Astronomen beobachten jetzt sogar die Geburt eines Planeten

Astronomen ist es scheinbar gelungen, einen weiteren großen Schritt bei der Erforschung von Exoplaneten zu gehen und dabei gleich eine lange kontrovers diskutierte These zur Entstehung von Planeten zu belegen.
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Die Wissenschaftler richteten ihren Blick auf den jungen Stern AB Aurigae. Dieser ist aus kosmologischer Perspektive gerade erst entstanden - die Zündung der Kernfusion in der neuen Sonne erfolgte vor gerade einmal 1 bis 4 Millionen Jahren - also wahrscheinlich etwa zu einer Zeit, als sich auf der Erde bereits die ersten frühen Menschen aus dem Tierreich herausentwickelten.

Der Stern ist nicht nur sehr jung, sondern auch gerade mal etwas über 500 Lichtjahre von der Erde entfernt - er liegt also im Grunde in der direkten kosmischen Nachbarschaft. Das machte ihn für die Astronomen besonders interessant, da man sonst selten einen Blick auf ein so junges Sonnensystem bekommt. Entsprechend intensiv schaute man hier in den letzten fünf Jahren hin und konnte dafür auf das japanische Subaru-Teleskop als auch auf das Weltraumteleskop Hubble zugreifen.

Kaum zu glauben

Und die Wissenschaftler trauten sich selbst kaum, die von ihnen gemachte Entdeckung zu glauben - doch inzwischen bestätigen die zahlreichen Daten es: Sie beobachteten in der Scheibe aus Gas und Staub, die den jungen Stern umgibt, die Entstehung eines neuen Planeten - genauer: eines Gasriesen.

Die Forscher konnten zeigen, dass sich hier ein Teil der Gasscheibe um den Planeten in Folge einer Instabilität etwas enger zusammengeklumpt hatte. Das hatte dann den Effekt, dass hier die Gravitation zunahm und immer mehr Gas aus der Umgebung angesaugt wurde. Im aktuellen Zustand formiert sich somit ein riesiger Tropfen in der Scheibe, der zu seinem Zentrum hin immer dichter wird. Sehen konnten es die Forscher trotz der großen Entfernung, weil das Objekt derzeit größer ist als die Entfernung von der Erde zur Sonne, das gesamte neu entstehende Sternsystem ist außerdem weitaus größer als das unsere.

Die hauptsächliche Annahme, wie Gasplaneten entstehen, ist die Kern-Aggregations-Hypothese. Demnach findet sich erst einmal ein fester Kern aus mineralischen und metallischen Komponenten zusammen, der dann mit seiner Gravitation große Mengen Gas anzieht. Daneben besteht auch die Scheiben-Instabilitäts-Hypothese, nach der es keinen festen Kern benötigt, sondern sich ein Gasriese auch durch Anomalien in einer Gaswolke selbst zusammenfinden kann. Letzteres ist nun genau das, was bei AB Aurigae beobachtet wird.

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