Bobby Kotick über Ex-EA-CEO Riccitiello:
'Schlechtester CEO im Gaming'

Ex-Activision-Chef Bobby Kotick war nach der Übernahme seines ehe­ma­li­gen Unternehmens durch Microsoft lange still, teilt jetzt aber or­dent­lich aus, vor allem gegen Ex-Kollegen. Konkret bezeichnete er den Ex-EA-Chef Riccitiello als "schlechtesten CEO" im Geschäft.
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Branchen-Veteran packt aus

In der Welt der Videospielindustrie gibt man sich gerne - wie in jeder großen Branche - professionell. Doch manchmal wird auch Klartext gesprochen: In einem kürzlich veröffentlichten Interview gewährt der ehemalige Activision-Blizzard-CEO Bobby Kotick nämlich überraschende und ungefilterte Einblicke in die Machtkämpfe der Branche.

Kotick, der Activision Blizzard bis zur 68,7-Milliarden-Dollar-Übernahme (etwa 66,3 Milliarden Euro) durch Microsoft im Jahr 2023 leitete, äußerte sich in einem Podcast-Gespräch mit dem ehemaligen EA-Kreativchef Bing Gordon kritisch über die frühere Führung von Electronic Arts. Besonders im Fokus stand dabei John Riccitiello, der von 2007 bis 2013 als CEO bei EA tätig war. Kotick bezeichnete seinen Ex-Kollegen als den "schlechtesten CEO in der Videospielbranche". Er ging sogar so weit zu behaupten:

Wir hätten dafür bezahlt, dass Riccitiello für immer CEO bleibt ... wir dachten, er war der schlechteste CEO in Videospielen.
Bobby Kotick, ehemaliger Activision-Blizzard-CEO
Die Rivalität zwischen Activision und EA erreichte in den 2010er Jahren ihren Höhepunkt, als ihre Flaggschiff-Shooter-Serien Call of Duty und Battlefield um die Gunst der Spieler kämpften. Kotick enthüllte, dass es in der Vergangenheit mehrfach Versuche gab, die beiden Unternehmen zu fusionieren.

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"EA versuchte mehrmals, uns zu kaufen. Wir führten einige Fusionsgespräche", erinnerte sich Kotick. Er räumte allerdings auch ein, dass Activision das Geschäftsmodell von EA in vielerlei Hinsicht für besser und stabiler hielt als das eigene.

Riccitiello verließ EA 2013 nach schwachen Finanzergebnissen und zahlreichen Entlassungen. Sein Abgang fiel mit dem katastrophalen Launch von SimCity zusammen, der durch technische Probleme und kontroverse Online-Zwänge gekennzeichnet war.

Koticks eigene Amtszeit bei Activision Blizzard endete ebenfalls mit Kontroversen. Trotz finanzieller Erfolge sah sich das Unternehmen Vorwürfen wegen Sexismus und einer toxischen Arbeitskultur ausgesetzt. Ein 54-Millionen-Dollar-Vergleich (etwa 52,1 Millionen Euro) mit der kalifornischen Bürgerrechtsabteilung beendete schließlich die Klagen, ohne dass weitreichendes Fehlverhalten festgestellt wurden.

Zusammenfassung
  • Ex-Activision-Chef Kotick kritisiert ehemalige Gaming-Branchenkollegen
  • Kotick bezeichnet Ex-EA-CEO Riccitiello als 'schlechtesten CEO' der Branche
  • Activision und EA führten in der Vergangenheit Fusionsgespräche
  • Riccitiello verließ EA 2013 nach schwachen Finanzergebnissen und Entlassungen
  • Koticks Amtszeit bei Activision Blizzard endete ebenfalls mit Kontroversen
  • 54-Millionen-Dollar-Vergleich beendete Klagen gegen Activision Blizzard
  • Microsoft übernahm Activision Blizzard für 68,7 Milliarden Dollar

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