Musk hat nächste X-Schnapsidee:
News-Artikel künftig ohne Headlines
Es vergeht praktisch kein Tag, an dem es nicht etwas aus der Welt von Elon Musk zu berichten gibt und in der Regel auch "leider". Denn Musk baut das bisher als Twitter genannte Netzwerk radikal um. Nun will er die Art ändern, wie Artikelvorschauen auf X angezeigt werden.
Bühne frei für Elon Musk: Denn der X-Chef will die Headlines und Vorspanntexte von verlinkten News-Artikeln entfernen lassen. Wie Fortune herausfinden konnte, sollen künftig nur noch das Artikelbild und der Link zum Artikel erscheinen. Musk hat diese Pläne mittlerweile auch bestätigt und schreibt: "Das kommt direkt von mir. Wird die Ästhetik erheblich verbessern."
Man kann allerdings durchaus infrage stellen, ob die Optik der einzige Grund dafür ist: Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass Musk die auf Twitter/X tätigen Medien und Journalisten zwingen will, mehr und direkt auf dem Kurznachrichtendienst zu schreiben. Zudem wird X auf diese Weise mehr Inhalte auf demselben Bildschirm-Platz unterbringen können, das ist ebenfalls ein erklärtes Ziel des Twitter/X-Chefs.
Diese Entscheidung ist intern wie extern offenbar auch alles andere als unumstritten, auch Werbepartner lehnen das offenbar ab: "Das ist etwas, das Elon will. Die Werbetreibenden waren nicht begeistert, aber es wird passieren", sagte ein Insider.
Siehe auch:
- Elon Musk plant radikale Änderungen bei Twitter/X
- Die Plattform ist für viele Nutzer eine wichtige Informationsquelle
- Musk will Headlines und Vorspanntexte von News-Artikeln entfernen
- Nur Artikelbild und Link sollen künftig angezeigt werden
- Ziel ist es, mehr Inhalte auf gleichem Platz unterzubringen
- Kritik: Verwirrung durch fehlenden Kontext, Rückgang der Klicks
- Entscheidung stößt auch bei Werbepartnern auf Widerstand
Twitter/X ist auch ein wichtiges Nachrichtenmedium - noch
Twitter bzw. X war und ist für viele Menschen nicht nur ein soziales Netzwerk, sondern vor allem auch eine Plattform, um diverse Nachrichten und aktuelle Weltgeschehnisse zu verfolgen. Für Verlage und Nachrichtenseiten ist X eine wichtige Distributionsplattform und dieses wird auch gerne von vielen Anwendern angenommen.Bühne frei für Elon Musk: Denn der X-Chef will die Headlines und Vorspanntexte von verlinkten News-Artikeln entfernen lassen. Wie Fortune herausfinden konnte, sollen künftig nur noch das Artikelbild und der Link zum Artikel erscheinen. Musk hat diese Pläne mittlerweile auch bestätigt und schreibt: "Das kommt direkt von mir. Wird die Ästhetik erheblich verbessern."
Man kann allerdings durchaus infrage stellen, ob die Optik der einzige Grund dafür ist: Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass Musk die auf Twitter/X tätigen Medien und Journalisten zwingen will, mehr und direkt auf dem Kurznachrichtendienst zu schreiben. Zudem wird X auf diese Weise mehr Inhalte auf demselben Bildschirm-Platz unterbringen können, das ist ebenfalls ein erklärtes Ziel des Twitter/X-Chefs.
Mehr Spam und Scam?
Ob das alles die Usability verbessert, sei an dieser Stelle dahingestellt, denn ein anklickbares Bild ohne direkten Kontext einer Titelzeile bzw. eines Teaser-Textes könnte oder dürfte verwirrend sein. Zudem dürfte das die Klicks für die Medien stark reduzieren, weil ohne Headline schwerer ersichtlich wäre, dass es sich bei einem Bild auch um einen Link handelt, außerdem dürften viele dann Links aus unbekannter Quelle nicht anklicken, weil es sich auch um Spam oder Betrug handeln könnte.Diese Entscheidung ist intern wie extern offenbar auch alles andere als unumstritten, auch Werbepartner lehnen das offenbar ab: "Das ist etwas, das Elon will. Die Werbetreibenden waren nicht begeistert, aber es wird passieren", sagte ein Insider.
Siehe auch:
- Mysteriöser Bug "zerstört" alte Links und Medien von Twitter bzw. X
- X/Twitter: Elon Musk hält "Blockieren" für sinnfrei, will es abschaffen
- Twitter bzw. X könnte eine Funktion für Handeln von Aktien bekommen
- Blaue Haken abschaltbar: Elon Musks Twitter (X)-Kunden schämen sich
- Musk-Anwalt droht Forschern: Twitter-Studien sind geschäftsschädigend
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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