So haben sich FTX-Gründer und -Manager 3,2 Mrd. Dollar abgezweigt

Die neuen Manager und Insolvenzverwalter der Kryptobörse FTX haben es geschafft, ein weiteres Puzzle-Teil in der Aufarbeitung der Vorgänge bei dem Unternehmen zu finden. Es geht dabei um riesige Darlehen, die sich die Gründer und Führungskräfte genehmigten.
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Laut einer neuen Mitteilung der derzeitigen FTX-Verwalter könne man inzwischen belegen, dass Gründer Sam Bankman-Fried satte 2,2 Milliarden Dollar an "Darlehen und Zahlungen" erhalten habe. Und dies in einem Zeitraum, in dem er einen massiven Betrug bei der Kryptobörse betrieben haben soll. Eine zentrale Rolle spielte dabei der von Bankman-Fried gegründete Hedgefonds Alameda Research, der durch Fehlinvestitionen große Verluste einfuhr und diese mit Kundeneinlagen von FTX-Konten wieder ausgeglichen haben soll.

Über den Fonds sollen Bankman-Fried und auch andere leitende Angestellte hohe Beträge bekommen haben. Der ehemalige technische Direktor Nishad Singh erhielt 587 Millionen Dollar, Mitbegründer Gary Wang 246 Millionen Dollar, der ehemalige Co-CEO Ryan Salame 87 Millionen Dollar und der ehemalige Co-CEO John Samuel Trabucco 25 Millionen Dollar. Caroline Ellison, die Ex-Freundin Bankman-Frieds und Ex-CEO von Alameda, war sparsamer und erhielt nur 6 Millionen Dollar an Darlehen und Zahlungen. Die Gesamtsumme lag dann bei 3,2 Milliarden Dollar.


Weiterer Prozess-Baustein

Das neue Management der insolventen Kryptobörse verwies explizit darauf, dass in dem genannten Betrag noch nicht die 240 Millionen Dollar enthalten sind, die sich die damaligen FTX-Manager für Luxusimmobilien auf den Bahamas gegönnt haben. Und ebenso nicht die politischen Spenden, mit denen man Lobbyarbeit gegen eine staatliche Regulierung der Krypto-Szene betrieb.

Die neuen Informationen dürften eine frühere Aussage von Caroline Ellison bestätigen. Diese hatte im Dezember vor einem Richter erklärt, dass Führungskräfte des Unternehmens von Alameda geheime Darlehen in Milliardenhöhe erhalten haben. Die jüngsten Erkenntnisse werden wohl auch eine wichtige Rolle im Prozess gegen Bankman-Fried spielen, der unter anderem wegen Geldwäsche und Bankenbetrug angeklagt ist. Der FTX-Gründer, der aktuell bei seinen Eltern unter Hausarrest lebt, hat auf nicht schuldig plädiert.

Zusammenfassung
  • Führungskräfte von FTX genehmigten sich riesige Darlehen.
  • Alleine 2,2 Mrd. für Gründer Bankman-Fried.
  • Alameda Research hat durch Fehlinvestitionen Verluste eingefahren.
  • Führungskräfte erhielten zwischen 6 Mio. und 587 Mio. Dollar.
  • Erkenntnisse bestätigen Aussage von Caroline Ellison im Dezember.
  • Nicht enthalten: 240 Mio. für Luxusimmobilien und politische Spenden.
  • Bankman-Fried plädiert auf nicht schuldig.

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