Heimsicherheit: WLAN-Kameras helfen nicht gegen Einbrecher

Die Nutzung von WLAN für die Installation von Sicherheitssystemen im Haus ist zwar eine bequeme und einfache Sache. Doch im Ernstfall bringt die Technik nicht viel, wie aktuell ein Fall von Serieneinbrüchen aus den USA zeigt.
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Einbruch-Serie analysiert

Es handelt sich zwar nicht generell um den ersten Vorfall dieser Art, doch sicherlich um einen der umfangreichsten. In Edina im US-Bundesstaat Minnesota verzeichnete die Polizei in den letzten Monaten neun Einbrüche in Häuser, die wahrscheinlich von den gleichen Tätern verübt wurden. Denn deren Vorgehen ähnelte sich jeweils stark.

Das Ziel waren jeweils Häuser, die offensichtlich mit Überwachungskameras ausgestattet waren, die eine WLAN-Verbindung für die Übertragung ihrer Bilder nutzten. Da diese Systeme bei den jeweiligen Vorfällen stets versagten, geht die Polizei davon aus, dass die Einbrecher über spezielle Wi-Fi-Störsender verfügen.


Diese sorgen nicht einfach dafür, dass die üblichen Frequenzen mit Interferenzen geflutet werden, um Übertragungen komplett unmöglich zu machen. Denn dies könnte dazu führen, dass die Steuerungssysteme auf die Veränderungen reagieren und Alarmsignale in die Cloud schicken. Stattdessen greift man wohl auf Modelle zurück, die den Datenverkehr überlasten, sodass die komplette Verbindung des lokalen Netzes ins offene Internet und damit auch zu möglichen Cloud-Services blockiert wird.

Überlastung statt Störung

Die Angriffe der Störsender richten sich also nicht gegen das WLAN-Modul der Kamera selbst, sondern eher gegen den WLAN-Router. Dieser kann dann die Daten, die die Kamera sendet, schlicht nicht mehr oder nur extrem eingeschränkt verarbeiten. Die Störgeräte lassen sich für relativ geringe Kosten auf einschlägigen Plattformen im Internet kaufen.

Auch wenn es etwas schwieriger umsetzbar ist, wäre es angesichts der Entwicklung ratsam, auf Überwachungssysteme zu setzen, die per Kabel angeschlossen werden. Und man sollte auch darauf achten, dass eine lokale Kopie von aufgezeichneten Bildern angefertigt wird, falls die Verbindung in die Cloud gestört ist. Zudem ist es für den Schutz gegen Einbrecher ratsamer, zuerst in Systeme zu investieren, die eine Anwesenheit von Bewohnern im Haus simulieren. Denn Einbrecher versuchen meist einen Moment auszukundschaften, an dem niemand zuhause ist - Kameras können ihnen dann im besten Fall noch bei ihrer Arbeit zuschauen.

Zusammenfassung
  • WLAN-Sicherheitssysteme versagen bei Serieneinbrüchen in den USA
  • Neun Einbrüche in Edina, Minnesota, mit ähnlichem Vorgehen
  • Täter nutzen Wi-Fi-Störsender gegen Überwachungskameras
  • Störsender blockieren Netzverbindung, nicht nur Kameramodule
  • Störgeräte günstig im Internet erhältlich
  • Kabelgebundene Überwachung und lokale Speicherung als Rat
  • Simulation von Anwesenheit effektiver als reine Kameraüberwachung

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