E-Fuels: Automobil-Branche lässt die FDP-Minister eiskalt auflaufen
Die FDP sieht sich praktisch als Interessenvertretung der Automobilindustrie in der Bundesregierung. Doch die Konzepte, mit denen ihre Parteivertreter hier unterwegs sind, werden selbst von vermeintlichen Verbrenner-Fans peinlich berührt abgewiesen.
Das zeigte sich auf dem Mobilitätsgipfel, zu dem der Bundeskanzler in dieser Woche geladen hatte. Die Tatsache, dass viele wichtige Mobilitäts-Unternehmen gar nicht, sondern lediglich Vertreter der Auto-Branche eingeladen waren, hätte den FDP-Bundesministern Christian Lindner und Volker Wissing eigentlich perfekt in die Karten spielen können. Das war allerdings nicht der Fall, wie ein Bericht des Tagesspiegels zeigt.
Lindner erhoffte sich wohl prominente Unterstützung für seine schon lange hochgehaltene Ansicht, dass synthetische Kraftstoffe, die sogenannten E-Fuels, essenziell seien. Die FDP hatte immerhin mit erheblichem Engagement dafür gesorgt, dass selbst auf EU-Ebene Verbrennungsmotoren als mögliche Option für die Zukunft festgeschrieben wurden, wenn sie denn mit E-Fuels betrieben werden.
Die Situation wurde von Teilnehmern des Gipfels entsprechend beschrieben: "Da ist Lindner baden gegangen", hieß es. Erst recht, als die Vertreter der Branche klarmachten, dass synthetische Kraftstoffe weder bei PKW noch bei LKW ein Teil der Neuwagen-Strategie seien.
Für die FDP-Minister ist dies nicht nur ein Problem, weil ihre Idee zurückgewiesen wird, sondern auch weil Wissings Arbeitsverweigerung offenkundig wird. Der FDP-Minister hat es bis heute nicht geschafft, ein Konzept zu entwickeln, wie sein Arbeitsbereich die Klimaziele einhalten könnte. Hier wurde immer wieder in den Raum gestellt, dass man im Grunde einfach nichts tun muss, weil man irgendwann alle Autos mit E-Fuels mehr oder weniger klimaneutral betanken könnte.
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Lindner erhoffte sich wohl prominente Unterstützung für seine schon lange hochgehaltene Ansicht, dass synthetische Kraftstoffe, die sogenannten E-Fuels, essenziell seien. Die FDP hatte immerhin mit erheblichem Engagement dafür gesorgt, dass selbst auf EU-Ebene Verbrennungsmotoren als mögliche Option für die Zukunft festgeschrieben wurden, wenn sie denn mit E-Fuels betrieben werden.
Selbst Blume will nicht
Selbst VW-Konzernchef Oliver Blume, der als Porsche-Chef vor einiger Zeit noch einer der wichtigsten Unterstützer der synthetischen Kraftstoffe war, wich hier aber erst aus und ließ die FDP-Vertreter bei nochmaliger Nachfrage auflaufen. Bei der Bestandsflotte könnten E-Fuels eine gewisse Rolle spielen, erklärte er. Bei Neuwagen werde der teure und ineffiziente Treibstoff hingegen eine untergeordnete Rolle spielen, so Blume.Die Situation wurde von Teilnehmern des Gipfels entsprechend beschrieben: "Da ist Lindner baden gegangen", hieß es. Erst recht, als die Vertreter der Branche klarmachten, dass synthetische Kraftstoffe weder bei PKW noch bei LKW ein Teil der Neuwagen-Strategie seien.
Für die FDP-Minister ist dies nicht nur ein Problem, weil ihre Idee zurückgewiesen wird, sondern auch weil Wissings Arbeitsverweigerung offenkundig wird. Der FDP-Minister hat es bis heute nicht geschafft, ein Konzept zu entwickeln, wie sein Arbeitsbereich die Klimaziele einhalten könnte. Hier wurde immer wieder in den Raum gestellt, dass man im Grunde einfach nichts tun muss, weil man irgendwann alle Autos mit E-Fuels mehr oder weniger klimaneutral betanken könnte.
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Christian Kahle
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