Privatinsel-Bunker für Weltuntergang:
FTX-Prozess wird immer absurder
Der Niedergang der Krypto-Plattform FTX wird mit den ganz großen Finanzskandalen verglichen, jetzt liefert eine Klage Details zu den absurden Machenschaften der Führungsspitze. Die reichen von rückdatierten Börsenunterlagen bis zum dystopischen Weltuntergang.
Die Kläger beschreiben unter anderem die Aktivitäten der FTX Foundation - einem gemeinnützigen Arm von FTX. Diese könne man nur als "häufig fehlgeleitet und manchmal dystopisch" beschreiben. Konkret nennt man ein Memo, das den Austausch zwischen einem Stiftungsmitarbeiter und Gabriel Bankman-Fried, dem Bruder des Firmenchefs und Gründers, festhält.
Demnach hatte die Stiftung im Auftrag der Führungsspitze die Möglichkeit erforscht, den winzigen Inselstaat Nauru zu kaufen. Auf diesem sollte dann ein Bunker errichtet werden, der einem Weltkriegsszenario standhalten kann. Der Plan: Die Insel sollte sozusagen zur Konzern-finanzierten Arche werden, "für den Fall, dass die Hälfte oder mehr der Weltbevölkerung ausstirbt". Weiter heißt es in dem internen Memo: "Wahrscheinlich gibt es auch andere Dinge, die man mit einem souveränen Land machen kann."
Siehe auch:
FTX: Absurde Machenschaften der Führungsspitze
FTX, einst die drittgrößte Kryptowährungsbörse der Welt, ging in Vorwürfen des massiven Betrugs und einem kuriosen Hackerangriff unter. Die Konkursanmeldung im November 2022 markierte den Start für viele Jahre der juristischen Aufarbeitung. Wie Techcentral berichtet, erlaubt eine neue Klage der bankrotten FTX Trading gegen den Mitbegründer Sam Bankman-Fried und seine ehemaligen Führungskräfte einen interessanten Einblick hinter die Kulissen.Die Kläger beschreiben unter anderem die Aktivitäten der FTX Foundation - einem gemeinnützigen Arm von FTX. Diese könne man nur als "häufig fehlgeleitet und manchmal dystopisch" beschreiben. Konkret nennt man ein Memo, das den Austausch zwischen einem Stiftungsmitarbeiter und Gabriel Bankman-Fried, dem Bruder des Firmenchefs und Gründers, festhält.
Demnach hatte die Stiftung im Auftrag der Führungsspitze die Möglichkeit erforscht, den winzigen Inselstaat Nauru zu kaufen. Auf diesem sollte dann ein Bunker errichtet werden, der einem Weltkriegsszenario standhalten kann. Der Plan: Die Insel sollte sozusagen zur Konzern-finanzierten Arche werden, "für den Fall, dass die Hälfte oder mehr der Weltbevölkerung ausstirbt". Weiter heißt es in dem internen Memo: "Wahrscheinlich gibt es auch andere Dinge, die man mit einem souveränen Land machen kann."
Fälschung für den Börsengang
Neben vielen weiteren Anschuldigungen zu grobem Betrug erheben die Kläger gegen Sam Bankman-Fried eine besonders schwere Anschuldigung. Der habe im Jahr 2021 eine gefälschte "Zahlungsvereinbarung" unterzeichnet, die um fast zwei Jahre zurückdatiert war. Dieser Vertrag habe dazu gedient, einen externen Wirtschaftsprüfer zu täuschen, von dessen Finanzbericht der angestrebte Börsengang des Unternehmens abhing.
Zusammenfassung
- Klage gegen Sam Bankman-Fried und ehemalige Führungskräfte von FTX
- Klage liefert Details zu Machenschaften.
- FTX Foundation plante Inselstaat-Kauf und Bunker-Bau.
- Anschuldigungen betreffen massiven Betrug und frisierte Unterlagen.
Siehe auch:
- So haben sich FTX-Gründer und -Manager 3,2 Mrd. Dollar abgezweigt
- FTX fordert von Politikern bereits getätigte Spenden zurück und droht
- FTX: Insolvenzverwalter findet weitere 5 Mrd. $ - und das ist nicht alles
- 3,5 Mrd. Dollar: Gute Nachricht - Großteil der FTX-Gelder doch gerettet
- FTX-Gründer an die USA ausgeliefert - Partner legen Geständnis ab
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