Starlink für die Ukraine:
Musks SpaceX will Pentagon zahlen lassen
Das ukrainische Militär verlässt sich bei seiner Kommunikation vor allem auf die von der durch Elon Musk gegründeten Firma SpaceX bereitgestellten Starlink Satelliten-Terminals. Wegen zu hoher Kosten bat SpaceX jetzt das US-Verteidigungsministerium, dafür aufzukommen.
Wie der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf interne Dokumente von SpaceX berichtet, schrieb das Unternehmen im September einen Brief an das Pentagon. Darin bat SpaceX das US-Verteidigungsministerium, die Kosten für den weiteren Betrieb der Starlink-Anbindungen für das ukrainische Militär zu übernehmen. Bisher kam die Firma für die Kosten selbst auf.
Bisher sind rund 20.000 bis 25.000 Starlink-Basisstationen an die Ukraine gespendet worden, wobei Elon Musk selbst erst am Freitag per Twitter schrieb, dass SpaceX bisher Kosten von rund 80 Millionen Dollar übernommen hat. Bis Jahresende würden sich die Kosten auf mehr als 100 Millionen Dollar erhöhen.
Man sei weder in der Position, weitere Terminals an die Regierung und das Militär der Ukraine zu spenden, so SpaceX, noch könne man den Betrieb der vorhandenen Starlink-Terminals über einen unbegrenzten Zeitraum finanzieren. Offenbar entstehen die hohen Kosten vor allem durch die schnelle Anbindung der in der Ukraine verwendeten Terminals, bei denen es sich nicht um die normalen Versionen für Endkunden handeln soll.
Bisher sei SpaceX für die hohen Konnektivitätskosten aufgekommen, auch weil man dem ukrainischen Militär in den meisten Fällen die schnellste und damit teuerste Variante zur Verfügung stellt, selbst wenn die Terminals eigentlich für die mit rund 500 Dollar deutlich günstigere Stufe des Starlink-Angebots angemeldet wurden. Die Kosten für die Terminals selbst hat SpaceX aber nur in rund 15 Prozent der Fälle übernommen. Auch für den Betrieb kam das Unternehmen laut dem Bericht nicht wirklich ganz allein auf.
Statt SpaceX haben vor allem private Spender und ausländische Regierungen den Löwenanteil der Starlink-Terminals für die Ukraine bezahlt. So sollen Polen, Großbritannien und die USA jeweils für tausende Geräte aufgekommen sein. Allein Polen finanzierte bisher rund 9000 der Starlink-Terminals, die von der ukrainischen Regierung und dem Militär verwendet werden. Die Drittstaaten übernahmen bisher auch schon rund 30 Prozent der Betriebskosten.
Ein weiterer Kostenfaktor ist, dass bei den Kriegshandlungen in der Ukraine monatlich rund 500 Starlink-Empfänger zerstört werden. Statt die vom ukrainischen Militär angefragten rund 6200 weiteren Terminals und monatlich rund 500 weitere Geräte zum Ausgleich von Verlusten zur Verfügung zu stellen, verwies SpaceX laut informierten Quellen die Anfragen der Ukraine zuletzt an das US-Verteidigungsministerium, um so die Finanzierung abwickeln zu lassen.
Erst vor ein paar Tagen gab es Berichte, wonach die Starlink-Konnektivität während der ukrainischen Offensive zur Rückeroberung vieler Gebiete entlang der gesamten Frontlinien zusammengebrochen war.
Siehe auch:
Bisher sind rund 20.000 bis 25.000 Starlink-Basisstationen an die Ukraine gespendet worden, wobei Elon Musk selbst erst am Freitag per Twitter schrieb, dass SpaceX bisher Kosten von rund 80 Millionen Dollar übernommen hat. Bis Jahresende würden sich die Kosten auf mehr als 100 Millionen Dollar erhöhen.
Betrieb der Starlink-Empfänger in der Ukraine soll hunderte Millionen Dollar kosten
Offenbar schrieb er dies nicht ohne Gründe, denn in dem jetzt CNN vorliegenden Schreiben von SpaceX ans Pentagon ist zu lesen, dass man nicht mehr über die Mittel verfügt, die Kosten weiterhin zu tragen. Die US-Regierung solle deshalb die Finanzierung übernehmen, was für den weiteren Jahresverlauf rund 120 Millionen Dollar kosten würde, heißt es in dem Schreiben. Für die nächsten zwölf Monate wird eine Summe von fast 400 Millionen Dollar genannt.Man sei weder in der Position, weitere Terminals an die Regierung und das Militär der Ukraine zu spenden, so SpaceX, noch könne man den Betrieb der vorhandenen Starlink-Terminals über einen unbegrenzten Zeitraum finanzieren. Offenbar entstehen die hohen Kosten vor allem durch die schnelle Anbindung der in der Ukraine verwendeten Terminals, bei denen es sich nicht um die normalen Versionen für Endkunden handeln soll.
4500 Dollar pro Terminal pro Monat
Stattdessen werden spezielle Varianten genutzt, die pro Stück zwischen 1500 und 2500 Dollar kosten. Der Löwenanteil der Kosten entsteht jedoch durch den Betrieb, wobei für jedes des vom Militär und der Regierung der Ukraine genutzte Terminal monatlich rund 4500 Dollar anfallen sollen. Zum Vergleich: die auf der Starlink-Website für Endkunden genannten Preise liegen in der Ukraine bei nur rund 60 Dollar pro Monat.Bisher sei SpaceX für die hohen Konnektivitätskosten aufgekommen, auch weil man dem ukrainischen Militär in den meisten Fällen die schnellste und damit teuerste Variante zur Verfügung stellt, selbst wenn die Terminals eigentlich für die mit rund 500 Dollar deutlich günstigere Stufe des Starlink-Angebots angemeldet wurden. Die Kosten für die Terminals selbst hat SpaceX aber nur in rund 15 Prozent der Fälle übernommen. Auch für den Betrieb kam das Unternehmen laut dem Bericht nicht wirklich ganz allein auf.
Statt SpaceX haben vor allem private Spender und ausländische Regierungen den Löwenanteil der Starlink-Terminals für die Ukraine bezahlt. So sollen Polen, Großbritannien und die USA jeweils für tausende Geräte aufgekommen sein. Allein Polen finanzierte bisher rund 9000 der Starlink-Terminals, die von der ukrainischen Regierung und dem Militär verwendet werden. Die Drittstaaten übernahmen bisher auch schon rund 30 Prozent der Betriebskosten.
Kriegserfolg der Ukraine stützt sich auf Starlink, meint mancher
Angeblich sind die Geräte für die jüngsten Erfolge der ukrainischen Armee von extrem großer Bedeutung. Manche Beobachter sind sogar überzeugt, dass die Entscheidung über einen Erfolg der Ukraine mittlerweile von Starlink abhängt und somit in den Händen von Elon Musk liegt.Ein weiterer Kostenfaktor ist, dass bei den Kriegshandlungen in der Ukraine monatlich rund 500 Starlink-Empfänger zerstört werden. Statt die vom ukrainischen Militär angefragten rund 6200 weiteren Terminals und monatlich rund 500 weitere Geräte zum Ausgleich von Verlusten zur Verfügung zu stellen, verwies SpaceX laut informierten Quellen die Anfragen der Ukraine zuletzt an das US-Verteidigungsministerium, um so die Finanzierung abwickeln zu lassen.
Erst vor ein paar Tagen gab es Berichte, wonach die Starlink-Konnektivität während der ukrainischen Offensive zur Rückeroberung vieler Gebiete entlang der gesamten Frontlinien zusammengebrochen war.
Siehe auch:
- Zufall? Starlink funktioniert bei der Offensive der Ukraine nicht richtig
- Elon Musk will für Starlink eine Ausnahme von den Iran-Sanktionen
- Großer Meilenstein für SpaceX: Starlink deckt jetzt alle Kontinente ab
- Starlink: Inflation beutelt die Nutzer genug - daher sinkt der Preis jetzt
- Zu teuer, zu lahm: Behörde streicht 886 Mio. Förderung für Starlink
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