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"Weltraum-Medikament" darf aus Sicherheitsgründen nicht zur Erde
Der Weltraum eignet sich nicht nur für die Forschung, es gibt mittlerweile auch konkrete bzw. kommerzielle Anwendungszwecke. So hat Varda Space im Juni dieses Jahres eine "Weltraumfabrik" ins All geschossen - zurück zur Erde darf sie aber nicht.
Mikrogravitation bietet mehrere Vorteile, die zu einer besseren Produktion im Weltraum führen könnten, da sie die durch die Schwerkraft verursachten Defekte reduziert. Nach Angaben der NASA bilden Proteinkristalle, die im Weltraum hergestellt werden, größere und perfektere Kristalle als jene, die auf der Erde hergestellt werden können.
Die Weltraum-'Fabrik' ...
... darf derzeit nicht zurück
Varda Space hat im Juni mithilfe von SpaceX eine automatisierte Weltraumfabrik ins All gebracht. Diese sollte Ritonavir-Kristalle herstellen, diese werden zur Behandlung von HIV gebraucht. Das war laut Angaben des Unternehmens auch erfolgreich, doch aktuell hat ihr Hersteller bzw. Besitzer nichts davon.
Denn wie TechCrunch schreibt, hat die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) dem Weltraumunternehmen die Landung der rund 120 Kilogramm schweren Kapsel untersagt. Auch vonseiten der U.S. Air Force gab es ein Nein, diese erteilte keine Genehmigung, die Weltraumfabrik bzw. deren Reste auf einem Trainingsgelände in Utah zu landen.
Die FAA teilte in einem Statement mit, dass Varda Space die Genehmigung "aufgrund der allgemeinen Sicherheits-, Risiko- und Folgenanalyse" verweigert wurde. Was genau beanstandet wird, ist nicht bekannt, dazu wollten sich weder Behörde noch das Unternehmen äußern.
Das Unternehmen teilte mit, dass derzeit keine dringende Notwendigkeit besteht, die Kapsel zurück zur Erde zu bringen: Alle Systeme des Raumschiffs seien intakt, es wurde "ursprünglich für ein ganzes Jahr in der Umlaufbahn ausgelegt, falls es erforderlich wird", schreibt Varda auf Twitter/X. "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Regierungspartnern, um unsere Kapsel so schnell wie möglich zur Erde zurückzubringen."
Siehe auch:
Im Weltraum sind bessere Kristalle möglich
Sieht man von Kommunikation und Satelliten ab, ist Weltraumtourismus bisher einer der wenigen lukrativen Wirtschaftszweige, die außerhalb unserer Atmosphäre durchgeführt werden können. Varda Space Industries will das ändern, das Startup will nämlich Medikamente bzw. benötigte Bestandteile im All herstellen.Mikrogravitation bietet mehrere Vorteile, die zu einer besseren Produktion im Weltraum führen könnten, da sie die durch die Schwerkraft verursachten Defekte reduziert. Nach Angaben der NASA bilden Proteinkristalle, die im Weltraum hergestellt werden, größere und perfektere Kristalle als jene, die auf der Erde hergestellt werden können.
Die Weltraum-'Fabrik' ...
... darf derzeit nicht zurück
Varda Space hat im Juni mithilfe von SpaceX eine automatisierte Weltraumfabrik ins All gebracht. Diese sollte Ritonavir-Kristalle herstellen, diese werden zur Behandlung von HIV gebraucht. Das war laut Angaben des Unternehmens auch erfolgreich, doch aktuell hat ihr Hersteller bzw. Besitzer nichts davon.
Denn wie TechCrunch schreibt, hat die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) dem Weltraumunternehmen die Landung der rund 120 Kilogramm schweren Kapsel untersagt. Auch vonseiten der U.S. Air Force gab es ein Nein, diese erteilte keine Genehmigung, die Weltraumfabrik bzw. deren Reste auf einem Trainingsgelände in Utah zu landen.
Die FAA teilte in einem Statement mit, dass Varda Space die Genehmigung "aufgrund der allgemeinen Sicherheits-, Risiko- und Folgenanalyse" verweigert wurde. Was genau beanstandet wird, ist nicht bekannt, dazu wollten sich weder Behörde noch das Unternehmen äußern.
Das Unternehmen teilte mit, dass derzeit keine dringende Notwendigkeit besteht, die Kapsel zurück zur Erde zu bringen: Alle Systeme des Raumschiffs seien intakt, es wurde "ursprünglich für ein ganzes Jahr in der Umlaufbahn ausgelegt, falls es erforderlich wird", schreibt Varda auf Twitter/X. "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Regierungspartnern, um unsere Kapsel so schnell wie möglich zur Erde zurückzubringen."
Zusammenfassung
- Varda Space Industries startet kommerzielle Weltraumfabrik zur Medikamentenherstellung
- Mikrogravitation ermöglicht bessere Produktion bestimmter Medikamentenbestandteile
- Im Juni wurde eine automatisierte Weltraumfabrik ins All geschickt
- Produktion von Ritonavir-Kristallen zur HIV-Behandlung erfolgreich
- FAA und U.S. Air Force verweigern Genehmigung zur Landung der Kapsel
- Unklarheit über genaue Gründe der Genehmigungsverweigerung
- Varda Space sieht keine dringende Notwendigkeit zur Rückholung der Kapsel
Siehe auch:
- Weltraumputze: TransAstra soll für NASA Weltraumschrott eintüten
- NASA bestätigt Störung am James-Webb-Weltraumteleskop
- Weltraumschrott-Räumung der ESA von Weltraumschrott zerstört
- Wieder verschoben: Erst 2024 zeigt, ob Europa noch Weltraum kann
- Europäisches Weltraumteleskop Euclid schickt die ersten Bilder
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