Yandex Taxi gehackt - gigantischen Verkehrsstau in Moskau verursacht

Moskau hat gestern die wahrscheinlich größte Ansammlung von Taxis in der Geschichte der Stadt erlebt. Zuvor hatte ein Angreifer den größten Taxi-Dienstleister gehackt und alle verfügbaren Wagen an eine Adresse am Kutuzovsky-Prospekt beordert.
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Opfer des Angriffs war das Unternehmen Yandex Taxi, eine Tochter des russischen Internet-Konzerns Yandex. Dem Hacker gelang es, sich auf bisher noch ungeklärte Art Zugang zu den Systemen des Dienstleisters zu verschaffen und Abholaufträge an alle Taxis zu schicken, die zu diesem Zeitpunkt im Stadtgebiet verfügbar und nicht gerade mit anderen Aufträgen betraut waren.

Infolgedessen zeigte sich, dass in der 12-Millionen-Metropole durchaus eine große Menge Taxis unterwegs sind. Obwohl der Kutuzovsky-Prospekt mit seinen acht bis zehn Spuren und durch einen kreuzungsfreien Ausbau nur selten von Staus betroffen ist, war die Straße gestern längere Zeit komplett dicht. Selbst eine relativ schnelle Reaktion des Unternehmens half da nicht mehr.

"Die Sicherheitsabteilung hat die Versuche, Autos künstlich zusammenzuführen, sofort unterbunden. Fahrer verbrachten aufgrund von gefälschten Aufträgen trotzdem etwa 40 Minuten im Stau. Die Frage einer Entschädigung wird in naher Zukunft geklärt werden", erklärte der Vertreter von Yandex Taxi.

Verursacher unklar

Vor solchen Aktionen soll eigentlich ein eigener Algorithmus in den Systemen des Taxi-Dienstes schützen, der entsprechende Fake-Orders erkennt und blockiert. Das hat in diesem Fall aber aus bisher unbekannten Gründen nicht funktioniert. Yandex Taxi betonte im Zuge dessen, dass man bereits Verbesserungen vorgenommen habe, um eine Wiederholung möglichst auszuschließen.

Wer hinter der Aktion steckt, ist derzeit noch unklar. Angesichts des Kriegs in der Ukraine kann man allerdings vermuten, dass hier ein Zusammenhang besteht. Denn im Zuge der asymmetrischen Kriegsführung versuchen beide Seiten, auch Einfluss auf die Stimmungslage in den Zivilgesellschaften des gegnerischen Lagers zu nehmen.

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