Ukraine: GUR-Hacker haben russisches Militärministerium geknackt

Den Hackern im Dienste des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR ist offenbar ein weiterer großer Erfolg gegen die russischen Invasoren gelungen. Es sei gelungen, in die Systeme des russischen Verteidigungsministeriums einzudringen.
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Vor nicht allzu langer Zeit machte der GUR von sich reden, als es gelang einen wichtigen Industriepartner des russischen Militärs zu hacken. In Anlehnung an den Euphemismus, mit dem das russische Regime den Angriffskrieg umschreibt, sprach der Geheimdienst von einer "erfolgreichen Spezialoperation gegen den Aggressor-Staat Russland".

Die ukrainischen Hacker sollen bei der Aktion umfangreiche sensible Daten des Gegners in ihren Besitz gebracht haben, was mit einigen veröffentlichten Screenshots belegt werden sollte. Dazu gehören:

  • Software, die vom russischen Verteidigungsministerium zum Schutz und zur Verschlüsselung von Daten verwendet wird
  • Eine Reihe von Geheimdienstdokumenten des russischen Verteidigungsministeriums, darunter Befehle, Berichte, Direktiven und verschiedene andere Dokumente, die in über 2000 Struktureinheiten des Ministeriums zirkulieren
  • Informationen, die es ermöglichen, die vollständige Struktur des militärischen Systems zu ermitteln
  • Daten zur Identifizierung der Leiter der Struktureinheiten sowie der Stellvertreter, Assistenten und Spezialisten, die eine Software für die elektronische Dokumentenverwaltung verwendeten
  • Dokumente, die dem stellvertretenden russischen Verteidigungsminister Timur Vadimovich Ivanov gehören

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Vize-Minister im Visier

In der Stellungnahme des GUR wird darauf hingewiesen, dass Iwanow eine wichtige Rolle beim Erfolg des Cyberangriffs gespielt hat. Konkretere Informationen dazu veröffentlichte man nicht. Es kann aber gut sein, dass es gelang, über dessen Systeme eine Malware in das Netzwerk einzuschleusen, die den weitergehenden Angriff ermöglichten.

Bei verschiedenen früheren Aktionen des GUR ging es nicht nur darum, Informationen zu sammeln. Man versuchte auch, im Netzwerk verschiedener Behörden und Unternehmen Schäden anzurichten und Daten zu löschen, um die Betriebsabläufe zu stören. Ob dies auch jetzt der Fall war, ist unklar.

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