Das gab es noch nie: Microsoft schließt einen Pakt mit der Gewerkschaft
Das Verhältnis zwischen den US-Tech-Konzernen und den Gewerkschaften gilt nicht gerade als rosig. Umso bemerkenswerter ist es, dass Microsoft jetzt eine Kooperation mit den größten Dachverbänden von Gewerkschaften in den USA eingegangen ist.
Im Rahmen der Partnerschaft wird Microsoft die Gewerkschaftsfunktionäre und Arbeitnehmer über die Funktionsweise von KI-Systemen schulen. Die Schulungen werden noch im Winter 2024 beginnen, hieß es. Microsoft wird auch damit beginnen, Feedback von Gewerkschaftsgruppen einzuholen und sich dabei auf Gewerkschaften und Arbeitnehmer in "ausgewählten Schlüsselsektoren" konzentrieren.
Hintergrund dessen sind die Sorgen, dass die breite Einführung immer besserer KI-Systeme dazu führen könnte, dass zahlreiche Jobs wegfallen. Bei Microsoft dürfte man hier vor allem darauf setzen, den Gewerkschaftsmitgliedern Ängste zu nehmen und eine Grundlage für eine sachliche Auseinandersetzung zu schaffen. Denn derzeit gibt es vielfach noch Unwissen darüber, was KI-Systeme wirkich leisten können und wie sie sich auf die Arbeitswelt auswirken können.
Auf einer Veranstaltung in Washington, auf der die Partnerschaft angekündigt wurde, sagte Microsoft-Präsident Brad Smith, das Ziel sei es, beide Gruppen an einen Tisch zu bringen, um die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, zu "verbessern". "Ich kann hier nicht sitzen und sagen, dass KI niemals einen Arbeitsplatz verdrängen wird. Ich glaube nicht, dass das ehrlich wäre", sagte er. "Die KI ist so konzipiert, dass sie einige der Teile der Arbeit, die man als lästig empfinden könnte, beschleunigt und eliminiert." Indem beide Seiten zusammenarbeiten, könne man aber Lösungen finden, die auch den Arbeitnehmern Vorteile bringt.
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Offener Dialog über KI-Folgen
Das Ziel des Zusammenschlusses, sei es, einen "offenen Dialog" darüber zu führen, wie sich künstliche Intelligenz auf die Arbeitnehmer auswirken wird. Das geht aus einem Bericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg hervor. Die beiden Verbände vertreten rund 60 Einzelgewerkschaften mit rund 12,5 Millionen Mitgliedern.Im Rahmen der Partnerschaft wird Microsoft die Gewerkschaftsfunktionäre und Arbeitnehmer über die Funktionsweise von KI-Systemen schulen. Die Schulungen werden noch im Winter 2024 beginnen, hieß es. Microsoft wird auch damit beginnen, Feedback von Gewerkschaftsgruppen einzuholen und sich dabei auf Gewerkschaften und Arbeitnehmer in "ausgewählten Schlüsselsektoren" konzentrieren.
Hintergrund dessen sind die Sorgen, dass die breite Einführung immer besserer KI-Systeme dazu führen könnte, dass zahlreiche Jobs wegfallen. Bei Microsoft dürfte man hier vor allem darauf setzen, den Gewerkschaftsmitgliedern Ängste zu nehmen und eine Grundlage für eine sachliche Auseinandersetzung zu schaffen. Denn derzeit gibt es vielfach noch Unwissen darüber, was KI-Systeme wirkich leisten können und wie sie sich auf die Arbeitswelt auswirken können.
Keine Blockade mehr
Die Zusammenarbeit ist dabei keine einseitige Informationsvermittlung vom Technologie-Konzern in Richtung der Arbeitnehmer-Organisationen. Im Zuge der Kooperation wird Microsoft auch eine Neutralitätsvereinbarung für den Gesamtkonzern unterzeichnen. Nachdem man einem solchen Abkommen bereits für den Spiele-Bereich zustimmte, verpflichtet sich das Management auch für alle anderem Abteilungen, keine gewerkschaftsfeindlichen Kampagnen als Reaktion auf die gewerkschaftliche Organisierung von Beschäftigten zu führen.Auf einer Veranstaltung in Washington, auf der die Partnerschaft angekündigt wurde, sagte Microsoft-Präsident Brad Smith, das Ziel sei es, beide Gruppen an einen Tisch zu bringen, um die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, zu "verbessern". "Ich kann hier nicht sitzen und sagen, dass KI niemals einen Arbeitsplatz verdrängen wird. Ich glaube nicht, dass das ehrlich wäre", sagte er. "Die KI ist so konzipiert, dass sie einige der Teile der Arbeit, die man als lästig empfinden könnte, beschleunigt und eliminiert." Indem beide Seiten zusammenarbeiten, könne man aber Lösungen finden, die auch den Arbeitnehmern Vorteile bringt.
Zusammenfassung
- Microsoft kooperiert mit US-Gewerkschaftsverbänden
- Ziel ist Dialog über KI-Einfluss auf Arbeitnehmer
- Schulungen für Gewerkschaften ab Winter 2024
- Feedback von Gewerkschaften wird eingeholt
- Neutralitätsvereinbarung gegen Anti-Gewerkschafts-Kampagnen
- Brad Smith: KI kann Arbeitsplätze verdrängen
- Zusammenarbeit soll Arbeitsweise verbessern
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