Elon Musk, Wirtschaftsgenie:
Twitter-Werbung bricht massiv ein
Keine Panik, alles bestens: Das ist seit Monaten die Botschaft von Twitter-Besitzer Elon Musk. Die Wahrheit ist aber eine andere: Denn das soziale Netzwerk hat massive finanzielle Probleme. Das ist nicht unbedingt neu, die Probleme sind aber in der Ära Musk größer geworden.
Elon Musk beteuert immer wieder: Ja, es ist nicht einfach, aber es geht aufwärts. Werbung auf Twitter werde wieder gebucht, die Nutzerzahlen entwickeln sich prächtig, kein Grund zur Sorge. Zuletzt sagte er in einem BBC-Interview, dass die meisten Werbekunden mittlerweile zurückgekehrt seien.
Das ist offenbar auch kein Einzelfall bzw. Ausreißer: Denn laut NYT hat Twitter seine wöchentlichen Umsatzprognosen regelmäßig verfehlt, manchmal um bis zu 30 Prozent. Und das dürfte sich auch nicht so bald ändern, so die Zeitung unter Berufung auf das Dokument sowie gleich sieben aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Social-Media-Dienstes.
Als Gründe für das Ausbleiben der Werbekunden ist, dass diese vom Anstieg von Hassrede und Pornografie verschreckt sind, dazu kommt, dass Werbung für Glücksspiel in den USA und Marihuana-Produkte zugenommen hat - ein Umfeld, das große Unternehmen eher meiden wollen.
Er sagte, dass US-amerikanische und europäische Werbekunden "extremen Druck" auf Twitter ausüben würden: "Sie versuchen, Twitter in den Bankrott zu treiben", so Musk. Dass er zu einem großen Teil selbst für die abgesprungenen Werbekunden direkt verantwortlich ist - mit Entlassungen, Verschwörungen, Hetze und Entblocken gesperrter Nutzer - erwähnte Musk naturgemäß nicht.
Siehe auch:
Im April 59 Prozent weniger Werbeumsatz
Nun schreibt die New York Times (NYT) jedoch, dass das von der Realität des Kurznachrichtendienstes ziemlich weit entfernt ist. Laut Informationen der renommierten Tageszeitung, die aus einer internen Präsentation des Unternehmens stammen, betrugen die Werbeumsätze von Twitter in den fünf Wochen zwischen 1. April und der ersten Mai-Woche rund 88 Millionen Dollar. Das ist immerhin 59 Prozent weniger als im selben Zeitraum vor einem Jahr.Das ist offenbar auch kein Einzelfall bzw. Ausreißer: Denn laut NYT hat Twitter seine wöchentlichen Umsatzprognosen regelmäßig verfehlt, manchmal um bis zu 30 Prozent. Und das dürfte sich auch nicht so bald ändern, so die Zeitung unter Berufung auf das Dokument sowie gleich sieben aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Social-Media-Dienstes.
Als Gründe für das Ausbleiben der Werbekunden ist, dass diese vom Anstieg von Hassrede und Pornografie verschreckt sind, dazu kommt, dass Werbung für Glücksspiel in den USA und Marihuana-Produkte zugenommen hat - ein Umfeld, das große Unternehmen eher meiden wollen.
Musk wittert Verschwörung
Musk hat am gestrigen Montag im Rahmen eines Twitter Space anlässlich der Übernahme des CEO-Postens durch Linda Yaccarino die miesen Zahlen nicht geleugnet, sieht darin aber eine Verschwörung.Er sagte, dass US-amerikanische und europäische Werbekunden "extremen Druck" auf Twitter ausüben würden: "Sie versuchen, Twitter in den Bankrott zu treiben", so Musk. Dass er zu einem großen Teil selbst für die abgesprungenen Werbekunden direkt verantwortlich ist - mit Entlassungen, Verschwörungen, Hetze und Entblocken gesperrter Nutzer - erwähnte Musk naturgemäß nicht.
Zusammenfassung
- Musk versichert stets, alles sei bestens, doch Twitter hat massive finanzielle Probleme.
- Werbung auf Twitter ist rückläufig, Umsatzprognosen regelmäßig verfehlt.
- Werbekunden verschreckt durch Hassrede, Pornografie & Glücksspiel-Werbung.
- Musk sieht Verschwörung dahinter, um Twitter in den Bankrott zu treiben.
Siehe auch:
- Twitter: Übersetzungsfunktion erst kaputt, jetzt komplett verschwunden
- Twitter ist nur noch ein Drittel dessen wert, was Elon Musk bezahlt hat
- Twitter-Daten: Microsoft bekommt Post von Elon Musks Chef-Anwalt
- Freie Rede auf Twitter? - Elon Musk fällt bei kleinstem Gegenwind um
- Musk: Suche nach Twitter-CEO abgeschlossen, Frau bekommt den Job
Thema:
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