Solaranlagen werden von altbekannter Botnetz-Malware angegriffen
Botnetz-Trojaner haben aktuell ein neues Ziel: Über eine Schwachstelle werden Steuerungssysteme größerer Solaranlagen angegriffen. Betroffen sind Systeme des japanischen Herstellers Contec, die weltweit vertrieben werden.
Die Geräte, die unter dem Markennamen SolarView laufen, helfen den Betreibern von Solarparks bei der Überwachung der von ihnen erzeugten, gespeicherten und verteilten Strommenge. Nach Angaben des Herstellers werden die Systeme derzeit in rund 30.000 Anlagen verschiedener Größenklassen eingesetzt. Nicht in allen kommen allerdings die Probleme zum Tragen, die von den Sicherheitslücken verursacht werden.
Schon etwas länger ist eine Schwachstelle bekannt, die als CVE-2022-29303 registriert ist, berichtet Ars Technica. Diese wird bereits aktiv von einem Trojaner genutzt, der zur altbekannten Klasse der Mirai-Botnetze gehört. Diese setzten bereits seit Jahren darauf, vernetzte Systeme wie Überwachungskameras, Smart-Home-Produkte und Unterhaltungselektronik zu infizieren, um unauffällig Botnetz-Infrastrukturen aufzubauen.
Für eine zweite Sicherheitslücke - CVE-2023-293333 - gibt es noch keinen öffentlich bekannten Exploit. Diese ermöglicht es einem Angreifer allerdings auch, fremden Code in die Systeme einzuschleusen und zur Ausführung zu bringen.
Obwohl bereits seit einiger Zeit ein Patch verfügbar ist, sind noch immer viele Geräte angreifbar. Das liegt teils auch an einem Kommunikationsfehler des Herstellers. Dieser gab an, dass die Firmware-Versionen 8.00 und 8.10 gegen die Schwachstellen immunisiert sind. Analysen von Sicherheitsforschern zeigten allerdings, dass tatsächlich nur 8.10 einen wirksamen Patch mitbringt.
Siehe auch:
Schon etwas länger ist eine Schwachstelle bekannt, die als CVE-2022-29303 registriert ist, berichtet Ars Technica. Diese wird bereits aktiv von einem Trojaner genutzt, der zur altbekannten Klasse der Mirai-Botnetze gehört. Diese setzten bereits seit Jahren darauf, vernetzte Systeme wie Überwachungskameras, Smart-Home-Produkte und Unterhaltungselektronik zu infizieren, um unauffällig Botnetz-Infrastrukturen aufzubauen.
Verwirrung um Patches
Anfällig gegen diese Malwares sind aktuell etwas über 600 SolarView-Installationen, die aus dem Internet erreichbar sind. "Die Tatsache, dass eine Reihe dieser Systeme mit dem Internet verbunden sind und dass die öffentlichen Exploits lange genug verfügbar waren, um in eine Mirai-Variante eingebaut zu werden, ist keine gute Situation", erklärte Jacob Baines, Sicherheitsforscher beim Unternehmen VulnCheck.Für eine zweite Sicherheitslücke - CVE-2023-293333 - gibt es noch keinen öffentlich bekannten Exploit. Diese ermöglicht es einem Angreifer allerdings auch, fremden Code in die Systeme einzuschleusen und zur Ausführung zu bringen.
Obwohl bereits seit einiger Zeit ein Patch verfügbar ist, sind noch immer viele Geräte angreifbar. Das liegt teils auch an einem Kommunikationsfehler des Herstellers. Dieser gab an, dass die Firmware-Versionen 8.00 und 8.10 gegen die Schwachstellen immunisiert sind. Analysen von Sicherheitsforschern zeigten allerdings, dass tatsächlich nur 8.10 einen wirksamen Patch mitbringt.
Zusammenfassung
- Botnetz-Trojaner nutzen Schwachstelle des Herstellers Contec.
- Mirai-Botnetz greift über 600 SolarView-Installationen an.
- Patch ist bereits seit einiger Zeit verfügbar.
- Hersteller gibt an, dass Version 8 immun ist
- Tatsächlich bringt aber erst Version 8.10 wirksamen Patch mit.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Beliebte Downloads zum Thema
Videos zum Thema Stromversorgung
Beliebt im Preisvergleich
- Akkus original:
Beiräge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- iPhone Duo ausverkauft - Scalper fahren online bereits fette Gewinne ein
- Geld verdienen mit fremden Geräten: Angreifer kapern D-Link & Co.
- Sony streicht Android 17 für Xperia 10 VI, bricht Upgrade-Versprechen
- Evolution, aber verkehrt: Fossil stellt Vogelentwicklung auf den Kopf
- Brandgefahr: VW begrenzt Laden bei mehreren ID.-Modellen auf 80 %
- Kunterbunte Sterne: Weiße Zwerge sind gar nicht immer weiß
- Teure Audio-Esoterik: Sony stellt goldenen Walkman für 5899 $ vor
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen