Highlight
Embargo: Russland switcht Supercomputer auf schlechte Eigenbau-CPU
Die IT-Branche in Russland stellt sich darauf ein, dass das Embargo eine längerfristige Sache wird. So versucht man jetzt, eine neue Supercomputing-Plattform zu entwickeln, die eine schrittweise Unabhängigkeit von westlichen Chips ermöglicht.
Die meisten Systeme im High-Performance-Computing arbeiten aktuell mit Prozessoren des US-Herstellers Intel. Als Russland Ende Februar den Angriff auf die Ukraine begann, traten umgehend massive Sanktionen in Kraft, die dem Land unter anderem den Zugang zu den meisten Hochtechnologien westlicher Bauart versperrten. Daher gibt es auch keine Ersatzteile für Supercomputer mehr - von einem Ausbau der Systeme auf Basis von x86-Chips ganz zu schweigen.
Eine Lösung soll hier nun "RSK Tornado" sein, das derzeit mit Hochdruck entwickelt wird. Dabei handelt es sich um ein Referenzsystem für Supercomputer, das darauf ausgelegt ist, dass die aktuell genutzten x86-Prozessoren nach und nach durch die aus russischer Produktion und Entwicklung stammenden Elbrus-Chips ersetzt werden, berichtet das britische Magazin The Register.
Allerdings stellt die Sache letztlich wirklich nur eine Notlösung dar. Denn die Elbrus-Prozessoren sind technisch nicht annähernd auf dem Stand der Chips, die Intel liefern kann. Die russische Großbank Sber experimentierte vor einiger Zeit mit einer Option, zumindest einen Teil ihrer Technik auf Chips aus dem Inland umzustellen. Es zeigte sich aber schnell, dass dies aufgrund der Performance, der langsamen Speicher-Anbindung und zu wenigen Cores nicht zu vertreten war.
Insofern steckt Russland hier in einer Zwickmühle. Denn verzichten kann man auf HPC-Systeme eben auch nicht. Wenn man im wissenschaftlichen Bereich, bei der Planung industrieller Prozesse oder auch der Entwicklung von Militärtechnik nicht weit zurückfallen will, ist man auf schnelle Computer angewiesen. Ob die hausgemachte Notlösung hier zumindest ein bisschen weiterhelfen kann, wird sich zeigen müssen.
Siehe auch:
Eine Lösung soll hier nun "RSK Tornado" sein, das derzeit mit Hochdruck entwickelt wird. Dabei handelt es sich um ein Referenzsystem für Supercomputer, das darauf ausgelegt ist, dass die aktuell genutzten x86-Prozessoren nach und nach durch die aus russischer Produktion und Entwicklung stammenden Elbrus-Chips ersetzt werden, berichtet das britische Magazin The Register.
Kaum mehr als Notlösung
Entwickelt wird die neue Plattform von der RSC-Gruppe, einem großen Systemintegrator. RSK Tornado ist nach Angaben des Unternehmens ein interoperables System, das mit beiden Prozessor-Architekturen gleichermaßen umgehen und mit ebenfalls in Russland entwickelten Storage-Systemen zusammenarbeiten kann. Bis zu 104 Server sollen sich mit der Plattform in einem Rack zu einem Gesamtsystem zusammenfassen lassen.Allerdings stellt die Sache letztlich wirklich nur eine Notlösung dar. Denn die Elbrus-Prozessoren sind technisch nicht annähernd auf dem Stand der Chips, die Intel liefern kann. Die russische Großbank Sber experimentierte vor einiger Zeit mit einer Option, zumindest einen Teil ihrer Technik auf Chips aus dem Inland umzustellen. Es zeigte sich aber schnell, dass dies aufgrund der Performance, der langsamen Speicher-Anbindung und zu wenigen Cores nicht zu vertreten war.
Insofern steckt Russland hier in einer Zwickmühle. Denn verzichten kann man auf HPC-Systeme eben auch nicht. Wenn man im wissenschaftlichen Bereich, bei der Planung industrieller Prozesse oder auch der Entwicklung von Militärtechnik nicht weit zurückfallen will, ist man auf schnelle Computer angewiesen. Ob die hausgemachte Notlösung hier zumindest ein bisschen weiterhelfen kann, wird sich zeigen müssen.
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
DietPi 10.5: das sprichwörtliche Leichtgewicht
d-hubs - Gestern 13:39 Uhr -
Netzwerkproblem 25H2 und jetzt auch mit 24H2
Airboss - Gestern 04:45 Uhr -
Die BCON26, das größte Treffen von Blender-Experten
d-hubs - Vorgestern 14:09 Uhr -
dav2d: ein sehr schneller plattformübergreifender AV2 decoder
d-hubs - 15.06. 15:26 Uhr -
Neues von Proxmox, dem Virtualisieurngsspezialisten
d-hubs - 15.06. 10:53 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen