Das Ende ist nah! - Tupperware scheitert an der Online-Generation
Die nächste große Marke, die den Sprung in das digitale Zeitalter schlicht nicht schafft, steht kurz vor ihrem Ende: Es ist mittlerweile als sehr wahrscheinlich anzusehen, dass Tupperware demnächst in die Insolvenz gehen muss.
Das Geschäftsmodell des 1938 gegründeten Unternehmens war einst revolutionär: Die Kunststoff-Behältnisse für den Haushalt wurden strikt nicht im normalen Einzelhandel angeboten, sondern ausschließlich über den Direktvertrieb in Form von Verkaufspartys bei der potenziellen Zielgruppe angeboten. Auch in Deutschland, wo der Konzern seit 1962 aktiv ist, hat sich das Verfahren über Jahrzehnte bewährt.
Doch seit einigen Jahren geht es steil bergab. Inzwischen musste das Management gegenüber den Anteilseignern mitteilen, dass die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs gefährdet sei - denn es mangelt an Liquidität. Bereits vor einiger Zeit wurden externe Berater angeheuert und die Suche nach Investoren begonnen, ein durchschlagender Erfolg blieb dabei bisher allerdings aus.
Insbesondere die Corona-Jahre, in denen faktisch keine Verkaufspartys stattfinden konnten, hätte man zumindest als Chance ergreifen können, neue Vertriebsmöglichkeiten zu entwickeln - Stream-Tupperpartys beispielsweise, oder Präsentations-Events auf Social Media. Das fand allerdings nicht statt. Die Folge: Der Umsatz rauscht immer weiter nach unten und die Verluste sind inzwischen so hoch, dass sie mit den verfügbaren Mittel kaum noch aufgefangen werden können.
Eine Pleite würde letztlich nicht nur eine weitere Kult-Marke an der digitalen Welt scheitern lassen. Es würde auch bedeuten, dass das Werbeversprechen einer nahezu lebenslangen Garantie auf die Produkte nicht mehr eingehalten werden kann.
Siehe auch:
Doch seit einigen Jahren geht es steil bergab. Inzwischen musste das Management gegenüber den Anteilseignern mitteilen, dass die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs gefährdet sei - denn es mangelt an Liquidität. Bereits vor einiger Zeit wurden externe Berater angeheuert und die Suche nach Investoren begonnen, ein durchschlagender Erfolg blieb dabei bisher allerdings aus.
Chancen nicht ergriffen
Das Kernproblem besteht darin, dass Tupperware vor allem die jüngeren Zielgruppen kaum noch erreicht. Wer hauptsächlich online einkauft oder sich auch nur vornehmlich im Netz über Produkte informiert, nimmt den Konzern, der von Mundpropaganda und Verkaufspartys lebt, schlicht nicht wahr. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass das Unternehmen 2018 zumindest mal einen Online-Shop startete.Insbesondere die Corona-Jahre, in denen faktisch keine Verkaufspartys stattfinden konnten, hätte man zumindest als Chance ergreifen können, neue Vertriebsmöglichkeiten zu entwickeln - Stream-Tupperpartys beispielsweise, oder Präsentations-Events auf Social Media. Das fand allerdings nicht statt. Die Folge: Der Umsatz rauscht immer weiter nach unten und die Verluste sind inzwischen so hoch, dass sie mit den verfügbaren Mittel kaum noch aufgefangen werden können.
Eine Pleite würde letztlich nicht nur eine weitere Kult-Marke an der digitalen Welt scheitern lassen. Es würde auch bedeuten, dass das Werbeversprechen einer nahezu lebenslangen Garantie auf die Produkte nicht mehr eingehalten werden kann.
Siehe auch:
Zusammenfassung
- Tupperware steht kurz vor der Insolvenz, da Umsatz und Verluste steigen.
- Das Unternehmen bietet seine Produkte seit 1938 über Direktvertrieb an.
- Die jüngeren Zielgruppen werden nicht mehr erreicht.
- Tupperware versäumte es, neue Vertriebswege zu entwickeln.
- Eine Pleite würde Kult-Marke und Garantieversprechen gefährden.
- Externe Berater und Investorensuche blieben bisher erfolglos.
- Das Unternehmen ist seit 1962 auch in Deutschland aktiv.
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Christian Kahle
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