Yandex-SDK: 52.000 Smartphone-Apps sammeln Daten für die Russen
Der Angriff auf die Ukraine hat jetzt auch die russischen IT-Unternehmen stärker in den Fokus der Security-Forscher gerückt. Und beim Internet-Konzern Yandex wurde man direkt fündig - dieser soll im großen Stil Daten von Nutzern in aller Welt abgreifen.
Im Blickpunkt steht dabei ein SDK namens AppMetrica, das von Yandex bereitgestellt wird. Dieses bietet verschiedene nützliche Features für die Entwicklung von Smartphone-Apps an. Allerdings erfasst es auch Daten von Nutzern, die dann unter anderem auch an Server in Russland weitergeleitet werden. Ihre Auswertung soll in erster Linie der Bereitstellung zielgruppenorientierter Werbung dienen.
Sicherheitsforscher sehen diese Datenübertragung angesichts der Entwicklungen der letzten Wochen aber zunehmend als Problem an, wie aus einem Bericht der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times hervorgeht. Denn Russland entwickelt sich von einem autokratischen Staat in schnellen Schritten zu einer richtigen Diktatur und man muss davon ausgehen, dass auch der russische Staatsapperat Interesse an den Datensammlungen entwickeln wird.
"Diese Apps saugen private, sensible Daten aus den Apps auf Ihrem Telefon aus und bedrohen die nationale Sicherheit der USA und die Privatsphäre von Amerikanern und anderen Menschen auf der ganzen Welt", kommentierte er. Yandex versucht zwar zu beschwichtigen und betont, dass hier lediglich anonymisierte Daten über Geräte, das Netzwerk und die IP-Adresse gespeichert würden. Sicherheitsexperten verweisen allerdings darauf, dass auch aus solchen Datenpunkten in der Masse sensible Informationen über einzelne Nutzer rekonstruiert werden können - insbesondere wenn man sie mit den genutzten Apps und eventuell auch noch anderen Datenquellen koppelt.
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Sicherheitsforscher sehen diese Datenübertragung angesichts der Entwicklungen der letzten Wochen aber zunehmend als Problem an, wie aus einem Bericht der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times hervorgeht. Denn Russland entwickelt sich von einem autokratischen Staat in schnellen Schritten zu einer richtigen Diktatur und man muss davon ausgehen, dass auch der russische Staatsapperat Interesse an den Datensammlungen entwickeln wird.
Nur scheinbar unscheinbar
Bisher achtete kaum jemand auf die Datensammlung des russischen Konzerns und das Augenmerk lag eher auf den Informationen, die nach China abflossen. Das ändert sich nun aber und so mancher dürfte auch überrascht darüber sein, in welchem Umfang die AppMetrica-Codes bereits in den Smartphone-Ökosystemen verbreitet sind. Ron Wyden, der im US-Senat maßgeblich die Regulierung dieses Marktes überwacht, kam in einem offiziellen Bericht auf eine Zahl von rund 52.000 Apps, die von hunderten Millionen Usern eingesetzt werden."Diese Apps saugen private, sensible Daten aus den Apps auf Ihrem Telefon aus und bedrohen die nationale Sicherheit der USA und die Privatsphäre von Amerikanern und anderen Menschen auf der ganzen Welt", kommentierte er. Yandex versucht zwar zu beschwichtigen und betont, dass hier lediglich anonymisierte Daten über Geräte, das Netzwerk und die IP-Adresse gespeichert würden. Sicherheitsexperten verweisen allerdings darauf, dass auch aus solchen Datenpunkten in der Masse sensible Informationen über einzelne Nutzer rekonstruiert werden können - insbesondere wenn man sie mit den genutzten Apps und eventuell auch noch anderen Datenquellen koppelt.
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