James-Webb-Teleskop bricht in atemberaubendem Tempo Rekorde
Das James-Webb-Weltraumteleskop hat unter anderem eine Aufgabe: So weit in die Vergangenheit zurücksehen, wie kein Instrument zuvor und damit Galaxien kurz nach dem Urknall sichtbar machen. Jetzt zeigt sich: Das Teleskop ist im Eiltempo auf Rekordjagd.
Die Rekordjagd beginnt dabei mit sogenannten Deep-Field-Aufnahmen, die von der Nahinfrarotkamera NIRCam eingefangen werden. Der wichtigste Wert, nach dem die Wissenschaftler hier Ausschau halten: Die Rotverschiebung, die anzeigt, wie lange das Licht vom Objekt bis zu uns unterwegs war. GLASS-z13 kommt hier auf einen Wert von 13,1. Jetzt kann ein Team rund um den Astronomen Callum Donnan von der University of Edinburgh vermelden, dass die Aufnahmen nur so von frühen Galaxien wimmeln.
So macht es die bisher unerreichte Qualität der Bilder möglich, ohne großen Aufwand 44 bisher nicht bekannte alte Galaxien zu identifizieren, von denen sechs eine Rotverschiebung von mehr als 10 aufweisen - das verweist auf eine Entstehungszeit rund 480 Millionen Jahre nach dem Urknall. "Schon dies liefert eine dramatische Bestätigung der lang ersehnten Fähigkeit des James-Webb-Teleskops", so Donnen begeistert.
Hier kann James Webb aber gleich noch einmal die Muskeln spielen lassen. Dank spektraler Analyse-Möglichkeiten ist klar, dass die Sterne in CEERS-93316 auf ein Alter von mindestens 20 Millionen Jahren kommen. Die logische Schlussfolgerung: Der Sternbildungsprozess muss in der aktuell ältesten uns bekannten Galaxie schon deutlich früher eingesetzt haben. Donnen ist sich sicher: "Das ist zweifellos erst der Anfang der vielen bedeutsamen Beobachtungen." Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
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So etwas Altes haben wir noch nie gesehen
Es war für die NASA eine große Meldung wert, schließlich konnte man damit beweisen, dass James Webb wie vorgesehen funktioniert: Auf den ersten Bildern des Teleskops zeigt sich GLASS-z13, eine Sternansammlung, deren Licht nur 300 Millionen Jahre nach dem Urknall seine Reise angetreten hatte. Noch nie hatte sich der Wissenschaft ein älteres Gebilde im Kosmos offenbart. Doch der Rekord sollte nicht von langer Dauer sein. Wie Scinexx berichtet, liefert das Teleskop nur wenige Tage später einen noch tieferen Blick in die Vergangenheit.Die Rekordjagd beginnt dabei mit sogenannten Deep-Field-Aufnahmen, die von der Nahinfrarotkamera NIRCam eingefangen werden. Der wichtigste Wert, nach dem die Wissenschaftler hier Ausschau halten: Die Rotverschiebung, die anzeigt, wie lange das Licht vom Objekt bis zu uns unterwegs war. GLASS-z13 kommt hier auf einen Wert von 13,1. Jetzt kann ein Team rund um den Astronomen Callum Donnan von der University of Edinburgh vermelden, dass die Aufnahmen nur so von frühen Galaxien wimmeln.
So macht es die bisher unerreichte Qualität der Bilder möglich, ohne großen Aufwand 44 bisher nicht bekannte alte Galaxien zu identifizieren, von denen sechs eine Rotverschiebung von mehr als 10 aufweisen - das verweist auf eine Entstehungszeit rund 480 Millionen Jahre nach dem Urknall. "Schon dies liefert eine dramatische Bestätigung der lang ersehnten Fähigkeit des James-Webb-Teleskops", so Donnen begeistert.
Früher kennen wir nicht
Für wirkliche Aufregung sorgt dann aber die Entdeckung der Sternansammlung CEERS-93316. Mit einer Rotverschiebung von 16,7 ist das Objekt noch einmal deutlich älter als der nur rund eine Woche vorher entdeckte Rekordhalter GLASS-z13. Aktuelle Schätzungen legen nahe, dass die Ansammlung rund 235 Millionen Jahre nach dem Urknall bereits bestanden haben muss.Hier kann James Webb aber gleich noch einmal die Muskeln spielen lassen. Dank spektraler Analyse-Möglichkeiten ist klar, dass die Sterne in CEERS-93316 auf ein Alter von mindestens 20 Millionen Jahren kommen. Die logische Schlussfolgerung: Der Sternbildungsprozess muss in der aktuell ältesten uns bekannten Galaxie schon deutlich früher eingesetzt haben. Donnen ist sich sicher: "Das ist zweifellos erst der Anfang der vielen bedeutsamen Beobachtungen." Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
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