Yandex: Quellcode-Leak aller Dienste & Apps bietet spannende Einblicke
Für den ohnehin angeschlagenen russischen Suchmaschinenkonzern Yandex dürfte es die Katastrophe schlechthin darstellen: Ein ehemaliger Mitarbeiter hat nun auch noch die gestohlenen Quellcodes diverser Produkte des Unternehmens ins Netz gestellt.
Dieser Tage tauchte in einem Hacking-Forum der Link zu einer 44,7 Gigabyte großen Datei auf. Inzwischen haben sich die Angaben des Posters bestätigt, wonach es sich hier um das komplette Software-Repository des Yandex-Konzerns handelt. Der Quellcode datiert demnach auf Juli des letzten Jahres und umfasst folgende Dienste und Apps:
Wohl aber taugt der Leak, um insbesondere genauere Einblicke zu bekommen, wie Yandex verschiedene Webseiten in den Ergebnislisten gewichtet. Neben den üblichen inhaltlichen Gesichtspunkten spielt hier auch der organische Traffic eine Rolle - Seiten mit vielen direkten Besuchern, die nicht über eine Suchmaschine kommen, sind also wertvoller. Um gute Plätze in den Trefferlisten zu bekommen, ist es ebenso hilfreich, auf einem zuverlässigen Server zu hosten und statt Zahlen und Slashes lieber Schlüsselwörter in der URL anzubieten. Geadelt wird eine Seite außerdem, wenn sie als Quelle bei Wikipedia verlinkt ist.
Siehe auch:
- Yandex Suchmaschine und Index-Bot
- Yandex Maps (Karten-Dienst)
- Alice (KI-Assistent)
- Yandex Taxi (Fahrten-Service)
- Yandex Direct (Anzeigen-Dienst)
- Yandex Mail (E-Mail-Plattform)
- Yandex Disk (Cloud-Speicher)
- Yandex Market (Shopping-Suche und Preisvergleich)
- Yandex Travel (Reisebuchungen)
- Yandex360 (Online-Office)
- Yandex Cloud (Cloud-Services)
- Yandex Pay (Bezahldienst)
- Yandex Metrika (Web-Aanalytics)
Einblick ins Ranking
Über die genauen Gründe, aus denen der Ex-Mitarbeiter den Quellcode leakte, gibt es nichts zu erfahren. Allerdings hat er wohl nicht versucht, seine Beute an Wettbewerber des Konzerns zu verkaufen. Daher ist es wahrscheinlich, dass es sich um einen persönlichen Konflikt mit dem Unternehmen handelt. Die Sourcen sind inzwischen auch nicht mehr völlig aktuell und es wurden auch keine sensiblen Nutzer-Daten gefährdet.Wohl aber taugt der Leak, um insbesondere genauere Einblicke zu bekommen, wie Yandex verschiedene Webseiten in den Ergebnislisten gewichtet. Neben den üblichen inhaltlichen Gesichtspunkten spielt hier auch der organische Traffic eine Rolle - Seiten mit vielen direkten Besuchern, die nicht über eine Suchmaschine kommen, sind also wertvoller. Um gute Plätze in den Trefferlisten zu bekommen, ist es ebenso hilfreich, auf einem zuverlässigen Server zu hosten und statt Zahlen und Slashes lieber Schlüsselwörter in der URL anzubieten. Geadelt wird eine Seite außerdem, wenn sie als Quelle bei Wikipedia verlinkt ist.
Zusammenfassung
- Ex-Mitarbeiter veröffentlicht 44,7 GB Quellcode von Yandex
- Enthält Dienste & Apps wie Suchmaschine, Maps, KI-Assistent & mehr
- Kein Verkauf an Wettbewerber, wohl persönlicher Konflikt
- Leak gibt Einblicke in Gewichtung für Suchergebnisse
- Server & Schlüsselwörter im URL helfen bei guten Plätzen
- Wikipedia-Links fördern Ergebnisse
- Keine sensiblen Nutzer-Daten gefährdet
Siehe auch:
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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