Plastik statt Bargeld: Deutsche zahlen immer häufiger mit Girocard

Früher als EC-Karte bekannt, steigt die Beliebtheit der Girocard bei bargeldloser Zahlung in Deutschland weiter an. Laut einer aktuellen Statistik wurden im vergangenen Jahr rund 7,5 Milliarden Transaktionen mit den Plastikkarten durchgeführt - die meisten davon kontaktlos.
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girocard.eu

Immer mehr greifen zur Plastikkarte

Auch wenn die Deutschen weiterhin am heiß geliebten Bargeld festhalten, greifen immer mehr zur Girocard. Die Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft zeigt einen Anstieg um 11,5 Prozent auf insgesamt 7,5 Milliarden Transaktionen im Jahr 2023. Der Umsatz erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 7,1 Prozent auf über 300 Milliarden Euro.

Gleichzeitig stieg die Akzeptanz im Handel. Bis zu 1,13 Millionen aktive Kartenterminals standen monatlich für Kunden bereit, die bargeldlos mit ihrer Girocard bezahlen wollten - ein Plus von 8,3 Prozent. "Das ist der größte prozentuale Zuwachs seit 2010 und die höchste Steigerung in absoluten Zahlen seit mehr als 20 Jahren", sagt die verantwortliche EURO Kartensysteme GmbH.

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Kleinere Beträge, immer mehr kontaktlos

Die Deutsche Kreditwirtschaft stellt ebenfalls fest, dass der per Girocard bezahlte Durchschnittsbon in Deutschland um 1,65 Euro sank - von 42,34 Euro (2022) auf 40,69 Euro (2023). Demnach greifen immer mehr Deutsche auch bei kleineren Geldbeträgen zur Plastikkarte oder mobilen Zahlungsmethoden.

Bezahlt wird überwiegend kontaktlos. Zum Jahresende 2023 wurden über 80 Prozent der Girocard-Zahlung durch das Vorhalten der Karten an Terminals oder das Zahlen per Smartphone und Smartwatch getätigt. Zahlungen in Höhe von bis zu 50 Euro können ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift durchgeführt werden, womit die Hürden beim Bäcker, Kiosk, Getränkemarkt und Co. gering und die Zahlung einfacher als der Griff zum Bargeld ist.


Banken: Girocard vs. VISA und Mastercard

Bei traditionellen Banken gehört die Girocard heute zum Standard-Repertoire für Girokonten, auch wenn die Plastikkarte nicht von allen Geldhäusern kostenlos angeboten wird. Direkt- und Neobanken konzentrieren sich hingegen auf die Ausgabe von Mastercard- und VISA-Debitkarten, die eine ebenso hohe und vor allem internationale Akzeptanz mitbringen.

Ein Beispiel hierfür wäre die C24 Bank. Die Check24-Tochter liefert zu ihren Girokonten automatisch eine kostenlose Mastercard und nur auf Wunsch eine zusätzlich bestellbare C24 Girocard (EC-Karte). Ähnlich handhabt es unter an­de­rem auch Comdirect. Das nie­der­län­di­sche Fintech Bunq setzt hingegen neben der Mastercard-Debitkarte auf die alternative Maestro-Karte.

Die besten Girokonten im Vergleich:

Zusammenfassung
  • Girocard-Nutzung in Deutschland steigt an
  • 7,5 Milliarden Transaktionen 2023 verzeichnet
  • Umsatz mit Girocards auf über 300 Mrd. Euro gewachsen
  • 1,13 Mio. Kartenterminals im Handel verfügbar
  • Durchschnittlicher Betrag sank auf unter 41 Euro
  • Über 80 Prozent der Zahlungen sind kontaktlos
  • Traditionelle Banken bieten Girocard oft standardmäßig an

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