Verrückter Beschluss: FBI durfte "alle PC in den USA" durchsuchen
Ende August machte die Zerschlagung des Qakbot-Botnetzes Schlagzeilen. Jetzt gibt es einige Hintergrund-Recherchen zu der Aktion, die das FBI leitete. Und die machen hellhörig - es geht um eine Massendurchsuchung von Opfern.
Das FBI benötigte diese Erlaubnis, um das Netzwerk abzuschalten - das ging nur über die Löschung der Schadsoftware auf allen infizierten Geräten. Das FBI scannte also zunächst nach Infektionen und bereinigte dann Millionen Nutzer-PC.
Interessant sind jedoch auch die Aussagen des FBI im Nachgang zu der Zerschlagung. Da hieß es, "mehr als 700.000 Computer auf der ganzen Welt" seien bereinigt worden.
Auf den ersten Blick könnte es so aussehen, als hätte das FBI seine Software nur auf bekannt infizierte Geräte eingesetzt. Doch das soll nicht der Fall gewesen sein, berichtet der Nachrichtensender NBC. Laut einer Kopie des Durchsuchungsbeschlusses erhielt das FBI am 21. August die gerichtliche Erlaubnis zur Durchführung der Operation.
Laut dem Online-Magazin Techdirt beinhaltet diese Maßnahme auch, das die Opfer nicht benachrichtigt werden, dass ihre Geräte repariert oder sie jemals kompromittiert wurden.
Mit der Operation "Duck Hunt" hatte das FBI in einer Gemeinschaftsaktion mit Polizeibehörden weltweit das riesige Botnetz Qakbot ausgeschaltet. Es geht um mehr als eine Dreiviertelmillion betroffener PC weltweit und etliche Geschädigte. Das Netzwerk wurde im Laufe der Jahre für ganz unterschiedliche Malware-Kampagnen genutzt.
Siehe auch:
Massendurchsuchung von Computern in den USA
Denn laut Medienberichten erlaubte ein Bundesrichter dem FBI eine Massendurchsuchung von Computern in den USA, wie es sie bisher (vermutlich) noch nicht gegeben hat: Per Gerichtsbeschluss durfte die Behörde "alle Computer in den USA" mithilfe der Ferninstallation von Software durchsuchen und so nach Spuren des Botnetzes suchen.Das FBI benötigte diese Erlaubnis, um das Netzwerk abzuschalten - das ging nur über die Löschung der Schadsoftware auf allen infizierten Geräten. Das FBI scannte also zunächst nach Infektionen und bereinigte dann Millionen Nutzer-PC.
Interessant sind jedoch auch die Aussagen des FBI im Nachgang zu der Zerschlagung. Da hieß es, "mehr als 700.000 Computer auf der ganzen Welt" seien bereinigt worden.
Auf den ersten Blick könnte es so aussehen, als hätte das FBI seine Software nur auf bekannt infizierte Geräte eingesetzt. Doch das soll nicht der Fall gewesen sein, berichtet der Nachrichtensender NBC. Laut einer Kopie des Durchsuchungsbeschlusses erhielt das FBI am 21. August die gerichtliche Erlaubnis zur Durchführung der Operation.
Opfer werden nicht benachrichtigt
Daraufhin infiltrierten die Cyber-Spezialisten beim FBI die zentrale Computerinfrastruktur von Qakbot und zwangen sie, den Computern in ihrem Botnetz mitzuteilen, dass sie Qakbot nicht mehr abhören sollen.Laut dem Online-Magazin Techdirt beinhaltet diese Maßnahme auch, das die Opfer nicht benachrichtigt werden, dass ihre Geräte repariert oder sie jemals kompromittiert wurden.
Mit der Operation "Duck Hunt" hatte das FBI in einer Gemeinschaftsaktion mit Polizeibehörden weltweit das riesige Botnetz Qakbot ausgeschaltet. Es geht um mehr als eine Dreiviertelmillion betroffener PC weltweit und etliche Geschädigte. Das Netzwerk wurde im Laufe der Jahre für ganz unterschiedliche Malware-Kampagnen genutzt.
Zusammenfassung
- Zerschlagung des Qakbot-Botnetzes durch das FBI
- Bundesrichter erlaubt FBI Massendurchsuchung von US-Computern
- Ferninstallation von Software zum Aufspüren und Löschen der Schadsoftware
- Mehr als 700.000 Computer weltweit wurden bereinigt
- FBI erhielt am 21. August gerichtliche Erlaubnis für die Operation
- Cyber-Spezialisten beim FBI infiltrierten Qakbot-Infrastruktur
- Opfer wurden nicht über Kompromittierung oder Reparatur informiert
Siehe auch:
- Solaranlagen werden von altbekannter Botnetz-Malware angegriffen
- Komplexe Botnetz-Malware mit vergessenem Leerzeichen lahmgelegt
- Emotet-Botnet verbreitet nach monatelanger Pause wieder Malware
- RSOCKS: Internationales Ermittler-Team zerschlägt russisches Botnetz
- XorDDos: Microsoft warnt vor plötzlicher Aktivität des alten Botnetzes
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