Boring darf in Las Vegas neue Tunnel bauen - trotz diverser Bedenken
Elon Musks Tunnelbauunternehmen The Boring Company hat in Las Vegas bereits ein Tunnelsystem gebaut. Dessen Nutzen ist zwar umstritten, dennoch hat die Zockermetropole nun grünes Licht für eine Erweiterung gegeben. Die Begründung weckt aber kein Vertrauen.
Erleben kann man das erste Tunnelsystem dieser Art in Las Vegas, dort wurde 2021 unter dem Las Vegas Convention Center ein Loop genanntes Beförderungssystems errichtet. Das war im Wesentlichen ein Pilotprojekt, das die Sinnhaftigkeit einer derartigen Lösung beweisen sollte. Allerdings gelang das nur zum Teil. Denn auch andernorts baute Boring "Teststrecken", diese hatten aber keine Folgeaufträge als Ausgang - sie wurden offiziell eingestellt oder sind inaktiv.
Denn Bürgermeisterin Carolyn Goldman sagte, dass man zwar eine ganze Reihe an Bedenken hat, darunter die Sicherheit, der geringe Durchsatz an transportierten Personen und die mangelnde Zugänglichkeit, aber die Hotels eben "um Transportmöglichkeiten betteln" würden. Anders gesagt: Ob es sinnvoll ist oder nicht ist die eine Sache, die Hotels wollen es so und deshalb wird es auch umgesetzt. Oder noch anders gesagt: Wer zahlt, schafft an.
Siehe auch:
Umstritten, aber "cool"
The Boring Company hat es sich zum Ziel gemacht, die Kosten des Tunnelbaus signifikant zu senken, das will man dank neuen und effektiveren Technologien erreichen. Das Ganze ist wohlgemerkt höchst umstritten, weil derartige Systeme vor allem auf den Autoverkehr und nicht auf den öffentlichen Personennahverkehr ausgelegt sind. Anders gesagt: Statt U-Bahnen zu bauen, errichtet das Musk-Unternehmen recht ineffiziente Tunnel, in denen zunächst normale Teslas (automatisiert) fahren.Erleben kann man das erste Tunnelsystem dieser Art in Las Vegas, dort wurde 2021 unter dem Las Vegas Convention Center ein Loop genanntes Beförderungssystems errichtet. Das war im Wesentlichen ein Pilotprojekt, das die Sinnhaftigkeit einer derartigen Lösung beweisen sollte. Allerdings gelang das nur zum Teil. Denn auch andernorts baute Boring "Teststrecken", diese hatten aber keine Folgeaufträge als Ausgang - sie wurden offiziell eingestellt oder sind inaktiv.
110 Kilometer mehr
Die derzeit einzige prominente Ausnahme ist Las Vegas: Die Stadt in Nevada hat jetzt einstimmig die Pläne zur Erweiterung des Tunnelsystems auf insgesamt 68 Meilen (rund 110 Kilometer) und 81 Stationen abgesegnet. Wie Ars Technica berichtet, gibt es trotz des klaren Votums zahlreiche Bedenken.Denn Bürgermeisterin Carolyn Goldman sagte, dass man zwar eine ganze Reihe an Bedenken hat, darunter die Sicherheit, der geringe Durchsatz an transportierten Personen und die mangelnde Zugänglichkeit, aber die Hotels eben "um Transportmöglichkeiten betteln" würden. Anders gesagt: Ob es sinnvoll ist oder nicht ist die eine Sache, die Hotels wollen es so und deshalb wird es auch umgesetzt. Oder noch anders gesagt: Wer zahlt, schafft an.
Zusammenfassung
- The Boring Company baut Tunnelsysteme, v.a. für Autoverkehr.
- Las Vegas hat ein Pilotprojekt mit einem Loop-System errichtet.
- Erfolge sind umstritten, aber Stadt will Erweiterung.
- Bedenken u.a. bei Sicherheit, Durchsatz, Zugänglichkeit.
- Hotels "betteln" um Transportmöglichkeiten.
- Erweiterung auf 68 Meilen (109,44 km), 81 Stationen.
Siehe auch:
- Boring Company darf in Las Vegas kilometerlanges Tunnelsystem bauen
- The Boring Company zeigt vollelektrische Turbo-Tunnelbohrmaschine
- Boring Company: Erster Tunnel ist wahrlich langweilig, so erste Fahrer
- Elon Musk: The Boring Company ist mit Las Vegas-Tunnel 2020 fertig
- Boring Company: Tiefbauer Elon Musk eröffnet jetzt den ersten Tunnel
Thema:
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