Berliner Hacker knacken den Tresor zu Teslas Autopilot-System
Sicherheitsforschern der Technischen Universität ist es gelungen, mit einem Hardware-Hack auf die geheimen Informationen in der Bordelektronik von Tesla-Autos zuzugreifen. So gelangten sie unter anderem an die Software des Autopilot-Systems.
Auch die Berliner Doktoranden Christian Werling, Niclas Kühnapfel und Hans-Niklas Jacob bestätigten, dass Tesla beim Schutz seiner Technologie gute Arbeit geleistet hat. Allerdings halfen die Vorkehrungen letztlich nicht gegen den Einsatz eines Voltage-Glitch-Angriffs, bei dem Sicherheitsmechanismen ausgeschaltet werden, indem man im richtigen Moment die Spannung auf der Platine für zwei Mikrosekunden um 560 Millivolt absenkt. Das geht aus einem Bericht des Spiegels hervor.
In der Praxis hat eine solche Attacke wenig Relevanz, um an die Daten in einem Fahrzeug heranzukommen - denn der Angreifer muss physischen Zugang zum Board haben, das tief im Auto verbaut ist. Es besteht also keine Gefahr, dass jemand am Straßenrand einen Tesla auseinanderschraubt, um an die Navigationsinformationen des Nutzers zu kommen.
Die drei Sicherheitsforscher stehen nach eigenen Angaben bereits seit einiger Zeit in Kontakt mit Tesla und haben ihre Erkenntnisse mit den Entwicklern des Unternehmens geteilt. Heute werden sie die Öffentlichkeit auf dem Chaos Communication Congress über ihre Arbeit informieren.
Siehe auch:
560 Millivolt
Eigentlich sind die Algorithmen auf einer Platine mit verschiedenen Chips gut gegen Zugriffe von Außen abgesichert. Insbesondere klassische Hacks, bei denen über Softwarelücken in das Innere eines Systems eingedrungen wird, sind nach bisherigen Erkenntnissen nicht nutzbar. Die Tesla-Ingenieure haben für einen starken Schutz gesorgt, da der Autopilot eines der wertvollsten Geschäftsgeheimnisse ist.Auch die Berliner Doktoranden Christian Werling, Niclas Kühnapfel und Hans-Niklas Jacob bestätigten, dass Tesla beim Schutz seiner Technologie gute Arbeit geleistet hat. Allerdings halfen die Vorkehrungen letztlich nicht gegen den Einsatz eines Voltage-Glitch-Angriffs, bei dem Sicherheitsmechanismen ausgeschaltet werden, indem man im richtigen Moment die Spannung auf der Platine für zwei Mikrosekunden um 560 Millivolt absenkt. Das geht aus einem Bericht des Spiegels hervor.
In der Praxis hat eine solche Attacke wenig Relevanz, um an die Daten in einem Fahrzeug heranzukommen - denn der Angreifer muss physischen Zugang zum Board haben, das tief im Auto verbaut ist. Es besteht also keine Gefahr, dass jemand am Straßenrand einen Tesla auseinanderschraubt, um an die Navigationsinformationen des Nutzers zu kommen.
Kontakt zu Tesla
Wohl aber lässt sich die Methode verwenden, um IT-forensische Untersuchungen anzustellen. Und insbesondere um an die teuren Geschäftsgeheimnisse zu gelangen, ist Konkurrenten ohnehin kein Aufwand zu groß. Immerhin, so die Einschätzung, könnte man mit den gewonnenen Daten das Autopilot-System in weiten Teilen durchaus nachbauen.Die drei Sicherheitsforscher stehen nach eigenen Angaben bereits seit einiger Zeit in Kontakt mit Tesla und haben ihre Erkenntnisse mit den Entwicklern des Unternehmens geteilt. Heute werden sie die Öffentlichkeit auf dem Chaos Communication Congress über ihre Arbeit informieren.
Zusammenfassung
- Hack auf Tesla-Bordelektronik durch TU-Forscher gelungen
- Zugriff auf Autopilot-Software trotz starker Sicherheitsvorkehrungen
- Tesla-Ingenieure schützen Algorithmen auf Chips vor klassischen Hacks
- Voltage-Glitch-Angriff überwindet Sicherheitsmechanismen der Platine
- Praktische Relevanz des Hacks gering, da physischer Zugang nötig
- Methode nützlich für IT-forensische Untersuchungen und Konkurrenz
- Forscher teilen Erkenntnisse mit Tesla und informieren auf Kongress
Siehe auch:
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