NASA gibt zu, dass Megarakete SLS auf Dauer "unerschwinglich" ist
Es ist schon länger klar, dass die neue Mondrakete Space Launch System (SLS) alles andere als günstig wird. Bereits im Mai hieß es, dass das Projekt Budget und Zeitplan sprengt. Nun kommen auch Regierungsprüfer zum Schluss: Finanziell gibt es nur ein fettes Minus.
Natürlich ist der neue Aufbruch zum Mond nicht ausschließlich als Weltraum-PR gedacht, die NASA will so den durchaus mehr als nur sprichwörtlichen Grundstein für eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond bzw. dessen Orbit legen. Das ist zwar visionär und auf lange Sicht nicht vermeidbar, aber auch salopp formuliert sauteuer.
Zu diesem Fazit kommt auch das Government Accountability Office (GAO), das ist der US-amerikanische Rechnungshof. Denn dieser hat laut Space vor Kurzem einen Report (PDF) veröffentlicht, in dem unter anderem folgender Satz fällt: "Hochrangige NASA-Beamte erklärten gegenüber dem GAO, dass das SLS-Programm bei den derzeitigen Kosten nicht finanzierbar ist."
Die Kosten des SLS-Programms "übersteigen das, was die Verantwortlichen der NASA für ihre Artemis-Missionen erwarten", heißt es darin weiter. Bisher haben die SLS und deren Entwicklung knapp zwölf Milliarden Dollar verschlungen, für 2024 bis 2028 wurden im Frühjahr dieses Jahres weitere 11,2 Milliarden Dollar genehmigt.
Konkrete Konsequenzen haben die Bedenken und Einwände der Rechnungsprüfer aber nicht, denn für die Weltraumagentur spielt Wirtschaftlichkeit keine echte Rolle: "Die NASA plant nicht, die Produktionskosten zu messen, um die Erschwinglichkeit des SLS-Programms zu überwachen", heißt es dazu im GAO-Bericht. Anders gesagt: SLS und Artemis lohnen sich zwar nicht, der NASA ist das aber letztlich egal, weil sich der Wiederaufbruch zum Mond nicht mit irdischen Maßstäben messen lässt.
Siehe auch:
Die Rückkehr zum Mond
Das SLS ist das Fundament für das Artemis-Programm. Dieses soll in naher Zukunft Astronaut*innen zum Mond bringen. Es ist das Nachfolgevorhaben des Apollo-Programms, der neue Name ist dabei natürlich kein Zufall: Denn Artemis (Göttin der Jagd, Geburt etc.) war in der griechischen Mythologie die Zwillingsschwester von Apollon (zuständig u. a. für Licht und Kunst) und das soll darauf anspielen, dass die NASA nicht nur Männer, sondern auch Frauen zum Mond bringen will.Natürlich ist der neue Aufbruch zum Mond nicht ausschließlich als Weltraum-PR gedacht, die NASA will so den durchaus mehr als nur sprichwörtlichen Grundstein für eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond bzw. dessen Orbit legen. Das ist zwar visionär und auf lange Sicht nicht vermeidbar, aber auch salopp formuliert sauteuer.
Zu diesem Fazit kommt auch das Government Accountability Office (GAO), das ist der US-amerikanische Rechnungshof. Denn dieser hat laut Space vor Kurzem einen Report (PDF) veröffentlicht, in dem unter anderem folgender Satz fällt: "Hochrangige NASA-Beamte erklärten gegenüber dem GAO, dass das SLS-Programm bei den derzeitigen Kosten nicht finanzierbar ist."
Die Kosten des SLS-Programms "übersteigen das, was die Verantwortlichen der NASA für ihre Artemis-Missionen erwarten", heißt es darin weiter. Bisher haben die SLS und deren Entwicklung knapp zwölf Milliarden Dollar verschlungen, für 2024 bis 2028 wurden im Frühjahr dieses Jahres weitere 11,2 Milliarden Dollar genehmigt.
Konkrete Konsequenzen haben die Bedenken und Einwände der Rechnungsprüfer aber nicht, denn für die Weltraumagentur spielt Wirtschaftlichkeit keine echte Rolle: "Die NASA plant nicht, die Produktionskosten zu messen, um die Erschwinglichkeit des SLS-Programms zu überwachen", heißt es dazu im GAO-Bericht. Anders gesagt: SLS und Artemis lohnen sich zwar nicht, der NASA ist das aber letztlich egal, weil sich der Wiederaufbruch zum Mond nicht mit irdischen Maßstäben messen lässt.
Zusammenfassung
- Mondrakete Space Launch System (SLS) überschreitet Budget und Zeitplan
- SLS ist Teil des Artemis-Programms, welches Astronaut*innen zum Mond bringen soll
- Artemis-Programm soll Grundstein für dauerhafte Präsenz auf dem Mond legen
- US-amerikanischer Rechnungshof (GAO) erklärt SLS-Programm für finanziell untragbar
- Kosten des SLS-Programms übersteigen bisherige Erwartungen der NASA
- Trotz finanzieller Bedenken plant NASA nicht, Produktionskosten zu überwachen
- Wirtschaftlichkeit spielt für NASA keine Rolle, da Mondmission nicht mit irdischen Maßstäben messbar ist
Siehe auch:
- Nun doch: NASA lässt Amazon-Gründer Artemis-Mondlandefähre bauen
- Mond-Südpol: NASA zeigt Fotos vom geplanten Artemis-3-Landeplatz
- Artemis 2: Die Nächste Mond-Crew steht fest, diese Astronauten fliegen
- Erste Bilder vom Raumanzug für die Artemis-Mondmission der NASA
- Erfolg der Artemis 1-Mission: Die Orion-Kapsel ist wohlbehalten zurück
Thema:
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- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Reise in ein schwarzes Loch: Die NASA zeigt, wie das aussehen würde
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
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