Simulation: Vorbeifliegender Stern kann unser Sonnensystem zerstören
Angesichts der zahlreichen Objekte, die in unserem Sonnensystem herumfliegen, und der trotzdem stur auf ihren Bahnen kreisenden Planeten, entsteht schnell der Eindruck großer Stabilität. Doch das täuscht gewaltig, wie aktuelle Simulationen zeigen.
Eine genaue Beobachtung der Orbits der großen Objekte um die Sonne und der gravitativen Einflüsse aufeinander zeigen, wie fragil das System in Wirklichkeit ist. Laut eines neuen Papers, das in den monatlichen Notizen der Royal Astronomical Society veröffentlicht wurde, genügt eine vergleichsweise kleine Störung, um das gut eingespielte Wechselspiel der Gravitation zwischen den Planeten ordentlich durcheinanderzubringen.
Demnach reicht es, wenn beispielsweise ein marodierender kleiner Stern in der Nähe unseres Sonnensystems vorbeizieht und die Bahn des äußersten Planeten, des Gasriesen Neptun, um lediglich 0,1 Prozent verändert. Die Folgen wären verheerend: Sämtliche Planeten würden aus ihren stabilen Orbits um die Sonne herausgeraten, einige dürften sogar miteinander kollidieren.
Die Astronomen haben für ihre Arbeit insgesamt 2880 Simulationen durchgeführt - jeweils mit etwas anderen Einflüssen auf das Sonnensystem. Es gab so auch 960 Simulationsdurchläufe mit Störungen, die so klein waren, dass wir sie mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gar nicht messen könnten. Von diesen endeten vier ebenfalls mit dem Ergebnis, dass der Merkur in die Venus einschlug.
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Demnach reicht es, wenn beispielsweise ein marodierender kleiner Stern in der Nähe unseres Sonnensystems vorbeizieht und die Bahn des äußersten Planeten, des Gasriesen Neptun, um lediglich 0,1 Prozent verändert. Die Folgen wären verheerend: Sämtliche Planeten würden aus ihren stabilen Orbits um die Sonne herausgeraten, einige dürften sogar miteinander kollidieren.
Keine Panik!
Die gute Nachricht dabei: Wir würden davon trotzdem nichts mitbekommen. Denn anders als in Hollywood-Filmen funktioniert die Himmelsmechanik aufgrund der enormen Entfernungen in recht langen Zeiträumen. Nach der genannten Verschiebung des Neptun würde es immerhin rund 20 Millionen Jahre dauern, bis auch Erde und Mars spürbar betroffen wären. Und dass überhaupt ein fremder Stern dicht genug an unserem Sonnensystem vorbeifliegt, wird in den kommenden 100 Milliarden Jahren nur in 20 Fällen halbwegs wahrscheinlich sein.Die Astronomen haben für ihre Arbeit insgesamt 2880 Simulationen durchgeführt - jeweils mit etwas anderen Einflüssen auf das Sonnensystem. Es gab so auch 960 Simulationsdurchläufe mit Störungen, die so klein waren, dass wir sie mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gar nicht messen könnten. Von diesen endeten vier ebenfalls mit dem Ergebnis, dass der Merkur in die Venus einschlug.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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