Endlich Next-Gen: Microsoft entwickelt nicht länger für die Xbox One

Mehr als zwei Jahre nach dem Marktstart der Xbox Series X|S lässt Microsoft die Ära der Xbox One hinter sich. Die alte Konsolengeneration wird zukünftig keine neuen Spiele erhalten. Dennoch soll sie als Set-Top-Box für Cloud Gaming und den Xbox Game Pass am Leben bleiben.
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Lange hat Microsoft an der Xbox One-Familie festgehalten, die auch nach dem Release der Xbox Series X|S im November 2020 mit neuen Titeln und Updates versorgt wurde. Lediglich extrem leistungshungrige Spiele, wie der Microsoft Flight Simulator, erschienen "exklusiv" für die damaligen Next-Gen-Konsolen. Nun ist allerdings offiziell Schluss, wie Xbox Game Studios-Chef Matt Booty in einem Interview mit Axios bestätigt. Infografik PS4 und Switch dominieren: Xbox in Deutschland weit abgeschlagenPS4 und Switch dominieren: Xbox in Deutschland weit abgeschlagen

Xbox One als Streaming-Box auf dem Abstellgleis

"Wir sind zu Gen 9 übergegangen", erklärt Booty. Demnach arbeitet keines der mehr als 20 Entwicklerteams innerhalb der Xbox Game Studios an neuen Spielen, die mit der Xbox One (Gen 8) kompatibel sind. Erfolgreiche Xbox One-Titel - wie Minecraft und Co. - werden allerdings weiter mit Updates und Inhalten versorgt.

Ebenso soll die Konsole auch in Zukunft in der Lage sein, Next-Gen-Titel darzustellen, wenn auch nur über den Spiele-Streaming-Dienst des Xbox Game Pass (Ultimate). Vor allem Microsofts Eigenproduktionen werden zu Release stets auch in der Cloud zur Verfügung stehen.

Xbox Series X-Engpässe überwunden, die Series S-Problematik nicht

Vor allem die hohe Nachfrage zu Beginn der Coronapandemie, die anhaltende Chipkrise und die damit verbundenen Lieferengpässe der Xbox Series X dürften bei Microsoft dazu geführt haben, deutlich länger an der Xbox One festzuhalten als geplant. Auch Sony verlängerte seinen Support für die beliebte PlayStation 4 (PS4), konzentriert sich allerdings mittlerweile ebenfalls hauptsächlich auf die PlayStation 5 (PS5).

Dennoch sehen Experten einen Klotz am Bein der Redmonder - die Xbox Series S. Entwickler werden angehalten, Spiele nicht nur für das Konsolen-Flaggschiff zu entwickeln, sondern auch für das abgespeckte Budget-Modell. "Ist es mehr Arbeit? Sicher", sagt Booty. Allerdings sei man (intern) in der Lage, deutlich mehr Leistung aus der Series S herauszuholen als zuvor. Vor allem Studios, die bereits ihren zweiten Titel für das System optimieren, seien guter Dinge - "Sie können besser planen, weil sie wissen, wo einige der scharfen Ecken sind."

Spieler werden auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt

Echtes Next-Gen-Feeling scheint in der Community allerdings nicht zu entflammen. Zugunsten einer stabileren Framerate und (eventuell) höherem Detailgrad bei maximaler 4K-Auflösung verzichten immer mehr Entwickler auf das einst hoch angepriesene 60-FPS-Versprechen. Zuletzt gerieten dafür unter anderem Redfall (Update auf 60 FPS geplant) und das kommende Starfield in die Kritik. Beide Titel fahren derzeit einen 30-FPS-Ansatz.

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Zusammenfassung
  • Microsoft beendet Entwicklung neuer Xbox One-Spiele.
  • Erfolgreiche Titel werden weiterhin mit Updates versorgt.
  • Xbox Series S erfordert mehr Arbeit von Entwicklern.
  • Xbox One kann Next-Gen-Titel via Xbox Game Pass streamen.
  • Series X|S-Titel meist nur mit 30 FPS.
  • Chipkrise und Coronapandemie ließen Microsoft länger an Xbox One festhalten.
  • Sony konzentriert sich auf PS5, PS4 weiterhin unterstützt.

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