BMW stoppt kontroverses Abo für Hardware-Features wie Sitzheizung

Vor rund einem Jahr wurde bekannt, dass man beim Kauf eines BMWs diverse Funktionen nachrüsten kann. Das ist zwar nicht ungewöhnlich, das Abomodell sorgte aber dennoch für Diskussionen und Proteste. Nun hat der Hersteller aus Bayern diese Idee wieder aufgegeben.
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Hardware-Features zum Freischalten

BMW ist einer der großen Premiumhersteller Deutschlands und die Münchner haben viele treue Kunden. Die waren es bisher aber gewohnt, ein Auto zu kaufen und wichtige Ausstattungsmerkmale standardmäßig zu bekommen oder diese gegen Aufpreis vorab zu bestellen. Die Idee von optional als Abo per Connected Drive im Nachhinein buchbaren Hardware-Features, allen voran das Freischalten der Sitzheizung, stieß viele Kunden vor den Kopf.

Das kostete in den USA 18 Dollar pro Monat und BMW bekam den gesammelten Ärger der Konsumenten zu spüren. Denn wie TechCrunch berichtet, waren die Proteste "schnell und brutal". Die Konsumenten schlossen sich über soziale Medien zusammen und riefen dazu auf, solche Methoden nicht zu tolerieren.

Ein Reddit-Nutzer fasste es folgendermaßen zusammen: "Du hast schon dafür bezahlt! Die verdammte Hardware ist in deinem Auto und du hast schon bezahlt!" Das Argument dabei: Ein solches Abo mag zwar legitim sein, wenn die ursprünglichen Anschaffungskosten gering sind. Bei einem Fahrzeug, das für einen hohen fünf- oder gar sechsstelligen Betrag zu haben ist, sei das aber unverschämt.

Und die Botschaft ist auch beim Hersteller angekommen. Denn in einem Interview mit dem Magazin Autocar sagte Pieter Nota, der bei BMW für Verkauf und Marketing zuständig ist, dass der Autobauer nicht länger für die Aktivierung von hardwarebasierten Funktionen Geld verlangen wird. Das Geschäft mit Software - also etwa Fahr- und Parkassistenten - will man aber ausbauen, so Nota.

"Wir dachten, wir würden dem Kunden einen zusätzlichen Service bieten, indem wir ermöglichen, dies später zu aktivieren, aber die Akzeptanz der Nutzer ist nicht so hoch", sagte Nota. "Die Leute hatten das Gefühl, dass sie das Doppelte bezahlt haben - was eigentlich nicht stimmte, aber die Wahrnehmung ist die Realität, sage ich immer. Das war der Grund, warum wir damit aufgehört haben."

Zusammenfassung
  • BMW gibt Idee der Nachrüstung von Funktionen durch Abo-Modell auf
  • Kunden protestierten gegen zusätzliche Kosten für vorhandene Hardware
  • Proteste in den USA "schnell und brutal"
  • Bei hohen Anschaffungskosten erscheint Abo-Modell unverschämt
  • Ausbau des Geschäfts mit Software-Funktionen geplant
  • Mangelnde Akzeptanz der Nutzer führte zur Aufgabe des Abo-Modells

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