Schäden am James-Webb-Weltraumteleskop schlimmer als vermutet
Anfang Juni wurde bekannt, dass das James-Webb-Weltraumteleskop auf dem Weg zu seinem Bestimmungsort von einigen Meteoriten getroffen wurde. Nun erst wird das Ausmaß des Schadens bekannt - und es ist dramatischer, als man das zunächst gesagt hat.
Zunächst hatte die NASA Entwarnung gegeben und mitgeteilt, dass alle Schäden durch den Mikrometeoriteneinschlag, die das Teleskop im Mai getroffen hatten, ausgeglichen werden können. Doch jetzt heißt es: Die Beschädigungen sind besorgniserregender als bisher angenommen.
Laut einem Bericht des Independent zeigen sich die Schäden jetzt doch auf den ersten Aufnahmen, die das Teleskop zur Erde gesendet hat. Ein jetzt aufgetauchter Bericht der Weltraumbehörde NASA deutet darauf hin, dass mindestens ein Spiegelsegment Schäden derart erlitten hat, die nicht vollständig kompensiert werden können.
Das wurde auch schon im Juni so kommuniziert. Doch der sechste Treffer musste erst genauer analysiert werden, um das Ausmaß abzuschätzen. Das James-Webb-Teleskop hat 18 sechseckige Segmente, die individuell eingestellt werden, um die Belichtung und die Aufnahme von Sternenlicht zu maximieren.
Das Spiegelsegment mit der Bezeichnung C3 wurde durch den Mikrometeoriteneinschlag am stärksten beschädigt. Da jedes Spiegelsegment einstellbar ist, können die Forscher die negativen Auswirkungen deutlich minimieren. Der Fehler kann jedoch nicht vollständig kompensiert werden. "Nach zwei weiteren Ausrichtungsschritten war das Teleskop auf ein Minimum von 59 nm RMS ausgerichtet. Der gesamte Wellenfrontfehler des Teleskop-Spiegels als Ganzes hat sich durch den Einschlag um etwa 5-10 Nanometer erhöht", besagt der neue Bericht. Dies ist höher als unter idealen Bedingungen, aber innerhalb akzeptabler Parameter.
Das Teleskop ist anfällig für Schäden durch Mikrometeoriten. Das liegt an seiner Bauweise. Das Hubble-Weltraumteleskop umschließt den Hauptspiegel, aber der segmentierte Spiegel von Webb mit einem Durchmesser von 6,5 Metern ist dem Weltraum ausgesetzt. Die Forscher haben jedoch die Wahrscheinlichkeit solcher Einschläge und ihre möglichen Auswirkungen auf die Leistung einkalkuliert. Nun wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen, wie sehr sich die Empfindlichkeit auf die Qualität der Bilder auswirkt.
Siehe auch:
Laut einem Bericht des Independent zeigen sich die Schäden jetzt doch auf den ersten Aufnahmen, die das Teleskop zur Erde gesendet hat. Ein jetzt aufgetauchter Bericht der Weltraumbehörde NASA deutet darauf hin, dass mindestens ein Spiegelsegment Schäden derart erlitten hat, die nicht vollständig kompensiert werden können.
Der große Spiegel macht Probleme
Gemessen wurden demnach sechs Einschläge von Mikrometeoriten auf dem großen Spiegel von James-Webb. Fünf der Einschläge führten zu vernachlässigbaren Schäden. Sie verursachen weniger als 1 Nanometer sogenannter Wellenfrontfehler (root-mean-square oder auch RMS genannt).Das wurde auch schon im Juni so kommuniziert. Doch der sechste Treffer musste erst genauer analysiert werden, um das Ausmaß abzuschätzen. Das James-Webb-Teleskop hat 18 sechseckige Segmente, die individuell eingestellt werden, um die Belichtung und die Aufnahme von Sternenlicht zu maximieren.
Das Spiegelsegment mit der Bezeichnung C3 wurde durch den Mikrometeoriteneinschlag am stärksten beschädigt. Da jedes Spiegelsegment einstellbar ist, können die Forscher die negativen Auswirkungen deutlich minimieren. Der Fehler kann jedoch nicht vollständig kompensiert werden. "Nach zwei weiteren Ausrichtungsschritten war das Teleskop auf ein Minimum von 59 nm RMS ausgerichtet. Der gesamte Wellenfrontfehler des Teleskop-Spiegels als Ganzes hat sich durch den Einschlag um etwa 5-10 Nanometer erhöht", besagt der neue Bericht. Dies ist höher als unter idealen Bedingungen, aber innerhalb akzeptabler Parameter.
Das Teleskop ist anfällig für Schäden durch Mikrometeoriten. Das liegt an seiner Bauweise. Das Hubble-Weltraumteleskop umschließt den Hauptspiegel, aber der segmentierte Spiegel von Webb mit einem Durchmesser von 6,5 Metern ist dem Weltraum ausgesetzt. Die Forscher haben jedoch die Wahrscheinlichkeit solcher Einschläge und ihre möglichen Auswirkungen auf die Leistung einkalkuliert. Nun wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen, wie sehr sich die Empfindlichkeit auf die Qualität der Bilder auswirkt.
Siehe auch:
Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
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