EU prüft Klage: Hat Apple den Digital Markets Act bereits verletzt?
Nicht einmal 48 Stunden nach dem vollen Inkrafttreten des Digital Market Acts (DMA) könnte Apple sich schon eine erste Klage eingehandelt haben. Denn das Europäische Parlament scheint bereits jetzt zu prüfen, ob eine Missachtung des Gesetzes vorliegt.
Das Verhalten des Tech-Riesen "vermittelt mir den klaren Eindruck, dass sie unbedingt die Ersten sein wollen", so Schwab weiter zu einer potenziellen Klage. Auch der europäische Kommissar Thierry Breton ließ auf X verlauten, Entwickler sollten sich jetzt an der Umsetzung des DMA beteiligen.
Damit legt das Unternehmen weiterhin den Fokus auf ein Sicherheitsrisiko, das durch die Öffnung ihres Ökosystems entstünde. Auch in einem Support-Dokument auf der eigenen Webseite verfolgt Apple konsequent dieses Narrativ und spricht seinen Kunden gegenüber immer wieder von "Sicherheitsbedrohungen".
Siehe auch:
EU-Vertreter melden sich zu Wort
Bei einem möglichen Verfahren steht vor allem die Sperrung des Entwickler-Accounts von Publisher Epic Games im Fokus. Wie der deutsche Parlamentsabgeordnete Andreas Schwab gegenüber Wired mitteilt, ist Apples Herangehensweise "in der ganzen Angelegenheit ein wenig seltsam und deshalb leicht angreifbar".Das Verhalten des Tech-Riesen "vermittelt mir den klaren Eindruck, dass sie unbedingt die Ersten sein wollen", so Schwab weiter zu einer potenziellen Klage. Auch der europäische Kommissar Thierry Breton ließ auf X verlauten, Entwickler sollten sich jetzt an der Umsetzung des DMA beteiligen.
Warten auf Apples Stellungnahme
Die Europäische Kommission, die die Einhaltung des neuen Gesetzes überwacht, hatte von Apple bereits eine Stellungnahme gefordert, in der der Konzern die Gründe für die Sperrung des Epic-Accounts genauer erläutern soll. Währenddessen wird der Vorgang bereits untersucht, um zu überprüfen, ob Teile des DMA verletzt wurden.Apple sieht sich im Recht
Der amerikanische Konzern sieht sich aufgrund der Entscheidung eines kalifornischen Gerichts aus dem Jahr 2021 jedoch dazu befugt, Epics Account zu terminieren. Apples Sprecher Robert Saunders gab außerdem eine allgemeine Erklärung ab. Darin sagte er: "Apples Herangehensweise an den Digital Markets Act war von zwei einfachen Zielen geleitet: dem Gesetz zu folgen und das unabwendbare und erhöhte Risiko für EU-Nutzer zu reduzieren, das durch den DMA entsteht."Damit legt das Unternehmen weiterhin den Fokus auf ein Sicherheitsrisiko, das durch die Öffnung ihres Ökosystems entstünde. Auch in einem Support-Dokument auf der eigenen Webseite verfolgt Apple konsequent dieses Narrativ und spricht seinen Kunden gegenüber immer wieder von "Sicherheitsbedrohungen".
Zusammenfassung
- Apple könnte wegen DMA-Verletzung verklagt werden
- EU-Parlament prüft Apples Umgang mit Epic-Account
- Andreas Schwab hält Apples Verhalten für angreifbar
- Kommission verlangt Erklärung für Sperrung von Epic-Account
- Apple beruft sich auf US-Gerichtsurteil
- Apple betont wiederholt Sicherheitsrisiken durch DMA
Siehe auch:
- Neuerliche Eskalation: Apple sperrt Entwickler-Account von Epic Games
- iOS 17.4: Apple bringt und beschränkt Dritt-App-Stores gleich wieder
- Apple hat die nächste Monopol-Klage am Hals - diesmal geht's um iCloud
- Spotify-Erfolg: EU verhängt 1,8-Milliarden-Dollar-Strafe gegen Apple
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- iPadOS 27: Erste Blicke auf Apples neues Tablet-Betriebssystem
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