Weltraumschrott-Räumung der ESA von Weltraumschrott zerstört
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat demonstriert bekommen, warum Projekte zur Reduzierung des Weltraumschrotts möglichst zügig umgesetzt werden sollten: Ein erstes Zielobjekt, das eingesammelt werden sollte, ist von anderem Schrott getroffen worden.
Mit ClearSpace-1 sollte im Jahr 2026 dann ein 113 Kilogramm schwerer Raketen-Adapter eingefangen und aus der Umlaufbahn entfernt werden, der nach dem Start einer Vega-Rakete übrigblieb. Nun aber hat die US-Raumfahrtbehörde NASA auf ihren Radar-Systemen, mit denen die Objekte in den verschiedenen Erdumlaufbahnen beobachtet werden, an der Stelle des Adapters neue Trümmerteile entdeckt, die das große Adapter-Stück als Wolke begleiten. Infografik Zu viel Weltraumschrott: Der Erdorbit hat ein Müllproblem
Bei den Objekten handelt es sich wohl um neuen Weltraummüll, der von einem "Hochgeschwindigkeitseinschlag eines kleinen, nicht verfolgten Objekts" in das Raketenteil stammt, teilte die ESA mit. Es kann sich hier durchaus um einen natürlichen Ursprung handeln - also einen kleinen Asteroiden, der den Adapter traf. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass es sich um ein anderes, kleines Teil des Weltraumschrotts handelt, der die Erde umkreist.
Denn auch kleinste Bruchstücke bergen ein enormes Zerstörungspotenzial in sich. Immerhin bewegen sie sich auf ihren Bahnen mit hohen Geschwindigkeiten. Um beispielsweise in einer Höhe von 300 Kilometern um die Erde zu kreisen, muss man sich mit rund 28.000 Kilometern pro Stunde bewegen. Und je kleiner die Teile sind, umso schwerer lassen sie sich verfolgen und wieder einfangen.
Siehe auch:
- Notwendigkeit von Projekten zur Reduzierung von Weltraumschrott
- Zielobjekt für ClearSpace-1-Mission von anderem Schrott getroffen
- ClearSpace-1 soll einen Raketen-Adapter einfangen
- Neue Trümmerteile, wahrscheinlich durch Einschlag eines kleinen Objekts
- Fragmentierungsereignis unterstreicht Bedeutung der Mission
- Bruchstücke bergen hohes Zerstörungspotenzial aufgrund Geschwindigkeiten
Trümmerwolke auf dem Radar
Die ESA arbeitet derzeit an der ClearSpace-1-Mission. Diese soll als Test für zukünftige, größer angelegte Projekte dienen, mit denen Weltraumschrott aus dem Erdorbit entfernt werden kann. Denn insbesondere in den niedrigen Umlaufbahnen fliegt eine Menge Müll durch die Gegend, der für Satelliten und erst recht bemannte Raumschiffe zur Gefahr werden kann.Mit ClearSpace-1 sollte im Jahr 2026 dann ein 113 Kilogramm schwerer Raketen-Adapter eingefangen und aus der Umlaufbahn entfernt werden, der nach dem Start einer Vega-Rakete übrigblieb. Nun aber hat die US-Raumfahrtbehörde NASA auf ihren Radar-Systemen, mit denen die Objekte in den verschiedenen Erdumlaufbahnen beobachtet werden, an der Stelle des Adapters neue Trümmerteile entdeckt, die das große Adapter-Stück als Wolke begleiten. Infografik Zu viel Weltraumschrott: Der Erdorbit hat ein Müllproblem
Bei den Objekten handelt es sich wohl um neuen Weltraummüll, der von einem "Hochgeschwindigkeitseinschlag eines kleinen, nicht verfolgten Objekts" in das Raketenteil stammt, teilte die ESA mit. Es kann sich hier durchaus um einen natürlichen Ursprung handeln - also einen kleinen Asteroiden, der den Adapter traf. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass es sich um ein anderes, kleines Teil des Weltraumschrotts handelt, der die Erde umkreist.
Kleine Geschosse
"Dieses Fragmentierungsereignis unterstreicht die Bedeutung der ClearSpace-1-Mission", erklärte die ESA in einer Stellungnahme. "Die größte Gefahr, die von größeren Weltraummüllobjekten ausgeht, besteht darin, dass sie in Wolken kleinerer Objekte zerfallen, die jeweils erhebliche Schäden an aktiven Satelliten verursachen können."Denn auch kleinste Bruchstücke bergen ein enormes Zerstörungspotenzial in sich. Immerhin bewegen sie sich auf ihren Bahnen mit hohen Geschwindigkeiten. Um beispielsweise in einer Höhe von 300 Kilometern um die Erde zu kreisen, muss man sich mit rund 28.000 Kilometern pro Stunde bewegen. Und je kleiner die Teile sind, umso schwerer lassen sie sich verfolgen und wieder einfangen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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