China vs. USA: Speicherhersteller geraten im Chipkrieg zwischen Fronten
Der Konflikt um den Zugriff auf fortschrittliche Chiptechnologien durch China eskaliert zunehmend. China versucht sich derzeit mit Maßnahmen gegen den amerikanischen Speicherspezialisten Micron gegen die jüngsten US-Sanktionen zu wehren, weshalb die USA jetzt Druck auf andere Speicherhersteller ausüben.
Wie die Financial Times berichtete, hat die US-Regierung jüngst begonnen, die Regierung von Südkorea zu beeinflussen, um zu verhindern, dass koreanische Speicherhersteller Lieferungen an China übernehmen, sollte die dortige Regierung sich entscheiden, ein Verkaufsverbot gegen Micron zu verhängen.
Die koreanischen Hersteller würden davon natürlich profitieren, schließlich kämpfen alle Speicheranbieter seit einiger Zeit mit massiven Absatzschwierigkeiten in Folge der nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stark eingebrochenen Nachfrage rund um Elektronikprodukte. Genau dies wollen die USA aber verhindern.
Die chinesische Regierung hatte kürzlich angekündigt, dass man eine Sicherheitsprüfung der Produkte von Micron vornehmen will, um eine mögliche Bedrohung der "Nationalen Sicherheit" durch die Erzeugnisse des US-Anbieters auszuschließen. Micron hat mehrfach bekräftigt, dass man mit den Behörden kooperiert und alle Anforderungen erfüllen will, um einen ungebremsten Betrieb der eigenen Aktivitäten in China zu gewährleisten.
Hintergrund sind natürlich die diversen Versuche der USA, Ausbau und Entwicklung der Chip-Produktion in China zu bremsen oder gar zu verhindern. So dürfen seit geraumer Zeit keine Anlagen für die Fertigung von hochmodernen Chips mehr nach China ausgeführt werden, wenn diese mit Hilfe oder unter Verwendung von US-Technologien entwickelt oder produziert wurden. Das Vorgehen der Chinesen gegen Micron ist im Grunde eine Art Racheaktion.
Siehe auch:
Fällt Micron wegen Verbot aus, springen die Konkurrenten ein - theoretisch
So fürchten die USA, dass Micron möglicherweise von der chinesischen Regierung mit einem Verkaufstopp belegt wird, sodass die koreanischen Hersteller Samsung und SK Hynix einspringen könnten. Die beiden großen Speicheranbieter müssten dann die wegfallenden Lieferungen von Micron an chinesische Gerätehersteller übernehmen.Die koreanischen Hersteller würden davon natürlich profitieren, schließlich kämpfen alle Speicheranbieter seit einiger Zeit mit massiven Absatzschwierigkeiten in Folge der nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stark eingebrochenen Nachfrage rund um Elektronikprodukte. Genau dies wollen die USA aber verhindern.
Die chinesische Regierung hatte kürzlich angekündigt, dass man eine Sicherheitsprüfung der Produkte von Micron vornehmen will, um eine mögliche Bedrohung der "Nationalen Sicherheit" durch die Erzeugnisse des US-Anbieters auszuschließen. Micron hat mehrfach bekräftigt, dass man mit den Behörden kooperiert und alle Anforderungen erfüllen will, um einen ungebremsten Betrieb der eigenen Aktivitäten in China zu gewährleisten.
Hintergrund sind natürlich die diversen Versuche der USA, Ausbau und Entwicklung der Chip-Produktion in China zu bremsen oder gar zu verhindern. So dürfen seit geraumer Zeit keine Anlagen für die Fertigung von hochmodernen Chips mehr nach China ausgeführt werden, wenn diese mit Hilfe oder unter Verwendung von US-Technologien entwickelt oder produziert wurden. Das Vorgehen der Chinesen gegen Micron ist im Grunde eine Art Racheaktion.
Zusammenfassung
- China eskaliert Konflikt als Reaktion auf US-Sanktionen.
- US-Regierung beeinflusst Südkorea, Verkauf zu verhindern.
- Micron-Verkaufsstopp würde koreanischen Herstellern zugutekommen.
- China droht mit Sicherheitsprüfung wegen nationaler Sicherheit.
- USA versucht, Chip-Produktion in China zu bremsen.
- Chinesisches Vorgehen gegen Micron als Racheaktion.
Siehe auch:
- US-Chipkrieg gegen China: Japan zieht nach, beschränkt Anlagenexporte
- Chipkrieg gegen China: Niederlande schließen sich US-Exportblockade an
- Chipkrieg mit den USA: China will mit Riesensummen Dominanz erlangen
- USA vs. China: Krieg um Chips, bald auch Krieg um OLED-Displays?
- Chipkrieg eskaliert: Keine modernen Fertigungsanlagen mehr für China
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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