Streit zugespitzt: Microsoft schädigt Cloud-Markt angeblich irreparabel
Microsoft hatte nach den letzten Auseinandersetzungen um ein möglicherweise wettbewerbsschädliches Verhalten in Europa zwar Zugeständnisse gemacht, zufrieden ist man bei der Konkurrenz aber noch lange nicht - sondern rechnet mit dramatischen Folgen.
In einer neuen Beschwerde an die EU-Kommission wird behauptet, dass Microsoft "das europäische Cloud-Ökosystem irreparabel schädigt und den europäischen Kunden die Wahlmöglichkeiten bei ihren Cloud-Implementierungen nimmt". Zu dieser Einschätzung kam man beim Branchenverband Cloud Infrastructure Service Providers in Europe (CISPE), dem diverse kleinere Cloud-Anbieter und auch Amazon angehören, berichtet Ars Technica.
Im Zentrum des Streits steht der Betrieb von Microsoft-Anwendungen auf der Infrastruktur des Konzerns. Für Unternehmen hieß das letztlich, dass sie Standard-Applikationen aus dem Office-Paket beispielsweise nur nutzen konnten, wenn sie auch Kunde der Cloud-Abteilung Microsofts wurden. Darin kann man einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bei Office-Software zur Stärkung des Datacenter-Geschäfts sehen.
Laut CISPE habe man keine andere Wahl, als die neue Beschwerde einzureichen, da Microsoft angeblich "nicht die Details, die Klarheit oder die Zusicherung geliefert hat, dass es wirklich beabsichtigt, seinen wettbewerbswidrigen Lizenzierungspraktiken ein schnelles Ende zu setzen". Anstatt auf die Beschwerden kleinerer Cloud-Anbieter wie OVHcloud und Aruba einzugehen, habe Microsoft in diesem Herbst neue unfaire Praktiken eingeführt.
Dies sieht man bei Microsoft aber völlig anders: "Die Lizenzänderungen, die wir in diesem Herbst eingeführt haben, geben Kunden und Cloud-Anbietern auf der ganzen Welt noch mehr Möglichkeiten, unsere Software in der Cloud zu betreiben und anzubieten", so ein Microsoft-Sprecher. "Wir sind weiterhin bestrebt, berechtigte Bedenken bezüglich der Lizenzierung auszuräumen und ein wettbewerbsfähiges Umfeld zu unterstützen, in dem alle Anbieter florieren können."
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Im Zentrum des Streits steht der Betrieb von Microsoft-Anwendungen auf der Infrastruktur des Konzerns. Für Unternehmen hieß das letztlich, dass sie Standard-Applikationen aus dem Office-Paket beispielsweise nur nutzen konnten, wenn sie auch Kunde der Cloud-Abteilung Microsofts wurden. Darin kann man einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bei Office-Software zur Stärkung des Datacenter-Geschäfts sehen.
Jüngste Änderungen im Visier
Microsoft reagierte auf die Vorwürfe und öffnete sich für andere Infrastruktur-Betreiber. Partnerschaften mit kleinen bis mittelgroßen Cloud-Anbietern wurden angekündigt. Allerdings ging das nicht so weit, dass man bereit gewesen wäre, die Anwendungen beispielsweise auch in Datenzentren größerer Konkurrenten wie Amazon oder Google zu hosten.Laut CISPE habe man keine andere Wahl, als die neue Beschwerde einzureichen, da Microsoft angeblich "nicht die Details, die Klarheit oder die Zusicherung geliefert hat, dass es wirklich beabsichtigt, seinen wettbewerbswidrigen Lizenzierungspraktiken ein schnelles Ende zu setzen". Anstatt auf die Beschwerden kleinerer Cloud-Anbieter wie OVHcloud und Aruba einzugehen, habe Microsoft in diesem Herbst neue unfaire Praktiken eingeführt.
Dies sieht man bei Microsoft aber völlig anders: "Die Lizenzänderungen, die wir in diesem Herbst eingeführt haben, geben Kunden und Cloud-Anbietern auf der ganzen Welt noch mehr Möglichkeiten, unsere Software in der Cloud zu betreiben und anzubieten", so ein Microsoft-Sprecher. "Wir sind weiterhin bestrebt, berechtigte Bedenken bezüglich der Lizenzierung auszuräumen und ein wettbewerbsfähiges Umfeld zu unterstützen, in dem alle Anbieter florieren können."
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