Microsoft verdoppelt seine Datenzentrum-Kapazitäten in Deutschland
Microsoft hat in diesem Jahr seine Rechenzentren in Deutschland stark ausgebaut und arbeitet noch immer an einer Erweiterung. Bis Anfang des neuen Jahres sollen die Kapazitäten doppelt so stark sein wie noch vor einem Jahr.
Microsoft kann einen Teil seiner Produkte im Grunde nur deshalb an diverse deutsche und europäische Kunden verkaufen, weil die Datenverarbeitung in Rechenzentren hierzulande stattfindet und entsprechend der hiesigen Gesetzgebung unterliegt. Ein Transfer der Daten in Anlagen in den USA wäre für diese Firmen schlicht ein Grund, den jeweiligen Service nicht zu nutzen.
Die Microsoft-Datenzentren könnten allerdings auch anderswo in der EU stehen - so betreiben einige Anbieter auch entsprechende Einrichtungen in Irland. Für Deutschland als Standort spricht allerdings die Möglichkeit, sich direkt an die Infrastruktur des DE-CIX, des größten Internet-Knotens der Welt, andocken zu können. Das bringt beim Austausch mit anderen Netzwerken deutlich geringere Latenzen mit sich.
Dass dies nicht mit US-Datenzentren im Hintergrund gemacht werden kann, ist nicht nur eine Frage des Vertrauens. Die EU-Gesetzgebung untersagt auch den Transfer bestimmter Daten auf die andere Seite des Atlantik. Denn die dortigen Überwachungsgesetze schützen die Informationen europäischer Bürger nicht hinreichend vor fremdstaatlichem Zugriff.
Siehe auch:
- Microsoft verdoppelt Kapazitäten deutscher Rechenzentren
- KI-Entwicklung treibt Ausbau der Infrastruktur voran
- Datenverarbeitung in Deutschland für Compliance entscheidend
- DE-CIX Anbindung in Deutschland bietet niedrige Latenzen
- Azure-Infrastruktur ermöglicht Integration von KI in Anwendungen
- EU-Gesetze verbieten Datenübertragung in US-Zentren
- Datenschutzbedenken gegenüber US-Überwachungsgesetzen
Wichtig für EU-Geschäft
Microsoft Deutschland-Chefin Marianne Janik erklärte heute in München gegenüber der Nachrichtenagentur DPA, dass vor allem die Entwicklungen im KI-Segment die Triebkraft hinter dem beschleunigten Ausbau sind. Dahinter stehen im Grunde die gleichen Anforderungen von Kunden, die Microsoft auch bisher in hiesige Infrastrukturen investieren ließen.Microsoft kann einen Teil seiner Produkte im Grunde nur deshalb an diverse deutsche und europäische Kunden verkaufen, weil die Datenverarbeitung in Rechenzentren hierzulande stattfindet und entsprechend der hiesigen Gesetzgebung unterliegt. Ein Transfer der Daten in Anlagen in den USA wäre für diese Firmen schlicht ein Grund, den jeweiligen Service nicht zu nutzen.
Die Microsoft-Datenzentren könnten allerdings auch anderswo in der EU stehen - so betreiben einige Anbieter auch entsprechende Einrichtungen in Irland. Für Deutschland als Standort spricht allerdings die Möglichkeit, sich direkt an die Infrastruktur des DE-CIX, des größten Internet-Knotens der Welt, andocken zu können. Das bringt beim Austausch mit anderen Netzwerken deutlich geringere Latenzen mit sich.
Transfer ist untersagt
Die KI-Services, die Microsoft für Firmenkunden zur Verfügung stellt, betten sich in die Azure-Infrastruktur ein. Hier können Entwickler die neuen Algorithmen auch direkt in eigene Anwendungen integrieren und unter anderem bessere Simulationen und Analysen auf Firmendaten durchführen.Dass dies nicht mit US-Datenzentren im Hintergrund gemacht werden kann, ist nicht nur eine Frage des Vertrauens. Die EU-Gesetzgebung untersagt auch den Transfer bestimmter Daten auf die andere Seite des Atlantik. Denn die dortigen Überwachungsgesetze schützen die Informationen europäischer Bürger nicht hinreichend vor fremdstaatlichem Zugriff.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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