Kinder zeugen: Häufige Handynutzung senkt Spermienkonzentration
Wer sich erfolgreich fortpflanzen will, sollte vielleicht weniger Zeit mit dem Mobiltelefon verbringen. Eine Untersuchung deutet auf einen Zusammenhang zwischen Mobilfunknutzung und der Spermienkonzentration hin.
Viele Studien haben gezeigt, dass die Qualität des Spermas in den letzten fünfzig Jahren weltweit abgenommen hat. Die Spermienzahl ist von durchschnittlich 99 Millionen pro Milliliter auf 47 Millionen pro Milliliter gesunken. Man nimmt an, dass dieses Phänomen auf eine Kombination von Umweltfaktoren (endokrine Substanzen, Pestizide, Strahlung) und Lebensgewohnheiten (Ernährung, Alkohol, Stress, Rauchen) zurückzuführen ist.
Zu den Einflüssen des Mobilfunks wurde bisher noch keine genauere Untersuchung durchgeführt. Das ändert sich nun aber durch ein Forscherteam der Universität Genf in der Schweiz. Hierbei wurden Daten von 2886 Männern erhoben, die in Wehrpflichtzentren auf ihre Eignung fürs Militär untersucht wurden. Die Probanden wurden auch nach ihrer Handynutzung befragt - erfasst wurde die Nutzungshäufigkeit und auch der Aufbewahrungsort bei Nichtnutzung.
Die gute Nachricht: Die Datenerhebung erstreckte sich über viele Jahre und der Unterschied in der Spermienkonzentration wurde mit der Zeit immer geringer. Die Forscher vermuten, dass dies an der Weiterentwicklung der Mobilfunktechnologie liegen könnte, da die Strahlungsleistung der Handys von 2G zu 4G geringer wurde.
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Konzentration nimmt generell ab
Nach den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geschätzten Werten benötigt ein Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als ein Jahr, um ein Kind zu zeugen, wenn seine Spermienkonzentration unter 15 Millionen pro Milliliter liegt. Ebenso sinkt die prozentuale Chance auf eine Schwangerschaft bereits, wenn die Spermienkonzentration unter 40 Millionen pro Milliliter liegt.Viele Studien haben gezeigt, dass die Qualität des Spermas in den letzten fünfzig Jahren weltweit abgenommen hat. Die Spermienzahl ist von durchschnittlich 99 Millionen pro Milliliter auf 47 Millionen pro Milliliter gesunken. Man nimmt an, dass dieses Phänomen auf eine Kombination von Umweltfaktoren (endokrine Substanzen, Pestizide, Strahlung) und Lebensgewohnheiten (Ernährung, Alkohol, Stress, Rauchen) zurückzuführen ist.
Zu den Einflüssen des Mobilfunks wurde bisher noch keine genauere Untersuchung durchgeführt. Das ändert sich nun aber durch ein Forscherteam der Universität Genf in der Schweiz. Hierbei wurden Daten von 2886 Männern erhoben, die in Wehrpflichtzentren auf ihre Eignung fürs Militär untersucht wurden. Die Probanden wurden auch nach ihrer Handynutzung befragt - erfasst wurde die Nutzungshäufigkeit und auch der Aufbewahrungsort bei Nichtnutzung.
Hoffnung auf Fortschritt
Die jetzt ausgewerteten Daten zeigten einen Zusammenhang zwischen häufiger Nutzung und einer geringeren Spermienkonzentration. Die mittlere Spermienkonzentration war in der Gruppe der Männer, die ihr Telefon nicht mehr als einmal pro Woche benutzten, signifikant höher (56,5 Millionen/ml) als in der Gruppe der Männer, die ihr Telefon mehr als 20 Mal pro Tag benutzten (44,5 Millionen/ml).Die gute Nachricht: Die Datenerhebung erstreckte sich über viele Jahre und der Unterschied in der Spermienkonzentration wurde mit der Zeit immer geringer. Die Forscher vermuten, dass dies an der Weiterentwicklung der Mobilfunktechnologie liegen könnte, da die Strahlungsleistung der Handys von 2G zu 4G geringer wurde.
Zusammenfassung
- Zusammenhang zwischen Handynutzung und Spermienkonzentration
- Spermienkonzentration unter 15 Mio./ml erschwert Zeugung eines Kindes
- Globale Abnahme der Spermienqualität in den letzten 50 Jahren
- Studie untersucht Mobilfunk-Einfluss auf Spermienkonzentration
- Daten zeigen geringere Konzentration bei häufiger Handynutzung
- Geringe Konzentration bei Männern, die Handy häufig nutzen
- Unterschied wird mit fortschreitender Mobilfunktechnologie geringer
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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