Fortnite kommt zurück auf iOS, laut Epic-Chef ist alles "Horrorshow"

Apple hat kürzlich iOS 17.4 veröffentlicht und diese Version kann man durchaus als besonders bezeichnen. Denn dieses Update bietet gleich mehrere Änderungen, die von der EU erzwungen wurden. Das hat auch zur Folge, dass Fortnite in den App Store zurückkehren kann.
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iOS 17.4: Alternative App-Stores, Sideloading und mehr

In der Nacht auf heute hat der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino die Betaversion von iOS 17.4 veröffentlicht und wie erwähnt hat diese nicht nur die üblichen Bugfixes und Neuerungen zu bieten, sondern auch Änderungen des Apple-Distributionsmodells. Denn mit dieser iOS-Version ist es bzw. wird es möglich sein, alternative App-Stores, Sideloading und mobil ohne Apple Pay-Zwang zu bezahlen.

Das klingt in der Theorie auch bestens, doch in der Praxis sieht die Sache durchaus anders aus. Ein anschauliches Beispiel ist Epic Games: Denn mit den Änderungen hat Epic bekannt gegeben, dass der Battle-Royale-Hit Fortnite demnächst auf iOS zurückkehren wird und auch über einen neuen Epic Games Store für iOS vertrieben wird. Epic weiter: "Bleibt dran für Details zu den regulatorischen Zeitplänen." Das Unternehmen schreibt aber auch gleich weiter: "Wir werden weiterhin bei den Gerichten und Aufsichtsbehörden darauf hinweisen, dass Apple gegen das Gesetz verstößt."


Sweeney schimpft

Deutlicher wurde Tim Sweeney, denn dieser schimpfte auf Twitter über Apple. Laut dem Epic-Chef versucht Apple lediglich, das Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act; DMA) "zu unterlaufen" und hat in Wirklichkeit nicht ansatzweise vor, der Absicht des EU-Gesetzes zu entsprechen.

Sweeney: "Sie zwingen Entwickler dazu, sich zwischen der Exklusivität des App-Stores und den Store-Bedingungen zu entscheiden, die nach dem DMA illegal sind, oder ein neues, ebenfalls illegales, wettbewerbswidriges System zu akzeptieren, das mit neuen Junk-Gebühren auf Downloads und neuen Apple-Steuern auf Zahlungen, die sie nicht verarbeiten, gespickt ist."

Laut Sweeney haben man bei Epic auch nichts dagegen, dass Apple Apps begutachtet und auf Malware scannt, man lehne es aber entschieden ab, dass das Unternehmen diesen Prozess "verdreht, um den Wettbewerb zu untergraben und weiterhin Apple-Steuern auf Transaktionen zu erheben, an denen sie nicht beteiligt sind."

Der Epic-Chef nimmt sich auch später kein Blatt vor den Mund und meint, dass es noch mehr "heißen Müll" in der Apple-Ankündigung gebe: "Wir werden noch mehr Zeit brauchen, um die geschriebenen und ungeschriebenen Teile dieser neuen Horrorshow zu analysieren, also bleibt dran."

Zusammenfassung
  • Apple veröffentlicht iOS 17.4 mit EU-erzwungenen Änderungen
  • Fortnite kehrt durch Update in den App Store zurück
  • iOS 17.4 ermöglicht alternative App-Stores und Sideloading
  • Epic Games kündigt neuen Store für iOS an und kritisiert Apple
  • Tim Sweeney wirft Apple Widerstand gegen EU-Gesetz DMA vor
  • Epic lehnt Apples "Apple-Steuern" auf fremde Transaktionen ab
  • Sweeney verspricht Analyse der "Horrorshow" Apple-Ankündigung

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