Streit um Erhöhung des Rundfunkbeitrags:
ZDF mahnt Einschnitte an

Die Empfehlung für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags in Deutschland liegt laut der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) ab 2025 bei 58 Cent, womit der Beitrag auf 18,94 Euro monatlich steigen würde. ZDF-Intendant Norbert Himmler hält das für ungenügend.
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Starke Einschnitte zu erwarten

Das hat Himmler jetzt in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa verraten, das meldet der Spiegel. Demnach müssten sich die Fernsehzuschauer bei einer so geringen Erhöhung auf starke Einschnitte gefasst machen.

Der ZDF-Intendant warnt daher ganz konkret vor den Folgen, wenn die KEF nicht noch nachbessere. "Die Haupteinsparung wird im Programm stattfinden müssen, weil das der größte Finanzposten bei uns ist", so Himmler. Infografik: Öffentlich-rechtliche Sender kommen mit Rundfunkbeitrag nicht ausÖffentlich-rechtliche Sender kommen mit Rundfunkbeitrag nicht aus Das Problem dabei ist der steigende Finanzbedarf, der sich aus verschiedenen Faktoren ergeben hat. Dazu gehören unter anderem allgemeine Kostensteigerungen für Energie, aber auch die Steigerung bei den Personalkosten.

"Was wir bei der KEF angemeldet haben, liegt schon weit unter der Inflationsrate," erklärt Himmler. Allein bei den Auftragsproduktionen auf dem deutschen Fernseh- und Produktionsmarkt gibt es aktuell Kostensteigerungen zwischen 10 und 15 Prozent. "Eine KEF-Anmeldung des ZDF, die zwischen 2 und 3 Prozent liegt", sei laut dem Intendanten daher sehr maßvoll."

Wenn man davon ausgehe, dass der Rundfunkbeitrag nur um 58 Cent angehoben werde, käme viel zu wenig bei den Sendern an. Das ZDF rechnet daher unter anderem damit, dass man in Zukunft mehr Wiederholungen einplanen müsse. Zudem werde das ZDF bei der Vergabe von Produktionen weniger Aufträge vergeben können, also insgesamt weniger Produktionen einplanen.

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Zusammenfassung
  • KEF schlägt Rundfunkbeitragserhöhung um 58 Cent vor
  • Ab 2025 könnte der Beitrag auf ca 19 Euro steigen
  • ZDF-Intendant Himmler findet Erhöhung unzureichend
  • Himmler warnt vor Programmkürzungen bei geringer Erhöhung
  • Steigende Kosten für Energie und Personal als Finanzdruck
  • ZDF-Anmeldung liegt unter Inflationsrate, sagt Himmler
  • Mehr Wiederholungen und weniger Aufträge drohen beim ZDF

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