger Verbindung mit dem Iran, der den Terror gegen Israel unterstützt. In den letzten Wochen wurden bereits Handelsschiffe angegriffen, die nun die längere Route um Afrika herumfahren. Dies sorgte bereits für erhebliche Störungen in den Lieferketten europäischer Industrien und verschiedene Autowerke mussten zeitweise die Produktion stoppen.

Zusammenfassung
  • Mehrere Unterseekabel im Roten Meer beschädigt
  • Huthi-Rebellen könnten hinter den Schäden stehen
  • Wichtige Datenverbindungen wie EIG und AAE-1 betroffen
  • Reparatur der Kabel durch geopolitische Lage erschwert
  • Sicherheit des Reparaturschiffs muss gewährleistet werden
  • Huthi-Aktivitäten mit palästinensischen Angriffen verknüpft
  • Angriffe beeinträchtigen Lieferketten und europäische Industrie

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