GUIs immer komplexer: Computernutzern hilft Erfahrung allein nicht
Um alltägliche Aufgaben am Computer gut erledigen zu können, reichen Übung und Erfahrung allein nicht mehr aus. Da die Benutzeroberflächen immer komplexer werden, gehört auch ein hohes Maß an Intelligenz dazu, um mit den Geräten noch klarzukommen.
Die Ergebnisse haben laut den Forschern Auswirkungen auf die digitale Chancengleichheit, da heutige Benutzeroberflächen einfach zu komplex geworden sind. Allein Übung reicht nicht mehr aus, auch Intelligenz wird zu einem ebenso wichtigen Faktor, um die Leistung bei Computeraufgaben vorherzusagen. Das zumindest lässt sich aus den Daten der Studie schließen, die im International Journal of Human-Computer Studies veröffentlicht wurde.
"Es ist klar, dass Unterschiede zwischen Individuen nicht allein durch Training beseitigt werden können; in Zukunft müssen Benutzeroberflächen vereinfacht werden. Dieses alte Ziel wurde irgendwann vergessen, und umständlich gestaltete Oberflächen tragen zur digitalen Kluft bei. Wir können die tiefere und gleichberechtigtere Nutzung von Computern in der Gesellschaft nicht fördern, wenn wir dieses grundlegende Problem nicht lösen", so Oulasvirta weiter.
An der Studie nahmen Probanden verschiedener Altersgruppen teil, die 18 unterschiedliche Aufgaben erledigen mussten. Die Forscher beobachteten, wie die Teilnehmer ihre Aufgaben, darunter Softwareinstallation, Navigation, die Nutzung von Tabellenkalkulationen und das Ausfüllen von Formularen, bewältigten. Die Bewertung der kognitiven Fähigkeiten basierte auf einer standardisierten und etablierten Messmethode. Es ist die erste Studie, die die tatsächliche Fähigkeit der Nutzer misst, tägliche Aufgaben am Computer zu erledigen, während sich frühere Studien auf Selbsteinschätzungen der Teilnehmer stützten.
"Die Forschungsergebnisse zeigen jedoch auch, dass das Alter der wichtigste Faktor bleibt, wie gut eine Person Anwendungen nutzen kann. Ältere Menschen benötigten deutlich mehr Zeit, um ihre Aufgaben zu erledigen, und empfanden diese auch als belastender", ergänzt Salmela.
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Klüger ist besser
Eine aktuelle Untersuchung hat ergeben, dass allgemeine kognitive Fähigkeiten, wie Wahrnehmung, Denken und Erinnern, bei der Computernutzung eine weitaus wichtigere Rolle spielen, als bislang angenommen. "Unsere Forschungsergebnisse sind der erste klare Beweis dafür, dass kognitive Fähigkeiten einen signifikanten, unabhängigen und weitreichenden Einfluss auf die Fähigkeit von Menschen haben, einen Computer zu nutzen. Im Gegensatz zu bisherigen Annahmen sind kognitive Fähigkeiten ebenso wichtig wie die bisherige Erfahrung im Umgang mit Computern", erklärt Professor Antti Oulasvirta von der Aalto-Universität.Die Ergebnisse haben laut den Forschern Auswirkungen auf die digitale Chancengleichheit, da heutige Benutzeroberflächen einfach zu komplex geworden sind. Allein Übung reicht nicht mehr aus, auch Intelligenz wird zu einem ebenso wichtigen Faktor, um die Leistung bei Computeraufgaben vorherzusagen. Das zumindest lässt sich aus den Daten der Studie schließen, die im International Journal of Human-Computer Studies veröffentlicht wurde.
"Es ist klar, dass Unterschiede zwischen Individuen nicht allein durch Training beseitigt werden können; in Zukunft müssen Benutzeroberflächen vereinfacht werden. Dieses alte Ziel wurde irgendwann vergessen, und umständlich gestaltete Oberflächen tragen zur digitalen Kluft bei. Wir können die tiefere und gleichberechtigtere Nutzung von Computern in der Gesellschaft nicht fördern, wenn wir dieses grundlegende Problem nicht lösen", so Oulasvirta weiter.
An der Studie nahmen Probanden verschiedener Altersgruppen teil, die 18 unterschiedliche Aufgaben erledigen mussten. Die Forscher beobachteten, wie die Teilnehmer ihre Aufgaben, darunter Softwareinstallation, Navigation, die Nutzung von Tabellenkalkulationen und das Ausfüllen von Formularen, bewältigten. Die Bewertung der kognitiven Fähigkeiten basierte auf einer standardisierten und etablierten Messmethode. Es ist die erste Studie, die die tatsächliche Fähigkeit der Nutzer misst, tägliche Aufgaben am Computer zu erledigen, während sich frühere Studien auf Selbsteinschätzungen der Teilnehmer stützten.
Alter entscheidend
"Wir wissen, dass Menschen oft ein falsches Bild ihrer eigenen Fähigkeiten haben, weshalb es wichtig war zu messen, wie gut sie die Aufgaben tatsächlich ausführen", erklärt Universitätsdozent Viljami Salmela von der Universität Helsinki. Laut Oulasvirta gibt es auch große Unterschiede zwischen verschiedenen Anwendungen und Benutzeroberflächen. "Zum Beispiel ist bei der Nutzung eines Tabellenkalkulationsprogramms Übung am wichtigsten, während bei der Informationssuche sprachliche Fähigkeiten und bei Online-Banking-Aufgaben exekutive Funktionen hervorgehoben werden.""Die Forschungsergebnisse zeigen jedoch auch, dass das Alter der wichtigste Faktor bleibt, wie gut eine Person Anwendungen nutzen kann. Ältere Menschen benötigten deutlich mehr Zeit, um ihre Aufgaben zu erledigen, und empfanden diese auch als belastender", ergänzt Salmela.
Zusammenfassung
- Kognitive Fähigkeiten sind für die Computernutzung entscheidend
- Intelligenz wird ebenso wichtig wie Erfahrung bei Computeraufgaben
- Studie zeigt, dass Übung allein nicht ausreicht für effektive Computerarbeit
- Benutzeroberflächen müssen vereinfacht werden, um Chancengleichheit zu fördern
- Probanden verschiedener Altersgruppen bewältigten 18 Computeraufgaben
- Kognitive Leistung wurde mit standardisierter Methode gemessen
- Alter bleibt der wichtigste Faktor für die Effizienz bei Computernutzung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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