Stern mit zwei erdähnlichen Planeten in der Nachbarschaft gefunden

In unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft konnte jetzt ein ganzes Planeten-System gefunden werden, in dem es unter anderem zwei erdähnliche Planeten gibt. Dies bringt die astronomische Forschung auf diesem Gebiet einen großen Schritt voran.
Mittelpunkt des aktuellen Fundes ist ein relativ kleiner, kühler Stern, der lediglich unter der Bezeichnung HD 260655 in den Katalogen vermerkt ist. Er befindet sich gerade einmal rund 33 Lichtjahre von der Erde entfernt. Damit bleibt das System trotz der relativen Nähe natürlich faktisch unerreichbar, was Besuche angeht. Und zumindest aus der Überlegung eines Umzugs dorthin, wäre der Besuch ohnehin nicht besonders attraktiv.

Denn lebenswerte Bedingungen bieten die beiden Planeten trotz ihrer geringen Größe und der Tatsache, dass es sich um feste Körper handelt, letztlich nicht. Beide umkreisen ihren Stern auf einem Orbit, der so dicht an ihm liegt, dass es auf ihnen viel zu heiß wäre, als dass dort beispielsweise Wasser in flüssiger Form existieren könnte, berichtet SciTechDaily.


Dennoch sind die Wissenschaftler des MIT von diesem System begeistert, denn die Nähe und die begrenzte Helligkeit des Sterns ermöglichen es ihnen, einen genaueren Blick auf die Eigenschaften der Planeten zu werfen und Anzeichen auf eine mögliche Atmosphäre suchen zu können. Letztlich könnte man diese auf ihre Bestandteile untersuchen, indem der Moment, indem das Licht des Sterns durch die planetaren Gasschichten geht, einem spektralen Vergleich unterzogen wird.

Daten von TESS

Das würde nicht nur Erkenntnisse über die genauere Zusammensetzung dieser Planeten und auch ihre mögliche Entstehungsgeschichte bringen. Die Forscher könnten so auch ihre Methoden zur Untersuchung von Exoplaneten optimieren und anschließend auch mit höherer Treffsicherheit bei anderen, weiter entfernten Planetensystemen zum Einsatz bringen.

Auf die Spur kamen die Astronomen den beiden Planeten, als das auf Exoplaneten spezialisierte Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) im Oktober letzten Jahres Daten zu HD 260655 lieferte. Dabei fielen zwei periodische Helligkeitsschwankungen auf, wie sie beim Transit von Planeten entstehen, die vor ihrem Stern vorbeiziehen und dessen Licht kurz abdunkeln. Weitergehende Untersuchungen bestätigten dann die genannten Erkenntnisse über die beiden Himmelskörper.

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